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Inhaltsverzeichnis
  1. Wann sollte man sich testen lassen?
  2. Welche Tests sind geeignet?
  3. Positives Testergebnis - und dann?
  4. Haben Sie noch keine Diagnose?

Die Chlamydieninfektion ist die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung in Deutschland. Da die Erkrankung in vielen Fällen symptomlos verläuft, bleibt sie oft unerkannt und wird nicht behandelt.

Dabei sind Chlamydien in der Regel gut mit Antibiotika behandelbar. Eine Therapie sollte aber erst nach einer entsprechenden Diagnose mithilfe eines Tests erfolgen.

Infektionen mit Chlamydien erfolgen nicht nur durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Sie können auch während der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Daher ist der Chlamydientest Teil der gesetzlichen Schwangerschaftsvorsorge.

Männer werden hingegen bisher nur bei konkretem Verdacht auf eine Infektion getestet.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Chlamydien können mittels Abstrich, Urintest oder Bluttest nachgewiesen werden.
  • Mit Hilfe von Heimtest-Kits können die Proben auch zu Hause selbst durchgeführt werden.
  • In der Regel müssen die Kosten selbst getragen werden. Für Frauen bis 25, Schwangere gehört das Screening zu den gynäkologischen Standarduntersuchungen.
  • Bei akuten Verdachtsfällen werden die Kosten auch für Männer von den Krankenkassen übernommen.
Haben Sie noch keine Diagnose?
Haben Sie noch keine Diagnose?

Haben Sie Verdacht auf Chlamydien? Sprechen Sie doch per Telefon oder Video mit unseren Ärzten oder erhalten Sie ein Rezept, indem Sie unseren medizinischen Fragebogen ausfüllen.

Diagnose von Chlamydien
Diagnose von Chlamydien

Bei Frauen werden Abstriche der Scheide oder des Gebärmutterhalses als Untersuchungsmaterial empfohlen.

Behandlung der Chlamydieninfektion
Behandlung der Chlamydieninfektion

Wie werden Chlamydien behandelt

So verläuft eine Infektion mit Chlamydien
So verläuft eine Infektion mit Chlamydien

Nach einer Inkubationszeit von bis zu drei Wochen kann die Chlamydieninfektion Symptome wie Brennen beim Wasserlassen verursachen.

Quellen

  • Bremer et al.: Infektionen mit Chlamydia trachomatis (Sk2-Leitlinie). Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.. Stand August 2016. Abgerufen am 16.10.2019.
  • Robert Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Chlamydiosen_Teil1.html. Abgerufen am 16.10.2019.
  • Bundesamt für Gesundheit (BAG) Schweiz: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/p-und-p/richtlinien-empfehlungen/sexuell-uebertragene-infektionen-mit-chlamydia-trachomatis.pdf.download.pdf/sexuell-uebertragene-infektionen-mit-chlamydia-trachomatis.pdf. Abgerufen am 16.10.2019.
  • HIV & more: https://www.hivandmore.de/archiv/2016-2/kontinuierliche-ueberwachung-ist-notwendig.shtml. Abgerufen am 16.10.2019.
  • Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/80779/Chlamydia-Trachomatis-Screening-Erfolgreiche-Umsetzung-steht-noch-aus. Abgerufen am 16.10.2019.
  • Lunny et al.: Self-Collected versus Clinician-Collected Sampling for Chlamydia and Gonorrhea Screening: A Systemic Review and Meta-Analysis. PLoS One. 2015 Jul 13;10(7):e0132776.
  • Wiesenfeld: Screening for Chlamydia trachomatis Infections in Women. N Engl J Med. 2017 Feb 23;376(8):765-773.
  • Pillay et al.: Screening for chlamydia and/or gonorrhea in primary health care: protocol for systematic review. Syst Rev. 2018 Dec 26;7(1):248.
  • S2k-Leitlinie: Infektionen mit Chlamydia trachomatis
  • https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/059-005l_S2k_Chlamydia-trachomatis_Infektionen_2016-12.pdf Abgerufen am 17.10.2019.
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