Es ist eine Hand in einem medizinischen, blauen Handschuh zu sehen, die eine Blutprobe hält.
  1. 1. Wann sollte man sich auf Geschlechtskrankheiten testen?
  2. 2. Welcher Arzt testet Geschlechtskrankheit?
  3. 3. Wie lange dauert ein STI-Test?
  4. 4. Wie viel kostet ein STI-Test?
  5. 5. Wie lässt man sich auf Geschlechtskrankheiten testen?
Es ist eine Hand in einem medizinischen, blauen Handschuh zu sehen, die eine Blutprobe hält.

Geschlechtskrankheiten sind für viele weiterhin ein Tabuthema. Beim Telefonat mit den Eltern würde man wohl eher nicht darüber sprechen, dass man sich mit Genitalherpes angesteckt hat. Man würde aber durchaus erwähnen, dass man sich gerade von einer Erkältung erholt. Durch die Verschwiegenheit zur Thematik beschäftigen die meisten Menschen sich erst mit der sexuellen Gesundheit, wenn Symptome auftreten oder ein sexueller Kontakt positiv auf eine Geschlechtskrankheit getestet wird. Wann haben Sie sich das letzte Mal auf Geschlechtskrankheiten testen lassen? Wann ist es überhaupt sinnvoll, sich zu testen? Wo kann man Tests auf Geschlechtskrankheiten durchführen lassen und was kostet das? Fernarzt beantwortet Ihre Fragen!

1. Wann sollte man sich auf Geschlechtskrankheiten testen?

Konsultieren Sie einen Arzt oder eine Ärztin bei folgenden Symptomen und lassen Sie sich gezielt auf Geschlechtskrankheiten testen:

  • Ungewöhnlicher Ausfluss aus Harnröhre, Penis, Vagina oder After

  • Schmerzen beim Wasserlassen

  • Juckreiz im Intimbereich

  • Bläschen oder Verletzungen der Haut oder Schleimhäute im Genital- oder Analbereich

Frauenärztin im Gespräch mit einem Patienten bei einer telemedizinischen Video-Sprechstunde.
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Außerdem ist ein Test zu empfehlen, insofern eine Geschlechtskrankheit bei einer Person nachgewiesen wird, mit der Sie sexuellen Kontakt hatten.

In Präventionskampagnen wird homosexuellen Männern geraten, sich mindestens einmal jährlich auf Geschlechtskrankheiten, insbesondere Tripper, Chlamydien und Syphilis, testen zu lassen. Gleiches gilt für Personen mit häufig wechselnden SexualpartnerInnen. Bei über 10 PartnerInnen im Jahr wird empfohlen, sich zweimal jährlich auf Geschlechtskrankheiten zu testen.

Aber auch bei monogamen Beziehungen ist ein Test auf sexuell übertragbare Infektionskrankheiten (STI) sinnvoll. Nämlich dann, wenn beide PartnerInnen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben möchten, da beispielsweise auf andere Weise verhütet wird oder ein Kinderwunsch besteht.

Da viele Geschlechtskrankheiten symptomfrei verlaufen, dem ungeborenen Kind jedoch schaden können, wird schwangeren Frauen zum Test auf Geschlechtskrankheiten geraten. Standardmäßig werden schwangere Frau nach Beratung auf HIV, Syphilis und Hepatitis B getestet. Es empfiehlt sich zusätzlich einen Test auf Chlamydien anzufordern. Geschlechtskrankheiten können bei der Geburt auf das Kind übertragen werden oder eine Früh- oder Fehlgeburt auslösen.

2. Welcher Arzt testet Geschlechtskrankheit?

Diese Ärzte können bei (einem Verdacht auf) Geschlechtskrankheiten helfen:

  • FachärztInnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie und Venerologie)
  • FrauenärztInnen (Gynäkologie)
  • UrologInnen
  • HautärztInnen (Dermatologie)
  • HausärztInnen (Allgemeinmedizin)

3. Wie lange dauert ein STI-Test?

Die Probenentnahme dauert nur wenige Minuten. Für einige Geschlechtskrankheiten gibt es Schnelltests. Hier erhält der Patient oder die Patientin am gleichen Tag, meist innerhalb von Minuten ein Ergebnis. Schnelltestverfahren gibt es beispielsweise für HIV, Syphilis und Hepatitis C. Beim Chlamydien-Test sowie bei Tripper-Verdacht werden Abstriche entnommen und im Labor untersucht. Hier können oft mehrere Tage beansprucht werden.

4. Wie viel kostet ein STI-Test?

Insofern Grund zur Annahme besteht, dass ein Patient oder eine Patientin an einer Geschlechtskrankheit erkrankt ist, werden die Kosten für den Test von der Krankenkasse übernommen. Dies ist der Fall, wenn PatientInnen Symptome aufzeigen oder sexueller Kontakt zu einer positiv getesteten Person bestand. Ohne konkreten Verdacht fallen STI-Test unter die IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen). Die Kosten für die Zusatzleistungen sind nicht genormt. Sie werden nach Aufwand berechnet. Die Preise für die STI-Tests variieren daher sehr stark, je nachdem welche Krankheiten man testen möchte. Die Preisspanne je getesteter Krankheit bewegt sich etwa zwischen 15 und 120 Euro, je nach Komplexität der Testmethode. In Gesundheitsämtern und Aidshilfen werden häufig kostenlose Tests auf Geschlechtskrankheiten angeboten oder gegen eine geringe Gebühr. Schnelltests für Zuhause können für etwa 20 Euro erworben werden. Diese sind jedoch deutlich unpräziser als Selbsttests, bei denen zu Hause eine Probe genommen und diese zur Analyse an ein Labor gesendet wird. Diese Selbsttests für Geschlechtskrankheiten kosten, je nach Umfang, etwa 40 bis 130 Euro.

Selbsttest für zu Hause: STI (Geschlechtskrankheiten) Test von cerascreen bei Fernarzt.
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5. Wie lässt man sich auf Geschlechtskrankheiten testen?

Geschlechtskrankheiten werden durch verschiedenste Erreger ausgelöst, u. a. Bakterien, Viren oder Parasiten. Dementsprechend unterschiedlich sind die Tests.

STI durch Viren:
  • HIV/AIDS
  • Genitalherpes
  • Genitalwarzen bzw. Feigwarzen
  • Hepatitis B
STI durch Bakterien:
  • Syphilis
  • Gonorrhö bzw. Tripper
  • Chlamydieninfektionen
  • Weicher Schanker (Ulcus molle)
STI durch Parasiten:
  • Trichomoniasis
  • Filzlausbefall
  • Krätze
Krankheiten, die u. a. durch Geschlechtsverkehr übertragen werden können:
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Candidose
  • Bakterielle Vaginose

Übliche Testverfahren sind Blickdiagnose, Abstriche der Schleimhäute oder eine Untersuchung von Urin- und Blutproben. Für den HIV-Schnelltest braucht es nur einen Tropfen Blut. Die ÄrztInnen entnehmen den Blutstropfen aus einer Fingerkuppe mit einer Stechhilfe. Ist der Schnelltest positiv erfolgt ein weiterer Bestätigungstest, für den eine Blutabnahme erforderlich ist.

Quellen

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