Wie verläuft eine Chlamydieninfektion

Bei Chlamydien handelt es sich um eine der häufigsten Geschlechtskrankheit. Die Infektion kann Männer und Frauen gleichermaßen betrifft. 

Unbehandelt können sich schwerwiegende und langfristige Komplikationen ergeben.

Doch wie äußert sich die Krankheit und welchen Verlauf nimmt eine Chlamydieninfektion?

Chlamydien-Medikamente

Was sind Chlamydien?

Infektionen mit dem Erreger Chlamydie trachomatis gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Eine Chlamydieninfektion betrifft dabei sowohl Männer als auch Frauen.

Chlamydien bei Frauen

Bei Frauen kann es zu Entzündungen des Gebärmutterhalses sowie der Eileiter und Eierstöcke kommen. Als Langzeitfolgen können sich Unfruchtbarkeit und die Pelvic inflammatory disease (PID) ergeben, welche eine chronische Entzündung des Beckens ist.

Besonders gefährlich ist eine Ansteckung in der Schwangerschaft. Chlamydien können nicht nur Früh- und Fehlgeburten auslösen, sondern unter der Geburt auch auf das Baby übertragen werden, was zu Augenentzündungen, Atemnot und Lungenproblemen führen kann.

Chlamydien bei Männern

Bei Männern zeigen sich Symptome wie Jucken und Brennen beim Wasserlassen sowie ein milchiger Ausfluss aus der Harnröhre. Der Erreger Chlamydia trachomatis hat mehrere Untergruppen mit jeweils eigenen Krankheitsbildern. Vom Serotypen A-C wird das Trachom oder die sogenannte ägyptische Augenkrankheit ausgelöst. Die Serotypen L1-L3 können eine Erkrankung des Lymphsystems verursachen.

Das Vorkommen dieser Arten ist in den Industrienationen selten und auf tropische Länder beschränkt. Im Westen ist Chlamydia trachomatis vom Serotyp D-K verbreitet, der Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane auslöst.
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Die Übertragung von Chlamydien

Die Infektion wird fast ausschließlich beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, wenn ein Sexualpartner infiziert ist. Der Austausch von Körperflüssigkeiten oder der Kontakt mit infizierten Schleimhäuten sorgt für eine Weitergabe der Krankheit.

Speziell der direkte Kontakt mit den Schleimhäuten der Harnröhre, der Vagina sowie des Rektums birgt eine hohe Ansteckungsgefahr. Zudem können Sperma, Urin, Vaginalsekret und andere infektiöse Körperflüssigkeiten bei Oral- und Vaginalverkehr Chlamydien übertragen.

Immer wieder kommt es auch zu einer Ansteckung durch Oralverkehr. Weiterhin kennen Ärzte viele Fälle, in denen eine Infektion durch die gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug erfolgte.

Daneben ist auch eine Übertragung im Schwimmbad möglich, wenn Erreger durch verunreinigtes Badewasser ins Auge gelangen. Derart verursachte Bindehautentzündungen durch Chlamydia trachomatis sind jedoch selten.

Symptome einer Chlamydieninfektion

Chlamydien zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten weltweit. Sie sind gut mit Medikamenten behandelbar, bleiben jedoch häufig unentdeckt. Der Grund: Über die Hälfte aller Chlamydien-Infektionen verläuft symptomfrei.

Kommt es zu Beschwerden, werden diese jedoch meist als harmlos abgetan, da sie nach ein paar Tagen meist wieder von selbst abklingen. Da die meisten Infizierten nichts von ihrer Erkrankungen wissen, verbreiten sich Chlamydien ungehindert. Die Anzeichen einer Erkrankung äußern sich bei den Geschlechtern jeweils unterschiedlich:

Typische Chlamydien-Symptome bei Frauen

  • Juckreiz und Brennen
  • gelblich-eitriger Ausfluss
  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Unterleibsschmerzen
  • Fieber
  • Zwischenblutungen
  • Blutungen nach Geschlechtsverkehr

Typische Chlamydien-Symptome bei Männern

  • Schleimiger/eitriger Ausfluss
  • Jucken der Penisspitze
  • Schmerzen beim Geschlechtsvehrkehr
  • Schmerzen, jucken oder brennen beim Wasserlassen
  • Schmerzen und Schwellungen an den Hoden
  • Bindehautentzündung

Verlauf einer Chlamydieninfektion bei Frauen

Nach einer Inkubationszeit von einer bis maximal sechs Wochen kommt es zu einer eitrigen Harnröhrenentzündung, Brennen beim Wasserlassen sowie zu einem eitrig-gelben Ausfluss aus der Vagina. Zudem können leichte Blutungen beim Geschlechtsverkehr auftreten. Auch Zwischenblutungen, Unterbauchschmerzen und Fieber werden häufig von Patientinnen beschrieben.

Die Infektion macht sich zudem durch eine Entzündung der Schleimhaut des Gebärmutterhalses bemerkbar, die nach und nach in die tieferen Schichten vordringt. Erfolgt keine Behandlung zu diesem Zeitpunkt, steigen die Erreger in die Bauchhöhle auf, wo sie sich auf Eierstöcke und Eileiter ausbreiten.

Es kann in Folge zur sogenannten Pelvic inflammatory disease (PID) kommen. Ein anderer Name für diese schwere Erkrankung, die alle Organe des kleinen Beckens betrifft, lautet Adnexitis.

Eine Spätfolge dieser PID ist ein Verkleben der Eileiter. Die Eizellen haben keine Möglichkeit mehr, zu passieren. Die Folge ist Unfruchtbarkeit oder eine Neigung zu ektopischen Schwangerschaften in Eileiter und Bauchhöhle.

Ist eine Infektion mit Chlamydien ganz weit fortgeschritten, kann es zu einer Entzündung des Bauchfellüberzugs der Leber kommen, dem sogenannten Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom.

Verlauf einer Chlamydieninfektion beim Mann

Beim Mann beträgt die Inkubationszeit etwa zwei bis sechs Wochen, bevor es zu ersten Beschwerden aufgrund der Chlamydieninfektion kommt.

Die Bakterien machen sich immer beim Wasserlassen bemerkbar. Es kann etwa zwei Wochen nach der Ansteckung zu Brennen und einem Druckgefühl in der Harnröhre kommen. Zudem klagen viele Männer über einen weißlichen oder leicht wässrigen Ausfluss aus dem Penis.

Durch die permanenten Reizzustände in der Genitalregion sind Schmerzen beim Geschlechtsverkehr möglich. Bei einer Infektion im Enddarm, die durch Analverkehr hervorgerufen wurde, kann verstärkter Juckreiz sowie ein schleimiger Ausfluss auftreten. Unbehandelt ist ein Aufstieg der Erreger durch die Harnröhre in die Prostata möglich.

Auch die Nebenhoden können betroffen sein. Es kann zu sehr schmerzhaften Entzündungen in dieser Region kommen. Als Spätfolge ergibt sich häufig eine Unfruchtbarkeit. Eine akute Chlamydieninfektion erhöht zudem das Risiko, sich mit einer weiteren sexuell übertragbaren Krankheit wie HIV oder Syphilis zu infizieren.

Wird die Infektion nicht behandelt, können Gelenkentzündungen auftreten. Vor allem Kniegelenke und Sprunggelenke sind häufig betroffen. Daneben werden bei chronisch infizierten Männern verstärkt Entzündungen der Augen und der Bindehaut beobachtet.

Spätfolgen beim Mann werden als Reiter-Syndrom zusammengefasst, das aus reaktiver Arthritis (Gelenkentzündung), Entzündung der Harnröhre (Urethritis) sowie Bindehautentzündung (Konjunktivitis) besteht.

Chlamydien Infektionen schnell online behandeln

Wenn Sie der Meinung sind, sich mit Chlamydien infiziert zu haben, lässt sich die Krankheit gut behandeln. Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die rezeptpflichtig sind.

Je nach Verlauf, wird der Arzt Sie mit Antibiotika behandeln. Dazu stehen Medikamente aus der Gruppe der Makrolide wie Azithromycin, Erythromycin oder Tetrazykline wie Doxycyclin zur Verfügung. Bevor eine Behandlung begonnen wird, sollte die Infektion erst durch einen Test bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Da Geschlechtskrankheiten immer ein sensibles Thema sind, braucht es hier Fingerspitzengefühl und Diskretion. Durch ein standardisiertes Verfahren behandelt Sie der Online-Arzt kompetent und einfühlsam.

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