Sanduhr: Wie lange dauert eine Corona Erkrankung?
  1. Symptome bei Long-COVID
  2. Ursachen von Long-COVID
  3. Long-COVID Therapie
  4. Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen
  5. Long-COVID vorbeugen
  6. Häufige Fragen zu Long-COVID
Sanduhr: Wie lange dauert eine Corona Erkrankung?

Vom sogenannten Long-COVID-Syndrom wird bei anhaltenden Beschwerden noch 12 Wochen nach der Erkrankung gesprochen, wenn diese nicht anderweitig zu erklären sind.

Immer mehr PatientInnen berichten nach einer Infektion mit dem Coronavirus über anhaltende Symptome im Sinne des Long-COVID-Syndroms. Auch trotz Impfung und bei Kindern konnte Long-COVID beobachtet werden. Aufgrund der unspezifischen Symptome ist die Behandlung eine Herausforderung, sodass sich immer mehr Ambulanzen auf die Behandlung von Post-COVID spezialisieren.

Auf einen Blick
  • Das Long-COVID-Syndrom bezeichnet anhaltende Symptome über 12 Wochen nach der eigentlichen Infektion mit SARS-CoV-2
  • Zu den typischen Symptomen zählen Leistungsminderung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und anhaltende Luftnot
  • Auch junge, zuvor gesunde Menschen können nach einer Coronainfektion unter Long-COVID leiden
  • Long-COVID tritt auch nach asymptomatischer oder symptomarmer Infektion auf

Symptome bei Long-COVID

Die Symptome bei Long-COVID sind meist unspezifisch. Die am häufigsten beschriebenen Beschwerden sind:

  • Leistungsminderung

  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

  • Atemwegsbeschwerden wie anhaltende Luftnot

  • Kopfschmerzen

  • Muskelschmerzen

  • Anhaltender Geschmacks- und Geruchsverlust

  • Herzrasen

  • Haarausfall

  • Neuauftreten von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus

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Ursachen von Long-COVID

Die konkreten Ursachen eines Long-COVID-Syndroms sind nicht abschließend geklärt. Auch ist es nicht voraussehbar, welche PatientInnen an Long-COVID leiden werden.

PatientInnen mit asymptomatischen oder symptomarmen Verläufen sowie PatientInnen mit Infektion trotz Impfung können ebenfalls im Nachhinein unter Langzeitfolgen leiden. Eine Impfung kann das Risiko eines Post-COVID-Syndroms deutlich senken.

Es ist bekannt, dass auch andere Virusinfekte noch Monate und Jahre nach der Erkrankung Auswirkungen auf den Körper haben können Zum Beispiel gelten einige Virusinfekte als Trigger für Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und unter Umständen sogar für bestimmte Krebserkrankungen. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind Herpesviren (Epstein-Barr-Virus, Varizella-Zoster-Virus, Cytomegalievirus), welche als Auslöser für verschiedene Erkrankungen identifiziert wurden (Lymphomerkrankungen, Herpes zoster, Augen- oder Lungenentzündung). Es ist also davon auszugehen, dass auch das Coronavirus das Immunsystem des menschlichen Körpers nachhaltig schädigen kann, sodass noch Monate bis Jahre die Auswirkungen der Infektion spürbar sind.

Long-COVID Therapie

Die Therapie von Long-COVID ist sehr individuell, je nach Schwere und Konstellation der Symptome. Außerdem gibt es keine ursächliche Therapie, die die Symptome heilen kann.

Es ist lediglich möglich, mit interdisziplinären Therapieansätzen die Besserung der Symptome zu fördern. Dazu gehören moderate körperliche Aktivität, möglicherweise auch mit Hilfe von Physiotherapie, um die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

Schmerzen können vorübergehend mit Schmerzmitteln behandelt werden, dies sollte jedoch keine dauerhafte Lösung sein. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen können mit gezielten Übungen trainiert werden. Geschmacks- und Geruchsverlust können mit Stimulation und Geruchs- und Geschmacksübungen unter Umständen verbessert werden. Dafür können bekannte, einprägsame Gerüche und Geschmäcker genutzt werden.

Für Betroffene wurden in mehreren Kliniken bereits eine spezielle Post-COVID-Ambulanz eingerichtet, die sich auf die Behandlung von Long-COVID spezialisiert haben. All diese Therapieansätze können bei schwerer Beeinträchtigung im Rahmen einer Rehabilitation vereint werden.

Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen

Auch Kinder und Jugendliche können nach einer COVID-19-Erkrankung unter Long-COVID leiden. Die Beschwerden sind in der Regel die gleichen wie bei erwachsenen Betroffenen. Die genauen Zahlen der Erkrankten sind vermutlich abhängig von der Schwere der Erkrankung, unterschiedliche Studien aus verschiedenen Ländern kommen jedoch noch zu variierenden Ergebnissen. Insbesondere bei Kindern ist es schwer, zu differenzieren, ob die bestehenden Symptome als Long-COVID-Syndrom oder als Folgen der lang andauernden Pandemie zu werten sind.

Long-COVID vorbeugen

Um dem Long-COVID-Syndrom vorzubeugen, ist es wichtig, der Corona-Infektion vorzubeugen. Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln wie Hände waschen, das korrekte Tragen einer medizinischen (FFP2-) Maske, Abstand von mindestens 1,5m zu anderen Personen und Reduzieren von Kontakten. Kommt es dennoch zur Infektion, ist körperliche Schonung während der symptomatischen Phase essenziell. Nach Abklingen der Symptome sollte körperliche Aktivität langsam wieder gesteigert werden, immer unter Einhaltung der eigenen körperlichen Grenzen. Trotz Einhalten aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zum Long-COVID-Syndrom kommen.

Häufige Fragen zu Long-COVID

Vom sogenannten Long-COVID-Syndrom wird bei anhaltenden Beschwerden noch 12 Wochen nach der Erkrankung gesprochen, wenn diese nicht anderweitig zu erklären sind.

Quellen

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