Halsschmerzen
  1. Was sind Halsschmerzen?
  2. Begleitsymptome von Halsschmerzen
  3. Ursachen für Halsschmerzen
  4. Behandlung von Halsschmerzen
  5. Halsschmerzen vorbeugen
  6. Häufige Fragen zu Halsschmerzen
Halsschmerzen

Halsschmerzen können durch Infektionen, Allergien, Klimafaktoren oder Reizstoffe ausgelöst werden.

Halsschmerzen sind ein Symptom und damit keine eigenständige Krankheit. Häufige Ursachen sind Erkältungen und Mandelentzündungen.

Auf einen Blick
  • Meist werden Halsschmerzen durch eine Infektion ausgelöst
  • Zu den häufigsten Ursachen gehören Erkältung, Grippe und Mandelentzündung
  • Man muss Halsschmerzen nicht unbedingt medikamentös behandeln, aber wenn Begleitsymptome auftreten, ist die ärztliche Abklärung ratsam
  • Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks, wie z. B. viel trinken oder Halswickel kann man zu Hause viel bewirken

Was sind Halsschmerzen?

Halsschmerzen werden meist durch Infektionen ausgelöst. Eine Halsinfektion kann lokal im Rachen-, Mandel-, Kehlkopf- und Kehldeckelbereich auftreten. Auch Allergien, Klimafaktoren oder reizende Umweltstoffe können Auslöser für Halsschmerzen sein. Eine ärztliche Abklärung wird in der Regel erst mit Auftreten von Begleitsymptomen oder bei anhaltenden starken Schmerzen notwendig. In vielen Fällen können Hausmittel bei Halsschmerzen bereits ausreichend Linderung verschaffen.

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Begleitsymptome von Halsschmerzen

Infektionen im Hals- und Rachenraum können weitere Beschwerden als Halsschmerzen auslösen. Die Schmerzen können beispielsweise bis in die Ohren ausstrahlen und dort durch Druck weitere Schmerzen verursachen. Halsschmerzen können mit Mundgeruch einhergehen. Die Stimme kann belegt oder heiser sein oder komplett versagen.

Je nach Ursache können weitere Symptome auftreten.

Diese Beschwerden treten häufig zusammen mit Halsschmerzen auf:

Wann sollte ich mit Halsschmerzen zum Arzt?

Haben Sie Halsschmerzen, aber ansonsten keinerlei Begleitsymptome? Dann können Sie zunächst einmal durch ein paar Tricks zur Selbsthilfe versuchen, die Schmerzen von zu Hause aus zu lindern. Bei einer Erkältung zum Beispiel klingen die Halsschmerzen in der Regel innerhalb weniger Tage ab. Auch kann der Körper manchmal selbstständig eine Mandelentzündung abwehren.

Treten allerdings neben den Halsschmerzen weitere Begleitsymptome auf, kann je nach Symptom ein Arztbesuch notwendig werden.

Bei diesen Begleitsymptomen sollten Halsschmerzen ärztlich abgeklärt werden:

  • Brustschmerzen

  • Fieber (länger als 3 Tage oder über 39 °C)

  • Verschlimmerung der Schmerzen

  • Atemnot

  • Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes (Kiefersperre)

  • Weißlich-gelbe Beläge auf den Mandeln

  • Schüttelfrost

  • Starker Mundgeruch

  • Übelkeit, Erbrechen

  • Schmerzhaft vergrößerte Lymphknoten im Hals- oder Nackenbereich

  • Schlimme Schluckprobleme

  • Benommenheit

  • Bauchschmerzen

Das sind nur einige mögliche Begleitsymptome. Sie kennen sich selbst am besten und können einschätzen, wann Sie zur weiteren Abklärung einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen möchten.

Halsschmerzen
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Ursachen für Halsschmerzen

bildliche Darstellung

Krankheiten mit Halsschmerzen

Viele Erkrankungen gehen mit Halsschmerzen einher. Dazu gehören u. a.:

  • Erkältung (grippaler Infekt)

  • Grippe (Influenza)

  • Rachenentzündung (Pharyngitis)

  • Mandelentzündung (Tonsillitis)

  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

  • Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)

  • Pfeiffersches Drüsenfieber

  • Scharlach

  • Abszesse im Mund- und Rachenraum

Arten von Halsentzündungen

Rachenentzündung
(Pharyngitis)

Symptome: typische Erkältungssymptome wie Halskratzen, Schluckbeschwerden, Husten, evtl. Fieber, Kopfschmerzen, Mundgeruch

Behandlung: viel trinken, abschwellendes Nasenspray, Halswickel

Kehlkopfentzündung
(Laryngitis)

Symptome: Heiserkeit, Reizhusten, Halsschmerzen, evtl. Fieber, weitere Erkältungssymptome

Behandlung: Stimme schonen, inhalieren, viel trinken, nicht Rauchen, abschwellendes Nasenspray

Mandelentzündung
(Tonsillitis oder Angina tonsillaris)

Symptome: allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber, Kopfschmerzen, Husten, starke Halsschmerzen mit belegten/eitrigen Mandeln, Schluckbeschwerden, Mundgeruch

Behandlung: bei bakterieller Infektion kann ein Antibiotikum verabreicht werden, viel trinken, Halswickel, gurgeln mit Salbeitee, nicht Rauchen, weiche Kost essen

Kehldeckelentzündung
(Epiglottitis)

Symptome: plötzliches Einsetzen der Symptome, hohes Fieber, Hals- und Schluckschmerzen, erhöhter Speichelfluss, kloßige Sprache, Atemnot mit Atemgeräusch, kein Husten

Behandlung: bei Verdacht sofort ein Krankenhaus aufsuchen, da Gefahr von Atemnot und Ersticken besteht! Anschließende Behandlung mit Antibiotika und abschwellenden Medikamenten

Behandlung von Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen ist es wichtig, die Ursache zu identifizieren und diese zu behandeln. Symptomatische Linderung können rezeptfreie Lutschpastillen aus der Apotheke bringen.

Gegen sehr starke Schmerzen können vorübergehend Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden, wobei Ibuprofen aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung zu bevorzugen ist. Antiseptische Mundspülungen, z. B. mit dem Wirkstoff Chlorhexamed, können zur Desinfektion im Mundraum eingesetzt werden. In vielen Fällen helfen Hausmittel gegen Halsschmerzen auch sehr gut.

Hausmittel gegen Halsschmerzen

Es gibt einige Möglichkeiten, mit denen man Halsschmerzen zu Hause behandeln kann.

  • Schleimhaut wird befeuchtet
  • Unterstützung des Halses bei der Selbstreinigung und Abwehr von Krankheitserregern
  • Schleimhaut wird befeuchtet
  • Kamille wirkt desinfizierend und fördert die Heilung von Irritationen im Hals
  • Schals und Halstücher halten den Hals warm
  • Halswickel mit feuchten Tüchern können den Effekt verstärken
  • Vermehrter Speichelfluss begünstigt Heilung
  • Enthaltene Pflanzenstoffe können gegen Erreger schützen und die Reizung mindern

bildliche Darstellung

Halsschmerzen vorbeugen

Einen 100-prozentigen Schutz gegen Halsschmerzen gibt es nicht, da die Ursachen so vielfältig sind. Hilfreich ist es, den Hals in den Wintermonaten mit Schals oder Halstüchern möglichst warm zu halten, da kalte Schleimhäute anfälliger für Viren sind. Bewegung an der frischen Luft und ausgewogene Ernährung unterstützen das Immunsystem.

Auch bei Minustemperaturen sollten Wohn- und Büroräume ausreichend gelüftet werden, dazu eignet sich am besten die Stoßlüftung. Viel trinken hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.

Weitere Maßnahme ist das Meiden von Allergenen und Reizstoffen. Dazu zählt der Rauchverzicht oder bei Heuschnupfen-PatientInnen die Einnahme antiallergischer Medikamente.

Häufige Fragen zu Halsschmerzen

Tee mit Honig lindert die Halsschmerzen, weil er die Schleimhäute benetzt und vor Erregern schützt. Gurgeln mit Kamillentee begünstigt die Heilung von Halsinfektionen und lindert die Reizung. Frischer Ingwer und Zitrone unterstützen das Immunsystem bei der Bekämpfung von Infektionen. Auch Halswickel und Lutschtabletten können schnelle Besserung bewirken.

Bei starken Beschwerden sollten die Halsschmerzen ärztlich abgeklärt werden, da die Schmerzen auch auf eine lebensbedrohliche Kehldeckelentzündung hindeuten können. Zur eigenständigen Behandlung der Schmerzen eignen sich leichte Schmerzmittel (mit Ibuprofen oder Paracetamol), Tee mit Honig, Kamillentee oder antiseptische Spülungen zum Gurgeln, Lutschpastillen und Halswickel.

Halsschmerzen sind, wie der Name schon sagt, vorwiegend im Hals lokalisiert. Sie können auch ausstrahlen und so u. a. Ohrenschmerzen auslösen. Oft sind ein leichtes Kratzen im Hals oder Schluckbeschwerden die ersten Anzeichen für Halsschmerzen im Rahmen einer Erkältung.

In den allermeisten Fällen deuten isolierte Halsschmerzen auf eine beginnende Erkältung hin. Manchmal weisen sie auch auf eine Mandelentzündung hin. Bei hohem Fieber, Atemnot oder unklaren Begleitsymptomen ist eine ärztliche Abklärung dringend empfohlen.

Das hängt von der Art des Halsschmerzes ab, und ob Sie sich auskurieren. Bei einer Erkältung beispielsweise klingen die Halsschmerzen normalerweise nach wenigen Tagen wieder ab. Bei einer Mandelentzündung kann es aber durchaus auch ein paar Tage länger dauern.

Halsschmerzen sind kein direkter Hinweis auf COVID-19-Erkrankungen, können aber nach Infektionen mit Coronaviren auftreten. Hauptsymptome von COVID-19 sind Husten und Fieber, ein markantes und häufiges Begleitsymptom bei COVID-19 ist der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn.

Diese Beschwerden treten häufig zusammen mit Halsschmerzen auf: Schluckbeschwerden, Husten, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, vergrößerte Lymphknoten, Fieber.

Halsschmerzen können, je nach Ursache, auch gefährlich werden. Ist die Ursache zum Beispiel eine Epiglottitis (Kehldeckelentzündung), kann es binnen weniger Stunden zum Zuschwellen des Kehlkopfes kommen. Das ist lebensgefährlich, weil die Atemwege dadurch blockiert sind und die Gefahr des Erstickens besteht. In dieser Situation müssen Sie sich umgehend zur Behandlung in die Notaufnahmen begeben.

Quellen

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