Inhaltsverzeichnis
  1. Orale Allergietabletten werden oft bei chronischen allergischen Reaktionen verwendet
  2. Welche Antihistaminika gibt es? H1- und H2 Rezeptor
  3. Indikationen von H1-Antihistaminika
  4. Indikationen von H2-Antihistaminika
  5. Wie läuft eine allergische Reaktion ab?
  6. Wie wirken Antihistaminika?
  7. Nebenwirkungen von Antihistaminika
  8. Natürliche Antiallergika
  9. Antihistaminika zusammengefasst

Antihistaminika sind Wirkstoffe, die meist in Tablettenform eingenommen werden und u. a. zur Behandlung von Allergien angewendet werden. Wenn es im Rahmen einer allergischen Reaktion zu einer Freisetzung von Histamin kommt, können die sog. Histaminblocker eine antiallergische Wirkung entfalten und dadurch die Beschwerden lindern.

Das Wichtigste für Sie zusammengefasst:

  • Antihistaminika unterscheiden sich in zwei verschiedene Gruppen, die unterschiedliche Histaminrezeptoren als Ziel haben
  • Sie blockieren die Bindungsstelle des Histamins an den Rezeptor, sodass dessen Allergie-vermittelnde Wirkung ausbleibt
  • Wer bei der Behandlung zunächst auf Medikamente verzichten möchte, kann auf natürlich Alternativen wie Vitamin C, Zink, Calcium oder Quercetin zurückgreifen


Informationen über Antihistaminika

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Heuschnupfen: Arten & Ursachen
Heuschnupfen: Arten & Ursachen

Etwa 15 % der Deutschen leiden irgendwann im Leben an Heuschnupfen. Verursacht wird dieser durch eine Überreaktion des Immunsystems auf Fremdkörper. Warum der Körper so reagiert ist bis heute ungeklärt.

Die besten Heuschnupfenmittel
Die besten Heuschnupfenmittel

Viele Menschen haben nur wenig Freude daran, wenn es draußen zu grünen beginnt. Grund dafür sind die Pollen in der Luft, denn es beginnt die Zeit der allergischen Rhinitis. Abhilfe können einige Medikamente aber mitunter auch Hausmittel schaffen.

Welche Symptome treten bei Heuschnupfen auf?
Welche Symptome treten bei Heuschnupfen auf?

Bei heftigem Schnupfen im Frühjahr oder Sommer ist häufig eine Allergie die Ursache. Zu den klassischen Anzeichen gehört der namensgebene Schnupfen, der sich zumeist durch beständigen Sekretfluss in klarer Farbe äußert. Aber auch andere Beschwerden können auf eine Allergie hinweisen.

Antihistaminika zusammengefasst

Häufig gestellte Fragen

Ein Antihistaminikum ist ein Medikament, das die Bindung des Histamins an die Histamin-Rezeptoren blockiert. Bei den H1-Antihistaminika wird dadurch die allergische Reaktion abgeschwächt. Bei den H2-Antihistaminika führt die Blockade zu einer Senkung der Produktion von Magensäure.

H1-Antihistaminika der ersten Generation sind dafür bekannt Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Mundtrockenheit und erhöhte Herzfrequenz hervorzurufen. Bei den H1-Antihistaminika der zweiten Generation treten diese Nebenwirkungen kaum noch auf. H2-Histaminika sind nur noch Therapiemittel zweiter Wahl bei Refluxerkrankungen, da ein anderer Wirkstoff gefunden wurde, der wirksamer ist und weniger Nebenwirkungen verursacht.

H1-Antihistaminika der ersten Generation wird eine solche Nebenwirkung nachgesagt. Es gibt aber mittlerweile H1-Antihistaminika der zweiten Generation, bei denen diese Nebenwirkungen kaum noch auftreten.

Ja, Antihistaminika sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Quellen

Leben mit Ohne (28.11.2018). Sieben natürliche Antihistaminika, die du kennen musst. Unter https://www.leben-mit-ohne.de/sieben-natuerliche-anti-histaminika-die-du-kennen-musst/ [aberufen am 21.05.2020]

Allergieberatung (22.01.2020). 5 natürliche Antihistaminika, die Allergiker kennen sollten. Unter https://www.allergieberatung.de/5-natuerliche-antihistaminika-die-allergiker-kennen-sollten [abgerufen am 21.05.2020]

Dr. med. Sommer, A. (o. J.). Antihistaminika. Unter https://cara.care/de/behandlung/medikamente/antihistaminika/ [abgerufen am 21.05.2020]

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Amboss (20.05.2020). Allergische Erkrankungen. Unter https://www.amboss.com/de/library#xid=ek0x5T&anker=Zac10a4b9f3b3ad0257eb976beaceca63 [abgerufen am 21.05.2020]

Amboss (08.05.2020). Gewebshormone. Unter https://www.amboss.com/de/library#xid=V60GPS&anker=Z7f56f301cc71053d1a2d5b2e19ddba0f [abgerufen am 21.05.2020]

Amboss (29.04.2020). Antihistaminika. Unter https://www.amboss.com/de/library#xid=Pm0Wfg&anker=Z46eae2aada83a469edb6cfac53565519 [abgerufen am 21.05.2020]

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Simons, F.E.R., Simons, K.J. (2011). Histamine and H1-antihistamines: Celebrating a century of progress. The Journal of Allergy and Clinical Immunology, 128 (6):1139-1150, unter: https://doi.org/10.1016/j.jaci.2011.09.005

Offermanns S. (2016). Antiphlogistika und Antiallergika. In: Pharmakologie und Toxikologie. Springer-Lehrbuch. Springer, Berlin, Heidelberg, Online ISBN 978-3-662-46689-6, unter: https://doi.org/10.1007/978-3-662-46689-6_24

E. Schlicker (2013), Kapitel 6 - Pharmakologie des Histamins, Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie (Elfte Ausgabe), Urban & Fischer, Pages 199-206, ISBN 9783437425233, unter https://doi.org/10.1016/B978-3-437-42523-3.00006-3

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