Frau Atemnot
  1. Was ist Atemnot?
  2. Wie zeigt sich Atemnot?
  3. Atemnot Symptome
  4. Atemnot Ursachen
  5. Wie stellt der Arzt Atemnot fest?
  6. Therapie bei Atemnot
  7. Selbsthilfe: Was tun bei Atemnot?
Frau Atemnot

Bei Atemnot, in der medizinischen Fachsprache auch als Dyspnoe bezeichnet, handelt es sich um ein Symptom, das mehreren Auslösern oder Grunderkrankungen zugrunde liegen und unterschiedliche Folgen haben kann. Sie geht nicht immer mit einer echten Ateminsuffizienz einher.

Auf einen Blick
  • Atemnot bezeichnet das Gefühl einer subjektiven erschwerten Atmung oder Atemlosigkeit
  • Ursachen, Wahrnehmung und Folgen können sehr unterschiedlich sein
  • Man unterscheidet in akute und chronische Atemnot
  • Als allererstes muss eine lebensbedrohliche Ursache für Atemnot ausgeschlossen werden (Herzinfarkt und Lungenembolie)
  • Eine sorgfältige Anamnese ist wichtig; sie entscheidet weiteres Vorgehen, Dringlichkeit und diagnostischen als auch therapeutischen Maßnahmen
  • Die vier häufigsten Ursachen für Atemnot in Reihenfolge: Verengung der Atemwege bei Asthma und chronischer Bronchitis, Lungenfibrose, Lungenentzündung, Lungenembolie

Was ist Atemnot?

Laut der Definition der American Thoracic Society handelt es sich bei Atemnot (dyspnea, "shortness of breath") um eine subjektive Erfahrung von Atembeschwerden, bestehend aus qualitativ unterschiedlichen Empfindungen wechselnder Intensität. Physiologische, psychologische, soziale und Umwelt-Faktoren wirken zusammen. Atemnot kann weitere körperliche Reaktionen und Verhaltensreaktionen hervorrufen. (1999)

Wie zeigt sich Atemnot?

Es wird zwischen einer akuten (plötzlich auftretenden) und einer chronischen Atemnot unterschieden:

  • Akute Atemnot: Plötzlich auftretende Atemnot kann als Notfall gewertet werden, weil sie in den schlimmsten Fällen aufgrund eines Herzinfarktes oder einer Lungenembolie auftreten kann. Diese Atemnot geht in diesen Fällen noch mit anderen eindeutigen Symptomen einher.

  • Chronische Atemnot: Sie entwickelt sich meistens aufgrund von chronischen Erkrankungen wie Asthma, der Chronischen Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder Herzinsuffizienzen. Weitere Faktoren, die zu einem Gefühl der subjektiven Atemnot führen können, sind unter anderem:

    • Herz- und Lungenerkrankungen

    • allergische Reaktionen

    • Angst und Panik

    • Infekte der oberen Atemwege

Auch seltener auftretende Erkrankungen wie Reaktionen auf Medikamente, Vergiftungen oder einem Pneumothorax können zu einer subjektiven Atemnot führen.

In diesem Beitrag werden die häufigsten Gründe für Atemnot beschrieben und wie Sie diese anhand Ihrer Symptome unterscheiden können.

Atemnot Symptome

Der Patient verspürt ein Gefühl der subjektiven, also selbst wahrgenommenen aber nicht messbaren, erschwerten Atmung bis hin zur Atemlosigkeit. Dieses Gefühl unterscheidet sich sehr von Patient zu Patient.

Ein Zeichen der objektiven Atemnot, also was wir von außen klar erkennen können, ist der kompensatorische Einsatz der Atemhilfsmuskulatur, zu der unter anderem bestimmte Muskeln der Hals-, Brust-, und Bauchmuskulatur gehören. Zur Atemmuskulatur gehört lediglich das Zwerchfell (Diaphragma) und die Muskeln zwischen den Rippen (Interkostalmuskulatur). Andere objektive Zeichen der Atemlosigkeit sind:

  • tiefere Atemzüge

  • aufrechte Haltung

  • eine erhöhte Atemfrequenz

  • Blässe

  • Schweiß

  • manchmal auch eine Zyanose (blaue Lippen durch den Sauerstoffmangel)

  • Bei bestimmten Erkrankungen kann man ein begleitendes Atemgeräusch wahrnehmen, wie beispielsweise ein Pfeiffen bei Asthmatikern.

Atemnot Ursachen

Hier die wichtigsten Ursachen von Atemnot:

Sogenannte obstruktive Erkrankungen, bei denen die Atemwege entzündlich verkrampft (Asthma) oder vernarbt sind (chronische Bronchitis, chronisch- obstruktive Lungenerkrankung, COPD, Lungenemphysem), können zu hochgradiger Ruhedyspnoe führen, also Luftnot bereits in Ruhe.

Bei Asthma handelt es sich vor allem um anfallsartige Atemnot. In der Regel sind typische “obstruierende” Atemgeräusche zu hören, wie Giemen und Pfeifen, und die Patienten haben oft Husten, insbesondere nachts. Diese Erkrankungen entwickeln sich, sind chronisch, und zeigen nicht von Anfang an schwerwiegende Symptome.

Bei der Lungenfibrose handelt es sich um ein chronisches Geschehen, welches Vernarbungen im Lungengewebe zur Folge hat, die die Dehnbarkeit der Lungen verringern. Somit bedarf es mehr Atemarbeit, um die Lungen auszudehnen, was oft zu Sauerstoffmangel und schwerer Luftnot führt. Meist besteht trockener Reizhusten. Beim Atmen entstehen Rasselgeräusche, die der Arzt auskultatorisch abhören kann. Diese können nach überstandenen Lungenerkrankungen auftreten, sind genetisch bedingt, entstehen aufgrund von Autoimmunerkrankungen oder chronischem Einatmen von chemischen Noxen wie Staub oder entwickeln sich häufig auch ohne konkreten Auslöser.

Bei einer Pneumonie handelt es sich um eine Entzündung des Lungengewebes (Alveolarraums und/oder interstitielles Lungengewebe), in der Regel mit Bakterien, die einen verminderten Sauerstoffaustausch verursacht. Zu den weiteren Symptomen gehören ein plötzlicher Krankheitsbeginn, Fieber und produktiver Husten. Manchmal führt der Sauerstoffmangel zu einer bläulichen Verfärbung der Lippen (Zyanose). Entzündungsparameter im Blut sind oft sehr hoch und beim Abhören hört man feinblasige, klingende Rasselgeräusche in den Lungen. Ein Röntgenbild zeigt die Lungenentzündung meistens gut. Seltener können Erkrankungen oder Infekte der oberen Atemwege wie zum Beispiel Laryngitis oder Pharyngitis zu einem Gefühl der eingeschränkten Atmung führen. Symptome sind meist Heiserkeit und Halsschmerzen.

Lungenembolie ist ein Notfall. Meistens bricht eine Thrombose der Beinvenen ab und begibt sich in den Blutkreislauf, wo sie in den mittelgroßen Gefäßen der Lunge stecken bleibt. Der Verschluss reduziert den Sauerstoffaustausch in der Lunge und letztlich den Sauerstoffgehalt im Blut und staut das Blut ins rechte Herz auf. Das führt zu enormer Belastung des Herzens und schnell zu schwerwiegenden Herz- Kreislauf-Problemen und massiver Atemnot, erhöhter Atem- und Herzfrequenz, zusammen mit atemabhängigen Thoraxschmerzen, Husten (manchmal auch Bluthusten) und ggf. erhöhtem Fieber. Selten zerbröckelt der Embolus (abgebrochene Thrombose) in kleine Teile, sodass nur kleinste Gefäße der Lunge verstopft werden und somit kaum bemerkbar bleiben.

Es gibt eine Vielzahl von Nerven- und Muskelerkrankungen, die zu Lähmungen der Atemmuskulatur (Zwerchfell) und folglich zur Luftnot führen, wobei Lungen und Herz normal funktionieren. Oft hängt es mit dem Zwerchfellnerv zusammen, der auch Teil des Armnervengeflechtes (= Plexus) ist und bis ins Gehirn hoch zieht. Das Zwerchfell bewegt bis zu ⅔ der Atemluft und wird auch durch das Gehirn gesteuert. Die kleinen Rippenmuskeln unterstützen die Atembewegungen, weiterhin gehören größere Brustmuskeln, Muskeln des Schultergürtels und Muskeln am Hals zu den Atemhilfsmuskeln. In diesen Fällen ist der Patient nicht in der Lage zu hyperventilieren, weil die Muskeln oder Nerven nicht funktionieren. Genauso wie bei den anderen Erkrankungen führt dies zu einem reduzierten Sauerstoffgehalt im Blut und einem subjektiven Gefühl der Atemnot. Den Patienten ist anzusehen, dass sie die Atemhilfsmuskulatur vermehrt zum Einsatz bringen (angestrengter Hals, eingezogener Brustkorb). Zu den erworbenen Ursachen der Zwerchfelllähmung gehören beispielsweise Tumore, die den Nerv bedrängen, aber auch Unfälle, Wirbelblockaden oder Querschnittslähmungen. Eine (sehr schmerzhafte) Schwäche der Schulter- und Oberarmmuskulatur (Armplexusneuritis oder neuralgische Schulteramyotrophie), infolge einer Virusinfektion, Grippe oder rheumatischen Erkrankungen kann ebenfalls zur Lähmung des Nervs führen. Dieser regeneriert sich aber nach einer gewissen Zeit.

Muskelschwächen oder Lähmungen können auch infektiös sein, wie beispielsweise Poliomyelitis (die durch die Impfung bei uns stark zurückgedrängt wurde) oder angeboren, wie Myasthenia gravis, Muskeldystrophien oder Amyotrophe Lateralsklerose. Auch können Schilddrüsenüberfunktionen, Alkoholmissbrauch oder bestimmte Medikamente die Atemmuskeln beeinflussen.

Wenn das Herz geschwächt ist, egal ob durch akutes oder chronisches Geschehen, führt das zu verminderter Pumpleistung. Normalerweise pumpt es sauerstoffreiches Blut aus den Lungen zu den Organen; wenn das nicht mehr gewährleistet oder geschwächt ist, wird es als Atemnot und Engegefühl im Brustraum empfunden. Erst merkt man das bei erhöhtem Sauerstoffbedarf der Organe, also bei Belastung (Belastungsdyspnoe), später entwickelt sich die Atemnot auch in Ruhe (Ruhedyspnoe). Zusätzlich entsteht bei verminderter Pumpleistung ein Blutstau in die Lunge, auch als "Wasser in der Lunge" bekannt. Zu den akuten Geschehen gehören Herzinfarkte, Entzündungen des Herzmuskels oder Herzbeutels oder Perikartemponaden. Herzinsuffizienzen, koronare Herzkrankheiten (Herzkranzgefäßerkrankungen) oder Herzklappenfehler oder Herzrhythmusstörungen sind chronischer. Herzbedingte Atemnot muss anhand der Begleitsymptomatik abgegrenzt werden, wie beispielsweise durch Ödemen bei Herzinsuffizienzen, Retrosternale Schmerzen beim Herzinfarkt und Schwindel oder Palpitationen bei Herzrhythmusstörungen.

In Angst-, Schmerz-, Panik- und Stresszuständen können die Muskeln, auch die Atemmuskeln, sich so sehr verspannen, dass es zu einer subjektiv empfundenen Luftnot führt. Das beklemmende Gefühl kann teilweise als Brustschmerz wahrgenommen werden und veranlasst das starke Bedürfnis, tiefer und schneller zu atmen.Dies ist auch als Hyperventilation bekannt. Manchmal geht dies mit Hustenreiz einher, oder Zittern, Schwitzen, Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zur Ohnmacht. Panikattacken gehen meistens schnell vorüber, können aber auch länger andauern und in einem bestimmten Zeitraum immer wieder auftreten. Auch andere Erkrankungen können diese Kettenreaktion auslösen, wie Atemwegskrankheiten, Fieber, Störungen des Säure-Basenhaushaltes oder auch Kalzium- und Magnesiummangel.

Es gibt viele weitere Auslöser für das Einsetzen von akuter Luftnot. Diese finden allerdings verhältnismäßig selten statt. Hierzu gehören unter anderem:

  • Eingeengte Luftwege, zum Beispiel durch vergrößerte Lymphknoten, Fremdkörper (Aspiration), Tumoren, Allergischen Schocks (Bienen verschlucken!), Stimmbandlähmungen, Schilddrüsenvergrößerung
  • Pneumothorax (Luftansammlung, die auf die Lunge drückt, nach Lungenriss) meistens wegen Unfällen, zum Beispiel bei einem Rippenbruch
  • Wasseransammlung um die Lunge, die auf die Lunge drücken, meistens wegen chronischen Erkrankungen, entzündlichen Geschehen oder Krebserkrankungen
  • Tumore oder Metastasen im Lungengewebe
  • Deformierung des Brustkorbs, in der Regel angeboren oder eventuell durch einen Unfall
  • viele seltene Lungenerkrankungen, die ärztlicher Abklärung bedürfen
  • Blutarmut, was zu einem verminderten Sauerstofftransport führt und Unterversorgung
  • Vergiftungen (z. B. mit Kohlenmonoxid, Blausäure)
  • Medikamentenüberdosierung (z. B. Levofloxacin, Salicylate)

Wie stellt der Arzt Atemnot fest?

Atemnot ist das Leitsymptom von vielen Erkrankungen, die unter anderem die Lunge, die Atemwege oder das Herz betreffen und muss ernst genommen werden. Eine sorgfältige Anamnese spielt daher eine große Rolle, weil sie wichtig ist für die Unterscheidung der Begleitsymptome der Atemnot und auch der Atemnot selbst. Diese entscheidet weiteres Vorgehen, Dringlichkeit und weitere diagnostische als auch therapeutische Maßnahmen. Wichtig ist es vor allem, als allererstes akut lebensbedrohliche Gründe für die Atemnot auszuschließen. Folgende Fragen spielen eine wichtige Rolle:

Zum Verlauf der Atemnot:

  • Hat sie akut eingesetzt?

  • Findet sie chronisch statt? Wenn ja: Intermittierend, mit beschwerdefreien Intervallen? Rezidivierend, ohne beschwerdefreie Intervalle? Progredient?

Qualität/Charakter:

  • Thorakales Engegefühl

  • Tiefes Atmen

  • Schnelles Atmen (Tachypnoe)

  • Flaches Atmen

  • Erschwerte Atemarbeit

  • Schmerzen beim Atmen

  • Ausstrahlende Schmerzen, beispielsweise in den linken Arm oder in den Kiefer?

  • Wann hat die Atemnot stattgefunden? Bei Belastung oder schon im Ruhezustand? Gab es bestimmte Auslöser?

  • Ist es zur Hyperventilation gekommen?

  • Ist die Atemnot lageabhängig? Wird sie durch Liegen verstärkt oder durch Stehen verbessert?

Begleitsymptome:

  • Sehen Sie begleitende Hautveränderungen? Entwickeln Sie beispielsweise einen Hautausschlag an den Händen?

  • Gibt es Begleitsymptome wie: Husten, Infektzeichen, Brustkorbschmerz, Ödeme (als Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz), Gewichtsverlust und/oder Nachtschweiß (als Zeichen einer Krebserkrankung), Fieber?

  • Wird die Atemnot durch Geräusche begleitet wie Giemen bei der Ausatmung, Husten, Stridor bei der Einatmung?

Weiteres:

  • Haben Sie Vorerkrankungen?

  • Nehmen Sie neuerdings andere Medikamente ein?

Einteilung der Symptome nach ATS Skala

Um die Symptome hinsichtlich Schwere und Ausprägung zu bewerten wird Atemnot in 5 Schweregrade unterteilt. Die Dyspnoe-Skala der American Thoracic Society (ATS) oder der New York Heart Association-Classification definiert diese wie folgt:

Beschreibung: Keine Atemnot - außer bei deutlicher körperlicher Anstrengung.

Stadieneinteilung: -

Beschreibung: Kurzatmigkeit bei raschem Gehen oder leichtem Anstieg.

Stadieneinteilung: I

Beschreibung: Kurzatmigkeit bei normalem Gehen in der Ebene, Pausen zum Atemholen auch bei eigenem Tempo.

Stadieneinteilung: II

Beschreibung: Pausen beim Gehen nach einigen Minuten oder nach etwa 100 Metern im Schritttempo.

Stadieneinteilung: III

Beschreibung: Zu kurzatmig, um das Haus zu verlassen. Luftnot beim Reden und/oder beim Anziehen.

Stadieneinteilung: IV

Je nach Schweregrad, muss unterschiedlich schnell gehandelt werden. Wenn Sie mehr als 0 erreichen, ohne darauffolgende Besserung und das normalerweise nicht der Fall ist, muss dies abgeklärt werden.

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Atemnot ist ernstzunehmen. Deswegen sollten Sie präventiv oder auch bei kleinsten Anzeichen mit einem Arzt sprechen. Vereinbaren Sie online einen Termin mit unseren Ärzten!

Zusätzlich hierzu kann der behandelnde Arzt noch folgende diagnostische und körperliche Untersuchungen veranlassen.

Körperliche Untersuchung

  • Vitalparameter: Atemfrequenz, Puls, Blutdruck

  • Beobachtung:

    • Verhältnis zwischen Inspiration und Exspiration: schneller oder langsamer als sonst?

    • Einsatz der Atemhilfsmuskulatur? Andere objektive Zeichen der Atemlosigkeit? Zeichen der Zyanose (blaue Lippen)?

    • Ödeme (als Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz)?

  • Abhören des Herzens

  • Abhören der Lunge

Mögliche Atemnot Ursachen
Lungenbefund Mögliche Ursachen
Feinblasige Rasselgeräusche Pneumonie
Grobblasige Rasselgeräusche bei (alveolärem) Lungenödem
Giemen und Brummen obstruktive Erkrankungen wie Asthma
Einseitig fehlendes/abgeschwächtes Atemgeräusch Atelektasen, großem Pleuraerguss oder Pneumothorax
Inspiratorischer Stridor Verengungen der oberen Atemwege (z. B. Fremdkörperaspiration, Tracheomalazie)
Normaler Auskultationsbefund Lungenembolie, Anämie, neurologische Erkrankungen, psychogener Dyspno

Diagnostische Maßnahmen

  • Blutgasanalyse: Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid, pH und Bikarbonat

  • Pulsoxymetrie: Sauerstoffsättigung

  • Elektrokardiographie: Herzfunktion

  • Labor: beispielsweise Faktoren, die auf eine Thrombose hinweisen, Entzündungsparameter, Herzenzyme (Troponin-T, NT-proBNP, D-Dimer)

  • Auswurf (Sputum) Untersuchung auf Bakterien oder andere Zellen

  • Bildgebung: Röntgten, CT, Echo

  • Lungenfunktionstests: Spirometrie

  • Endoskopie der Atemwege

  • Laryngoskopie, Bronchoskopie, Thorakoskopie

Therapie bei Atemnot

Am wichtigsten ist anfangs die Linderung der Symptome, wahlweise mit Beruhigung oder mit einer Sauerstoffmaske. Manchmal werden auch Medikamente zur Beruhigung und Reduzierung der Atemfrequenz eingesetzt, wie Opioide.

Bei einem Pleuraerguss kann man diesen punktieren und ablassen, Asthma kann man mit einem Kortisonspray entgegenwirken oder eine Lungenentzündung mit Antibiotika bekämpfen.

Anschließend ist die Erkennung und Behandlung der Grunderkrankung wichtig. Bei sich wiederholender (refraktärer) Atemnot, können die Grunderkrankungen medikamentös behandelt werden.

Selbsthilfe: Was tun bei Atemnot?

  • Notfall Symptome: Husten und Auswurf, Blauverfärbung der Lippen, hohes Fieber, Blutdruckabfall, schneller Puls, Schmerzen im Brustkorb, Ausstrahlen der Schmerzen in andere Körperregionen, Synkope (wenn keine Herzrhythmusstörung bekannt)

  • Kontaktieren / Suchen Sie Ihren Arzt auf

  • Vermeiden Sie Panik und körperliche Anstrengung

  • Überlegen sie selbst, ob Ihre Lebensweise (z. B. Übergewicht, Rauchen) mit Ihren Beschwerden zusammenhängen könnte

  • Alles tun, was die Luftnot verbessert

Quellen

  • American Thoracic Society: Dyspnea. Mechanisms, assessment, and management: a consensus statement. Am J Respir Crit Care Med. 1999 Jan;159(1):321-40.

  • Jörg Braun: Lunge. In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): Klinikleitfaden Intensivmedizin. 9. Auflage. Elsevier, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 285–310, hier: S. 286–288 (Akute respiratorische Insuffizienz).

  • Herold G et al: Innere Medizin, 2019, Köln

  • Online: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-002l_S3_Asthma_2018-09.pdf (Abgerufen am 27.03.2020)

  • Stuttgart New York Gerorg Thieme Verlag, 2. korrigierte und aktualisierte Auflage, 2012

  • https://www.lungenstiftung.de/publikationen/faltblaetter-informationen-krankheiten-lunge/atemnot/download

  • Die Deutschle Lungenstiftung: https://lungenstiftung.de/

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