Der Wirkstoff in Cialis Generika ist Tadalafil
  1. Was ist Tadalafil (Cialis)?
  2. Tadalafil: Wirkung
  3. Tadalafil: Einnahme und Wirkdauer
  4. Cialis vs. Viagra: PDE-5-Hemmer im Vergleich
  5. Ist Tadalafil rezeptfrei erhältlich?
  6. Tadalafil: Dosierung
  7. Tadalafil: Risiken und Nebenwirkungen
  8. Wo wird Tadalafil noch angewendet?
  9. Häufige Fragen zu Tadalafil
Der Wirkstoff in Cialis Generika ist Tadalafil
Auf einen Blick
  • Tadalafil ist der Wirkstoff im Medikament Cialis und einrs der am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe zur Behandlung von Erektionsstörungen.
  • Bei Tadalafil handelt es sich um einen Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer)
  • Im Vergleich zu anderen PDE-5 Hemmern hat Tadalafil mit bis zu 36 Stunden die längste Wirkdauer.
  • In niedriger Dosis kann man Tadalafil auch täglich einnehmen.
  • Tadalafil ist bei Patienten mit bekannten Herzproblemen kontraindiziert.

Was ist Tadalafil (Cialis)?

Der Wirkstoff Tadalafil ist in Cialis und dessen Generika (Nachahmerpräparaten) enthalten und neben Sildenafil, Avanafil und Vardenafil einer der am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe zur Behandlung von Erektionsstörungen.

Der Wirkstoff sorgt dafür, dass der Penisschwellkörper besser durchblutet wird, indem die Gefäße erweitert werden. Dadurch werden Entstehung und Dauer von Erektionen gefördert. Tadalafil löst keine Erektionen aus, sondern begünstigt sie lediglich.

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Tadalafil: Wirkung

Eine männliche Erektion kann sowohl durch mechanische als auch psychische sexuelle Reize ausgelöst werden. Die sexuelle Erregung sendet Nervensignale im Körper aus, die lokal Stickstoffmonoxid freisetzen. Das wiederum wirkt an den Blutgefäßwänden im Schwellkörper des Penis. Dort werden Botenstoffe in den Zellen produziert, die dafür sorgen, dass die Gefäße sich weiten und viel Blut in den Schwellkörper fließen kann: Der Penis wird steif. Speziell handelt es sich um den Botenstoff zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP).

Dieser Botenstoff wird in den Zellen nach einer gewissen Zeit abgebaut, wodurch der Penis wieder erschlafft. Den Abbauprozess bewirkt das Molekül Phosphodiesterase-5 (PDE-5). PDE-5 ist eine von elf verschiedenen PDE-Arten im Körper. Im Menschen ist dieses Molekül speziell im Penisschwellkörper, der Lunge und den Thrombozyten vorhanden.

Tadalafil ist ein PDE-5-Hemmer. Der Stoff verringert den Abbau des cGMP spezifisch an den Gefäßwänden im Penis. Das sorgt lokal für eine bessere Durchblutung und begünstigt das Entstehen von Erektionen. Das Signal bleibt erhalten und der Penis wird nicht schlaff.

Zu beachten ist, dass Tadalafil nur die Entstehung von Erektionen begünstigt oder bereits bestehende Erektionen verlängert. Das Medikament kann keine Erektion auslösen, dafür bedarf es zusätzlich eines sexuellen Reizes.

Tadalafil: Einnahme und Wirkdauer

Tadalafil wird in Tablettenform eingenommen und erreicht nach etwa einer halben Stunde seine maximale Konzentration im Blut. Zu diesem Zeitpunkt entfaltet das Medikament auch seine größtmögliche Wirkung. Danach verarbeitet die Leber den nicht-körpereigenen Stoff langsam, und baut ihn wieder zu unwirksamen Stoffwechselprodukten ab.

Tadalafil hat im Vergleich zu den anderen PDE-5-Hemmern die langanhaltendste Wirkdauer: bis zu 36 Stunden.

Tadalafil wirkt in Situationen psychischer Erregung. Während der Wirkdauer von 36 Stunden kann es zu beliebig vielen Erektionen und auch Ejakulationen kommen. Die Wirkung hält länger an als bei anderen Potenzmitteln. Das Medikament wird deshalb auch als "Wochenendpille" bezeichnet.

Cialis vs. Viagra: PDE-5-Hemmer im Vergleich

Es gibt mehrere Medikamente im Handel, die PDE-5-Hemmer beinhalten. Dazu gehören neben Cialis® (Tadalafil) unter anderem Viagra® (Sildenafil), Spedra® (Avanafil) und Levitra® (Vardenafil).

Sie unterscheiden sich lediglich in ihren pharmakokinetischen Eigenschaften. Das bedeutet, dass sie unterschiedlich schnell wirken. Sie bleiben unterschiedlich lange im Blut, deswegen benötigt man für eine Stunde derselben Wirkung von den jeweiligen Präparaten unterschiedliche Dosierungen.

Übersicht der Wirkung verschreibungspflichtiger Potenzmittel
Wirkstoff Dosierungen Wirkungsdauer Wirkungseintritt Effektivität
Avanafil 50 / 100 / 200 mg ca. 6 Std. nach 15 - 30 Min. bis 59 %
Sildenafil 20 / 25 / 50 / 75 / 100 mg ca. 4 Std. nach ca. 25 Min. bis 80 %
Tadalafil 5 / 10 / 20 mg 24 - 36 Std. nach ca. 30 Min. bis 80 %
Vardenafil 5 / 10 / 20 mg ca. 4 Std. nach 25 - 60 Min. bis 80 %

Tadalafil: Dosierung

Tadalafil erzeugt seine lange Wirkdauer schon bei niedriger Dosierung. Je nach Körperkonstitution wirken die drei erhältlichen Dosen von Tadalafil unterschiedlich (5 mg, 10 mg und 25 mg). Gemäß Empfehlung sollten zunächst 10 mg Tadalafil eingenommen werden. Je nach individueller Reaktion kann die Dosis auf 20 mg oder auf 5 mg angepasst werden. Die Tablette sollte spätestens eine halbe Stunde vor der sexuellen Aktivität eingenommen werden.

Es ist immer besser, mit weniger Wirkstoff zurecht zu kommen, da es sich um einen Arzneistoff mit Nebenwirkungen handelt. Patienten mit einer bekannten Niereninsuffizienz benötigen beispielsweise eine niedrigere Dosis, da ihr Körper Wirkstoffe nur eingeschränkt verarbeiten und ausscheiden kann.

In niedriger Dosierung (2,5 bis 5 mg) ist es möglich, Tadalafil täglich einzunehmen. So entsteht ein konstanter Spiegel des Wirkstoffs im Blut, der sexuelle Unabhängigkeit ermöglicht. Man hat die Möglichkeit, auch spontan sexuell aktiv zu sein. Bei den anderen Indikationen für das Medikament wird die Tablette bis zu zweimal täglich eingenommen.

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Tadalafil: Risiken und Nebenwirkungen

Vor der Einnahme dieser Medikamente sollte immer eine ärztliche Untersuchung erfolgen, insbesondere hinsichtlich des Herzens. Die Einnahme von Tadalafil ist bei Patienten mit bekannten Herzerkrankungen kontraindiziert aufgrund von möglichen Nebenwirkungen bis hin zum Herzinfarkt. Ebenfalls sollte man das Medikament nicht einnehmen, wenn Herzmedikamente, wie z. B. Nitrate, eingenommen werden. Im schlimmsten Fall kann es zu lebensgefährlichen Blutdruckabfällen kommen. Bei Niereninsuffizienz sollte man eine Dosis von 10mg nicht überschreiten. Bisher gibt es noch keine Informationen zur Dosisanpassung bei Leberfunktionsstörungen.

Weitere bekannte Nebenwirkungen:

  • Kopfschmerzen

  • Verstopfte Nase

  • Hautrötungen

  • Verdauungsbeschwerden

  • Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen

Seltene Nebenwirkungen:

Da der Wirkstoff von der Leber abgebaut wird, kann es bei der Einnahme von anderen Medikamenten, die ebenfalls von der Leber abgebaut werden, zu Wechselwirkungen kommen. Das kann dazu führen, dass der eine Wirkstoff vermehrt oder vermindert abgebaut wird und sich anreichert oder nicht seine volle Wirkung entfalten kann. Das ist beispielsweise bei manchen Antibiotika oder Schmerzmitteln der Fall. Ebenso bei Grapefruitsaft.

Wo wird Tadalafil noch angewendet?

Tadalafil findet bei Frauen mit pulmonaler Hypertonie Anwendung. Denn das Signal, welches normalerweise durch die PDE-5 gehemmt wird, führt zur Vasodilatation. Das heißt, dass die Blutgefäße sich erweitern und entspannen. Das sorgt für einen niedrigeren Blutdruck und schont Gefäßwände. Erwachsenen Männern kann Tadalafil außerdem noch bei gutartiger Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) verschreiben werden.

Häufige Fragen zu Tadalafil

Tadalafil wirkt nach etwa 15 bis 30 Minuten und hat im Vergleich zu anderen PDE-5-Hemmern eine lange Wirkdauer von bis zu 36 Stunden.

Tadalafil ist seit 2002 in Deutschland erwerbbar. Aufgrund seiner langen Wirkdauer wird es manchmal als “Wochenendpille” bezeichnet, wobei die Bezeichnung natürlich nicht ganz stimmt. Das Patent lief 2016 aus, seitdem sind zusätzlich günstigere Tadalafil Generika auf dem Markt erhältlich.

Quellen

  • Benedek B: Besser als Viagra und Co? DAZ.online. 2014. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2014/daz-50-2014/besser-als-viagra-und-co (zugegriffen 13. September 2021)

  • Cui Y-S, Li N, Zong H-T, Yan H-L, Zhang Y: Avanafil for male erectile dysfunction: a systematic review and meta-analysis. Asian J Androl 2014; 16: 472–7.

  • Fachinformationen von Spedra®, Viagra®, Cialis®, Levitra®

  • Frajese GV, Pozzi F, Frajese G: Tadalafil in the treatment of erectile dysfunction; an overview of the clinical evidence. Clin Interv Aging 2006; 1: 439–49.

  • Karow T, Lang-Roth R: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2012. 20. Aufl. 2011.

  • Lüllmann H, Mohr K, Wehling M, et al.: Pharmakologie und Toxikologie. Arzneimittelwirkungen verstehen - Medikamente gezielt einsetzen. 18. Aufl. Thieme 2016.

  • Washington SL, Shindel AW: A once-daily dose of tadalafil for erectile dysfunction: compliance and efficacy. Drug Des Devel Ther 2010; 4: 159–71.

  • Wick-Urban B: Erektile Dysfunktion: PDE-5-Hemmer im Vergleich. Pharmazeutische Zeitung online. 2007. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-122007/pde-5-hemmer-im-vergleich/ (zugegriffen 13. September 2021)

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