Erektionshilfen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Etwa jeder fünfte Mann in Deutschland leidet an erektiler Dysfunktion. Erektionsprobleme sind immer noch ein Tabuthema und gehen mit einem hohen Leidensdruck einher. Betroffene suchen nach Möglichkeiten und Ansätzen, um ihre Erektionsstörungen zu behandeln.

Die gängigsten Erektionshilfen sind:

  • Medikamentöse Erektionshilfen
  • Natürliche Erektionshilfen
  • Mechanische Erektionshilfen
  • Mentale Erektionshilfen

Beliebte Potenzmittel

Welche verschiedenen Ansätze gibt es?

Zum einen gibt es medikamentöse Erektionshilfen. Hierzu gehören PDE-5-Hemmer wie das bekannte Mittel Viagra basierend auf dem Wirkstoff Sildeanfil.

Außerdem können natürliche, pflanzliche Präparate vor allem leichte Erektionsstörungen lindern. Zuletzt können noch mechanische Erektionshilfen wie Penispumpen Abhilfe schaffen.

Medikamentöse Erektionshilfen

In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung von Erektionsproblemen mithilfe von Medikamenten, in der Regel den sogenannten PDE-5-Hemmern. Zu dieser Gruppe der Potenzmittel gehören die Wirkstoffe Sildenafil (Viagra & Generika), Tadalfil (Cialis & Generika), Vardenafil (Levitra) und Avanafil (Spedra).

Sie sind in Tablettenform erhältlich und werden etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Sie wirken bei sexueller Stimulation zuverlässig und sorgen dafür, dass der Penis steif wird und bleibt.

Eine weitere medikamentöse Behandlungsmethode ist SKAT. SKAT steht für Schwellkörper-Autoinjektionstherapie. Hierbei wird ein Medikament kurz vor dem Geschlechtsverkehr in den Penis injiziert. Die SKAT-Methode wirkt, im Gegensatz zu PDE-5-Hemmern, auch ohne sexuelle Stimulierung.

Das Arzneimittel Muse wird direkt in die Harnröhre eingeführt. Muse funktioniert ebenso wie SKAT auch ohne sexuelle Stimulation.

All diese medikamentösen Erektionshilfen sollten vorab mit einem Arzt besprochen werden. In 90 Prozent der Fälle können sie die Erektionsprobleme lindern und ein zufriedenstellendes Sexualleben für Betroffene wieder möglich machen.

Natürliche Erektionshilfen

Es existiert eine Reihe an natürlichen Arzneimitteln gegen Impotenz. Vor allem im Internet findet man viele verschiedene Mittel. Die meisten von ihnen sind jedoch nicht besonders wirksam.

Einige natürliche Potenzmittel können jedoch die Erektionsfähigkeit bis zu einem gewissen Maße steigern. So kann beispielsweise Maca bei leichten Erektionsstörungen eine positive Wirkung erzielen. Auch für pflanzliche Erektionshilfen gilt, dass vor der Einnahme ein Arzt konsultiert werden sollte.

Mechanische Erektionshilfen

Die bekannteste und am häufigsten genutzte mechanische Erektionshilfe ist die Penispumpe. Diese wird über den Penis gestülpt. Durch das Pumpen wird ein Vakuum erzeugt, was wiederum zu einer Erektion führt.

Sind Betroffene nicht in der Lage, die Erektion beizubehalten, eignet sich zusätzlich der Einsatz eines Penisrings. Er verhindert, dass zu viel Blut abfließt und so der Penis länger steif bleibt.

Zuletzt wird in besonders schweren Fällen, in denen weder medikamentöse noch mechanische Erektionshilfen eine Besserung schaffen, eine Penisprothese in Erwägung gezogen. Hierbei wird operativ ein Pumpmechanismus in den Penis implantiert.

Dieser kann vor dem Sex ausgelöst werden und so eine Erektion auslösen. Neben den klassischen Risiken einer Operation ist als Nebenwirkung noch anzumerken, dass durch den Einsatz einer Penisprothese der Mann seine natürliche Erektionsfähigkeit für immer verliert.

Mentale Erektionshilfen

In 10 - 20 % der Fälle haben Erektionsprobleme keine organischen Ursachen, sondern psychische. Depressionen, Angst, Stress und psychischer Druck können Impotenz auslösen.

Ist dies der Fall, können Betroffene mit Entspannungstechniken, etwa Meditation, Stress und Druck abbauen und damit die Erektionsstörungen lindern. Der Besuch bei einem Psychotherapeuten kann bei erektiler Dysfunktion mit psychischen Ursachen erfolgsversprechend sein.

Welche Methode ist die beste?

Diese Frage kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Es ist wichtig, die Ursache der Erektionsstörungen ärztlich abzuklären. Je nach Ursache kann dann besprochen werden, welche Erektionshilfe am wirksamsten ist. Aus diesem Grund ist ein Arztbesuch unvermeidlich, auch wenn dieser oft mit Angst und Scham behaftet ist.

Wo bekomme ich Erektionshilfen?

Betroffene sollten bei Erektionsproblemen zuerst einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären. Daraufhin kann gemeinsam entschieden werden, welche Erektionshilfe am besten zur Behandlung der Impotenz ist. Meist stellt der Arzt ein Rezept für ein Medikament, zum Beispiel Sildenafil oder einen anderen PDE-5-Hemmer, aus. Dieses kann dann in der Apotheke abgeholt werden.

Ist der Gang in die Arztpraxis oder die Apotheke unangenehm, kann das Medikament auch über ein Online-Rezept angefordert werden. Die medizinisch relevanten Daten werden hier über einen digitalen Fragebogen erhoben und ein Arzt entscheidet dann, ob ein medikamentöse Behandlung in Frage kommt. Das Rezept wird dann direkt an eine Versand-Apotheke weitergeleitet, die das gewünschte Medikament innerhalb von 1-2 Werktagen zuschickt.

Von dem Kauf von Erektionshilfen aus dem Internet ohne Rezept ist unbedingt abzuraten.
Solche Angebote sind höchst unseriös und illegal. Die angebotenen Mittel können außerdem nicht nur unwirksam, sondern sogar gesundheitsgefährdend sein. Denn sie werden nicht behördlich kontrolliert und meist ist auch die Herkunft unklar.

Außerdem ist das Bestellen von in Deutschland verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne Rezept oder nicht zugelassenen Medikamenten strafbar.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Erektionshilfen?

Die Krankenkassen in Deutschland übernehmen in der Regel die Kosten für medizinisch notwendige Penispumpen und Penisprothesen. Auch wenn eine Psychotherapie ärztlich angeordnet wird, zahlen die Krankenkassen diese.

Medikamente wie PDE-5-Hemmer werden meist nicht bezahlt. Einige private Krankenkassen tun dies aber. Hier lohnt es sich, nachzufragen wie die Kostenübernahme gehandhabt wird.

Erektionsstörung behandeln

OBEN