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  1. Was ist Genitalherpes?
  2. Genitalherpes: Symptome
  3. Genitalherpes Übertragung
  4. Diagnose des Genitalherpes
  5. Wie wird Genitalherpes behandelt?
  6. Genitalherpes: Dauer der Heilung
  7. Wie man Genitalherpes vorbeugen kann
  8. Häufig verschriebene Medikamente zur Behandlung von Genitalherpes
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Genitalherpes ist schätzungsweise bei zehn bis 30 Prozent der Weltbevölkerung nachweisbar.

Auf einen Blick
  • Genitalherpes ist nicht heilbar
  • Symptome zeigen sich erst nach etwa drei bis sieben Tagen nach der Übertragung
  • Ein wichtiges Diagnosemerkmal sind die charakteristischen Bläschen im Genitalbereich

Was ist Genitalherpes?

Genitalherpes gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten und wird in der überwiegenden Mehrheit von Herpes Viren des Typ 2 (HSV 2) ausgelöst. Eine Infektion mit dem Typ 1 (HSV 1) ist hingegen nur in knapp 20 Prozent der Fälle Ursache der Krankheit.

Genitalherpes: Symptome

Drei bis sieben Tage nach der Übertragung zeigen sich die ersten Symptome der Krankheit. In wenigen Fällen kann die Inkubationszeit auch etwas länger sein.

Wie kann man Genitalherpes feststellen:

Es bilden sich juckende, leicht schmerzhafte und kribbelnde Bläschen auf der Haut im Genitalbereich, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Schon vor der Bläschenbildung bemerken Betroffene ein unangenehmes Jucken und Brennen in der Region und berichten auch von einem unwohlen Gefühl im Genitalbereich.

Die Beschwerden können auch am After auftreten. Die Haut um die Bläschen herum zeigt sich gerötet. Es bilden sich eitrige und verkrustete Beläge, die jedoch nach etwa zwei bis drei Wochen spontan abheilen.

Ferner leiden Patienten unter einem allgemeinen Unwohlsein mit grippeähnlichen Symptomen. So werden Fieber, geschwollene Lymphknoten, Wasseransammlungen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Muskelziehen auch im Zusammenhang mit einer Herpesinfektion beobachtet.

Herpes Genitalis: typische Symptome
  • Jucken und Brennen der Haut
  • Juckende, schmerzhafte Bläschen an Scheide, Penis, Hodensack oder im Analbereich
  • Fieber
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Wasseransammlungen
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Schmerzen beim Wasserlassen (häufig bei Frauen)

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Wann brechen die Symptome aus?

Ein Rückfall fällt bei Genitalherpes in der Regel schwächer aus als die Ersterkrankung. Das Virus kann in der Ruhephase durch ein geschwächtes Immunsystem, eine Operation, extremen Stress oder eine HIV-Infektion reaktiviert werden, wodurch es erneut zu einem akuten Ausbruch kommt.

Manchmal sind diese Folgeschübe auch symptomlos, was besonders gefährlich sein kann, da der Betroffene überhaupt nicht weiß, dass er extrem ansteckend ist.

Genitalherpes Übertragung

Die Übertragung erfolgt fast immer durch ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Genitalherpes ist nicht heilbar. Ist die akute Erkrankung überwunden, bleibt das Virus im Körper und kann unter den entsprechenden Gegebenheiten, wie einem geschwächten Immunsystem oder Stress, jederzeit wieder aktiv werden. Menschen mit ständig wechselnden Sexualkontakten haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sich zu infizieren.

Mehr über die Ansteckung mit Genitalherpes

Die Viruslast ist am größten, wenn die Herpesbläschen sich bereits auf der Haut zeigen oder kurz davor sind. In dieser Phase ist auch die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch. Über die Epithelzellen in den Schleimhäuten im Genitalbereich bahnen sich die Viren ihren Weg in den Körper. Dort vermehren sie sich und zerstören im Anschluss daran ihre Wirtszellen. Das ist auch der Grund, warum es zu einer Entzündung mit der Bildung von schmerzhaften Bläschen und Krusten, sowie den charakteristischen Hautläsionen kommt.

In diesen Bläschen herrscht eine hohe Virenlast. Von hier aus wandern die Erreger in die Nervenleitbahnen und verursachen eine Infektion des Nervenknoten. Daneben kann das Virus während Schwangerschaft und Geburt übertragen werden. Besonders gefährlich ist eine Erstinfektion mit Genitalherpes in der Schwangerschaft. 50 Prozent der Frauen erleiden aufgrund der Erkrankung eine Fehlgeburt.

Diagnose des Genitalherpes

Ein Arzt kann relativ zuverlässig bei der körperlichen Untersuchung sagen, ob es sich um Genitalherpes oder eine andere Hauterkrankung handelt. Der gesamte äußere Genitalbereich sowie der After des Patienten wird einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Herpes genitalis ist für den Diagnostiker sehr sicher an der charakteristischen Bläschenbildung zu erkennen. Daneben wird der Mediziner einen Labortest durchführen. Hierfür entnimmt er für einen Abstrich etwas von der Flüssigkeit, die sich in den Herpesbläschen befindet. Unter dem Mikroskop im Labor lässt sich zuverlässig sagen, ob es sich bei dem Virus um den Typ HSV 1 oder HSV 2 handelt.

Weiterhin ist es möglich, über einen Bluttest Antikörper nachzuweisen, um die Diagnose zusätzlich zu sichern.

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Wie wird Genitalherpes behandelt?

Eine Therapie der Erstinfektion konzentriert sich darauf, die akuten Beschwerden des Patienten zu lindern und die Ausbreitung der Bläschen zu verhindern.

Die Viren als Ursache der Erkrankung können nicht aus dem Körper entfernt werden, es geht in der Therapie lediglich darum, den Krankheitsverlauf zu verkürzen und die Beschwerden des Betroffenen abzumildern.

Der Genitalherpes wird meist mit den Wirkstoffen Aciclovir oder Valaciclovir behandelt. Hierbei handelt es sich um sogenannte Virostatika (antivirale Medikamente), die den Vermehrungszyklus von Viren unterbrechen.

Bei leichten Ausprägungen reicht es aus, den Wirkstoff als Salbe oder Creme direkt auf die betroffene Stelle aufzutragen. Bei schwerwiegenden Formen kann Aciclovir auch systemisch (also intravenös oder als Tablette) verabreicht werden.

Genitalherpes: Dauer der Heilung

Bei einem erstmaligen Ausbruch kann es bis zu 3 Wochen dauern, bis die Symptome abgeheilt sind. Ein erneuter Genitalherpes-Ausbruch fällt in der Regel schwächer und kürzer aus als die Ersterkrankung.

Wie man Genitalherpes vorbeugen kann

  • Die Ansteckung mit Genitalherpes erfolgt hauptsächlich über Sexualkontakte. Bei häufig wechselnden Partnern sollten daher immer Kondome als Schutz vor der Krankheit verwendet werden.

  • Ist es zum Kontakt mit infizierter Haut gekommen, kann es hilfreich sein, die Hände zur Prävention einer Ansteckung gründlich zu waschen und zu desinfizieren. Daneben existieren Langzeittherapien, in deren Rahmen rezeptpflichtige Medikamente über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten eingenommen werden.

  • Allgemein hilft es, das Immunsystem zu stärken und für ausreichend Schlaf zu sorgen, um eine Reaktivierung des Virus zu vermeiden.

  • Im Sinne einer gesunden Lebensführung ist Stress zu vermeiden.

  • Wer bereits infiziert ist, sollte ausgedehnte Sonnenbäder meiden sowie sich vor Verbrennungen in Acht nehmen, um einer Reaktivierung des Herpesvirus vorzubeugen.

Quellen

  • Sebastian Suerbaum, Gerd-Dieter Burchard, Stefan H.E. Kaufmann, Thomas F. Schulz (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, 8., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin, Heidelberg : Springer, 2016, S. 554f

  • Chi, Ching-Chi: Herpes labialis; Clinical Evidence, 30 October 2015, Vol.2015

  • https://www.amboss.com/de/wissen/Herpesvirus-Infektionen, 29.04.19

  • https://www.amboss.com/de/wissen/Grundlagen_der_Mikrobiologie_und_Virologie, 29.04.19

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