Chlamydien
  1. Was sind Chlamydien?
  2. Chlamydien – Übertragung
  3. Chlamydien – Symptome
  4. Chlamydien – Verlauf
  5. Diagnose von Chlamydien
  6. Chlamydien-Infektionen behandeln
  7. Chlamydien-Infektionen verhindern
  8. Häufige Fragen zu Chlamydien
Chlamydien

Im Jahr 2020 haben sich laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit etwa 129 Millionen Menschen mit Chlamydien angesteckt.

Sowohl weltweit als auch in Deutschland zählen Chlamydien-Infektionen (Chlamydiosen) zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Die hohe Neuinfektionsrate ist u. a. dadurch zu erklären, dass Chlamydiosensehr oft ohne Symptome verlaufen und somit unwissentlich beim Sex weitergegeben werden. Aber auch bei einem symptomlosen Krankheitsverlauf kann es zu schweren Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit kommen.

Auf einen Blick
  • Umgangssprachlich werden urogenitale Infektionen mit Chlamydia trachomatis als Chlamydien bezeichnet.
  • Etwa die Hälfte der infizierten Männer zeigt typische Symptome.
  • Nur 2 von 10 Frauen haben einen symptomatischen Verlauf.
  • Der beste Schutz gegen Chlamydien ist die Verwendung von Kondomen bei jeglicher Art von Geschlechtsverkehr.

Was sind Chlamydien?

Bei Chlamydien handelt es sich um verschiedene Arten von Bakterien. Die drei Unterarten Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci haben eine humanpathogene Relevanz. Das bedeutet, dass sie bei Menschen Krankheiten auslösen können.

Von Chlamydien-Infektionen können Augen, Genitalbereich und Lunge betroffen sein. Meist ist im alltäglichen Sprachgebrauch aber der sexuell übertragbare Befall des Urogenitaltraktes, also der Harn- und Geschlechtsorgane, gemeint.

Urogenitale Chlamydien-Infektionen werden durch C. trachomatis verursacht. Diese Erreger können weiterhin eine bakterielle Entzündung des Auges (Trachom) verursachen. Auswirkungen der Chlamydien sind abhängig von der spezifischen Unterart der Chlamydien und vom infizierten Körperareal.

Chlamydien – Übertragung

Chlamydien-Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Der Erreger C. trachomatis kommt bei infizierten Personen in verschiedenen Körperflüssigkeiten vor. Besonders hervorzuheben sind das Vaginalsekret der Frau sowie das Ejakulat des Mannes. Über Schleimhäute gelangen die Erreger in den Körper der SexualpartnerInnen, z. B. im Bereich der Geschlechtsorgane, der Harnwege, des Analbereichs und des Rachens.

Die häufigsten Übertragungswege für urogenitale Chlamydien-Infektionen sind:

  • Vaginalverkehr: Übertragung der Erreger von Penis zu Vagina und umgekehrt

  • Analverkehr: Übertragung der Chlamydien von Penis zu Analregion und umgekehrt

  • Oralverkehr: Übertragung von Penis oder Vagina zu Rachenregion und umgekehrt

Durch Chlamydien verursachte Augenentzündungen können direkt von Mensch zu Mensch oder mit einer Fliege als Zwischenwirt übertragen werden. Auch die gemeinsame Nutzung von Sexspielzeug ist ein möglicher Übertragungsweg. Sogar eine okulogenitale Übertragung, also zwischen Auge und Genitalbereich, ist möglich.

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Chlamydien – Symptome

Die Inkubationszeit bei Chlamydien beträgt etwa 1 bis 3 Wochen. Oft verursachen Chlamydien Ausfluss aus der Harnröhre. Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind weitere häufige Symptome bei urogenitalen Chlamydien-Infektionen. Andere Chlamydien-Anzeichen können sich unterscheiden, je nachdem ob Männer oder Frauen betroffen sind. Auch die Art der Bakterien und der entzündete Bereich haben Einfluss auf die Symptome. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass etwa 50 Prozent der Chlamydiosen beim Mann und 80 Prozent der Chlamydiosen bei Frauen ohne typische Symptome verlaufen.

bildliche Darstellung

Chlamydien – Verlauf

Der Verlauf einer Chlamydien-Infektion ist von vielen Faktoren abhängig, dazu zählen

  • Chlamydien-Art und Subtyp,

  • betroffene Körperareale,

  • Geschlecht und Alter der Infizierten sowie

  • der Zeitpunkt von Diagnose und Behandlungsbeginn.

Chlamydia trachomatis wird in verschiedene Serotypen unterteilt. In Deutschland kommen v. a. Serotypen D-K vor, diese lösen urogenitale Chlamydien-Infektionen und Augenerkrankungen (Paratrachom) aus. Die Serotypen L1-L3 führen zu einem bestimmten Typ der urogenitalen Infektion (Lymphogranuloma venereum, LGV) und Serotypen A-C, welcher häufig in tropischen Regionen vorkommen, verursachen Infektionen der Augen (Trachome).

Eine der gravierendsten Spätfolgen von unbehandelten Chlamydien-Infektionen im Urogenitalbereich ist das Risiko einer Unfruchtbarkeit. Davon können sowohl Frauen als auch Männer betroffen sein. Weitere mögliche Komplikationen infolge einer Infektion mit C. trachomatis sind:

Bei einer Chlamydien-Infektion der Harnröhre kommt es zu typischen Beschwerden eines Harnwegsinfektes. Dazu gehören Druckgefühl und Schmerzen im Unterbauch sowie Brennen beim Wasserlassen. In vielen Fällen kommt es zu eitrigem Ausfluss aus der Harnröhre.

Chlamydien können von der Harnröhre in andere Körperregionen aufsteigen und an den jeweiligen Orten sehr schmerzhafte Entzündungen auslösen. Eine Prostatitis ist eine Schwellung bzw. Entzündung der Prostata. Damit assoziiert sind Schmerzen im Bereich der Hoden und am After. Stuhlgänge können dabei extreme Schmerzen verursachen. Bei der Epididymitis handelt es sich um eine Entzündung der Nebenhoden. Typische Symptome sind Rötung, Schwellung und Schmerzen am Hodensack (Skrotum). Die Abkürzung MAGI steht für den englischen Begriff Male Accessory Gland Infection, zu Deutsch Infektion der männlichen akzessorischen Geschlechtsdrüse. Diese Drüsen haben eine wichtige Funktion bei der Produktion von Ejakulat. Chronische Entzündungen führen deshalb nicht selten zu Unfruchtbarkeit.

Zerivzitis ist eine Entzündung des Gebärmutterhalses. In etwa 80 Prozent der Fälle verläuft die durch Chlamydien verursachte Zervizitis ohne Symptome, bei etwa 20 Prozent der betroffenen Frauen kommt es zu eitrigem, teilweise übelriechendem Ausfluss aus der Scheide. Daraus kann sich eine Adnexitis bzw. PID (pelvic inflammatory disease) entwickeln. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der inneren weiblichen Genitale. Wenn die Eileiter befallen sind, kann es auf Dauer und ohne Therapie zu Verklebung und Vernarbung kommen. Langfristig kann dies zu chronischen Schmerzen, Unfruchtbarkeit und extrauterinen Schwangerschaften führen. Weiterhin kann eine urogenitale Infektion mit C. trachomatis bei Frauen eine Entzündung des Bauchfellüberzugs der Leber, fachsprachlich Perihepatitis, auslösen. Geht diese mit rechtsseitigen Schmerzen im Oberbauch sowie einer Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum einher wird das Krankheitsbild als Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom bezeichnet.

Der Befall mit Chlamydia trachomatis Serotyp L1-L3 äußert sich anfangs mit schmerzlosen Bläschen in der Leistengegend, im Verlauf kommt es dann zu Schwellung von Lymphknoten, narbiger Abheilung, Abszessbildung und Blockierung von Lymphbahnen. Die Lymphflüssigkeit kann dann nicht mehr richtig abfließen und staut sich auf. Dieser Serotyp und damit auch die Erkrankung sind in Europa sehr selten. Die Erkrankung wird auch Lymphogranuloma inguinale genannt. Therapie der Wahl ist, wie auch bei anderen urogenitalen Chlamydien-Infektionen, das Antibiotikum Doxycyclin, allerdings mit verlängerter Behandlungsdauer von 3 Wochen.

Eine reaktive Arthritis, also eine Gelenkentzündung als Folge einer Infektion, die an einem anderen Ort des Körpers begonnen hat, kommt bei Chlamydien in einigen Fällen vor. Typisch ist eine schmerzhafte Schwellung von mehreren kleinen Gelenken, nachdem eine Entzündung im Genitalbereich stattgefunden hat. Diese muss dafür aber nicht zwangsläufig Symptome gezeigt haben, beziehungsweise bemerkt worden sein. Die Chlamydia trachomatis-indizierten reaktive Arthritis (Ct-REA) ist eine sogenannte Trias aus drei Symptomen. Zusätzlich zu den Gelenkentzündungen (Arthritis) kann es zu einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) und/oder Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommen.

Die Serotypen A-C der Chlamydia trachomatis werden meist unter schlechten hygienischen Bedingungen übertragen, v. a. durch Schmierinfektionen oder mit Fliegen als Zwischenwirt. Sie lösen bei langfristigem Befall eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) aus, die bei jeder neuen Infektion zum Fortschreiten der Symptome führt. Es kommt zu Vernarbung und Schrumpfung der Bindehaut, das Augenlid klappt sich nach innen und auf Dauer folgen, ohne angemessene Therapie, eine Eintrübung und letztendlich Erblindung. Auch die Serotypen D-K, welche in Deutschland weitverbreitet sind, können zu okulären Infektionen führen. Häufigstes Beispiel dafür ist eine Übertragung der Erreger während der Geburt von der Genitalregion der Mutter auf die Bindehäute des Neugeborenen. Unbehandelt kommt es zu einer chronisch verlaufenden Konjunktivitis. Weiterhin wurden Ansteckungen über infektiöses Badewasser berichtet.

Bei der Proktitis handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhäute im Enddarm (Rektum). Mögliche Symptome sind eitriger Ausfluss aus dem Enddarm sowie Unregelmäßigkeiten und Schmerzen beim Stuhlgang. Eine Enddarmentzündung kann, wie auch die meisten anderen Chlamydien-induzierten Infektionen, durch die Serotypen D-K von C. trachomatis hervorgerufen werden. Eine Übertragung der Erreger geschieht in den meisten Fällen durch ungeschützten Analverkehr, aber auch gemeinsam genutztes Sexspielzeug kann diese Bakterien von einer Person auf andere übertragen. Häufig betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Kondome können das Infektionsrisiko nicht komplett eliminieren, jedoch auf 60 Prozent reduzieren. Etwa 80 Prozent der rektalen Chlamydien-Infektionen verlaufen symptomlos und sind nur durch einen Test diagnostizierbar.

Bei ungeschütztem Oralverkehr kann es zur oropharyngealen-urogenitalen Übertragung von C. trachomatis kommen. Das bedeutet, die Bakterien werden aus dem Harn- und Geschlechtsbereich in dem Mund- und Rachenraum übertragen. In seltenen Fällen kommt es dadurch zu einer Rachenentzündung. Diese verläuft meist asymptomatisch und wird wegen unspezifischer Symptome oft als eine anderweitige Entzündung des Rachenraums klassifiziert.

Chlamydien bei Neugeborenen

Wenn bei einer Schwangeren eine Chlamydien-Infektion im Genitalbereich vorliegt, beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung während der Geburt 50 bis 70 Prozent. Statistischen Berechnungen zufolge werden in Deutschland jährlich bis zu 17.000 Babys bei der Geburt mit Chlamydien infiziert. Beim Neugeborenen kann durch C. trachomatis zu diesen Erkrankungen kommen:

Zur Behandlung von Chlamydien-Infektionen bei Neugeborenen werden i. d. R. die Antibiotika Erythromycin (14 Tage) oder Azithromycin (1 bis 3 Tage)eingesetzt. Um diese Erkrankungen bei Neugeborenen zu verhindern, wird bei der ersten Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft ein Chlamydien-Test durchgeführt.

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Diagnose von Chlamydien

Die Diagnose einer Chlamydien-Infektion ist abhängig von ihrem Ort und der Art des Bakteriums. So ist das Trachom, also der Befall des Auges, relativ eindeutig durch eine Blickdiagnose zu erkennen. Der Befall von Harn- und Geschlechtsorganen benötigt weitere diagnostische Methoden. Bei Verdacht auf urogenitale Chlamydien-Infektionen erfolgt zunächst eine ausführliche Befragung des Betroffenen. Mögliche Fragen sind:

  • Waren Sie in letzter Zeit sexuell aktiv und hatten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit wechselnden SexualpartnerInnen?

  • Wie und wo sind die Schmerzen?

  • Gibt es eitrigen Ausfluss?

  • Gibt es im Bereich der Leiste geschwollene Lymphknoten?

Bei der körperlichen Untersuchung werden die entsprechenden Bereiche begutachtet und nach geschwollenen Lymphknoten getastet. Bei der Frau sollte eine gynäkologische Untersuchung von Scheide und Gebärmutterhals erfolgen.

“Je früher Geschlechtskrankheiten diagnostiziert werden, desto besser sind sie behandelbar. Also ist auch bei einem leichten Verdacht die ärztliche Konsultation angebracht.”

Dr. Laura Götz
Dr. Laura Götz
- Gynäkologin aus Köln

Erregernachweis

Die gängigste Methode bei Verdacht auf Chlamydien-Befall der Harn- oder Geschlechtsorgane ist der Nachweis von Chlamydien-DNA, welche über einen Abstrich im befallenen Areal oder Urin gewonnen wird. Bei Befall des Auges sollte Augensekret untersucht werden.

Im Blut können Antikörper, als Reaktion des Immunsystems auf den Erreger, nachgewiesen werden. Am Anfang einer Infektion sind diese nicht nachweisbar, die Konzentrationen der Antikörper im Blut steigen erst im Verlauf der Erkrankung an. Diese Untersuchung ist also weniger sinnvoll für den Nachweis einer akuten Infektion. Sie kann aber hilfreich sein, wenn keine Erreger im Abstrich zu finden sind und eine Unfruchtbarkeit durch chronische Infektion abgeklärt werden soll.

Chlamydien-Infektionen behandeln

Da es sich bei Chlamydien um Bakterien handelt, muss die Chlamydiose i. d. R. mit verschreibungspflichtigen Antibiotika behandelt werden. Dabei ist Doxycyclin meist das bevorzugte Mittel. Alternativ können Makrolid-Antibiotika wie Azithromycin oder Erythromycin gegeben werden.

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Chlamydien-Infektionen verhindern

Safer Sex, also die Verwendung von Kondomen, bietet einen guten Schutz gegen eine Ansteckung mit Chlamydien – jedoch kann selbst dabei eine Übertragung nicht ausgeschlossen werden. Chlamydien-Tests sind ein wichtiges Mittel zur Diagnose von Chlamydien-Infektionen, insbesondere da Chlamydiosen oft symptomlos verlaufen. Die rechtzeitige Diagnose von Chlamydien hat viele Vorteile:

  • Frühzeitiger Behandlungsbeginn

  • Minimierung des Risikos für Spätfolgen

  • Keine unbemerkte Weitergabe an SexualpartnerInnen

  • Behandlung aktueller und vorangegangener SexualpartnerInnen

  • Generelle Eindämmung des Infektionsgeschehens

Häufige Fragen zu Chlamydien

Ist von Chlamydien die Rede, so ist meist eine Infektion der Harn- und Geschlechtsorgane mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis gemeint. Fachsprachlich wird die Erkrankung als Chlamydiose bezeichnet. Der übliche Übertragungsweg dieser Erreger ist ungeschützter Geschlechtsverkehr, dazu zählen Vaginal-, Anal- und Oralverkehr.

Durch ungeschützten Oralverkehr mit infizierten Personen kann es auch im Mund- und Rachenraum zu Infektionen kommen. Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Vaginalsekret enthalten den Erreger Chlamydia trachomatis. Dieser kann über die Schleimhäute in verschiedene Regionen des Körpers gelangen und Entzündungen verursachen.

In Deutschland ist die häufigste Ursache für Chlamydien im Auge eine Übertragung der Erreger während der Geburt von Mutter auf Kind. Beim Neugeborenen kann es dadurch zu einer Bindehautentzündung kommen. In tropischen Regionen sind andere Serotypen von C. trachomatis weitverbreitet. Diese können durch Schmierinfektionen oder Fliegen übertragen werden und ein Trachom auslösen. Diese Augeninfektion kann unbehandelt zum Erblinden führen.

Urogenitale Chlamydien-Infektionen äußern sich u. a. durch Brennen beim Wasserlassen, eitrigen Ausfluss und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Allerdings verlaufen etwa 8 von 10 Chlamydiosen bei Frauen symptomlos. Bei Männern zeigen etwa die Hälfte der Infizierten keine Symptome. Auch ohne Symptome können die Erreger weitergegeben werden. Außerdem drohen schwerwiegende Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit.

In Deutschland ist ungeschützter Geschlechtsverkehr der häufigste Übertragungsweg für Chlamydien. In einigen Regionen der Erde sind andere Chlamydien-Arten weitverbreitet. Diese können z. B. über Schmierinfektionen oder Fliegen von einem Menschen auf den anderen übertragen werden und Augeninfektionen – sogenannte Trachome - auslösen. Ein weiterer Übertragungsweg von Chlamydien ist während der Geburt von der Genitalregion der Mutter auf Auge oder Lunge des Babys.

Chlamydien sind Bakterien, welche sich in verschiedenen Körperflüssigkeiten von Infizierten befinden. Bei Chlamydien-Infektionen im Genitalbereich sind die Erreger z. B. im Sperma oder Vaginalsekret enthalten. Kommen die Chlamydien mit Schleimhäuten in Kontakt, so können sie über diesen Weg in den Körper eindringen und Entzündungen verursachen. Beim Oralverkehr ist eine Ansteckung von Penis oder Scheide zum Mund- und Rachenraum, und umgekehrt, möglich.

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Quellen

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