Wie sicher ist die Pille?

Die Pille ist eines der sichersten Verhütungsmittel weltweit, wenngleich ein 100-prozentiger Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft niemals gewährleistet werden kann.

Dabei haben die Antibabypillen, bei richtiger Anwendung, einen Pearl-Wert von 0,1 bis 0,9. Anzumerken gilt, dass der sogenannte Pearl-Index die Sicherheit einer Verhütungsmethode anhand von Zahlen veranschaulicht.

Er veranschaulicht wie viele von 100 Frauen die das gleiche Verhütungsmittel einsetzten innerhalb von 12 Monaten schwanger werden.
Das heißt der niedrigste Wert beschreibt die höchste Sicherheit.

Beliebte Pillen

Wie wirkt eigentlich die Pille?

Die Wirkung der Pille lässt sich nicht pauschal bestimmen. Generell gibt es unterschiedliche Arten von Antibabypillen. So gibt es Präparate, die lediglich ein Hormon enthalten und Präparate, die auf eine Kombination unterschiedlicher Hormone beruhen.

Während manche Pillen den Eisprung verhindern, verhindern andere das Einnisten einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter. Auf der anderen Seite gibt es Pillen, die den Schleim innerhalb des Gebärmutterhalses so verändern, dass Spermien gar nicht erst aufsteigen können.

Welches Präparat für Sie infrage kommt, kann Ihnen am Besten Ihr behandelnder Gynäkologe erklären. Alternativ füllen Sie einfach unseren Online-Fragebogen aus und beantragen direkt das Rezept für Ihre gewünschte Pille.

Die richtige Einnahme entscheidet

Prinzipiell genügt es jedoch nicht, das Hormonpräparat hin und wieder einzunehmen. Die Pille muss täglich, idealerweise zur nahezu selben Uhrzeit, eingenommen werden, damit sie den bestmöglichen Schutz entfalten kann. Ausnahmen sind die 7-tägigen Pillenpausen die Teil des Einnahmezyklus sind.

Darüber hinaus gibt es einige weitere Kriterien, die die Wirksamkeit der Antibabypille nachteilig beeinflussen.

Unter anderem zählt die Einnahme von Antibiotika zum relevanten Faktenkreis. Diverse Medikationen können Wechselwirkungen verursachen, welche wiederum die Wirkung der Pille beeinflussen. Im Falle einer Erkrankung, welche eine Behandlung mit Antibiotika erfordert, sollte zwingend der Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden.

Ferner können Durchfall oder Erbrechen die Wirksamkeit der Pille beeinflussen. Hier im Besonderen, da über die Ausscheidungen notwendige Wirkstoffe verloren gehen.

Nebenwirkungen der Antibabypille

Wie jedes andere Medikament auch, kann die Pille unterschiedliche Nebenwirkungen verursachen. Schwerwiegende Auffälligkeiten sind jedoch äußerst selten. Erwähnenswert seien jedoch Zwischenblutungen, die im Besonderen innerhalb der ersten Monate auftreten können.

Relevant ist zudem eine mögliche Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Übelkeit und Erbrechen sowie Migräne und Depressionen. Auch Wassereinlagerungen zählen zu den potenziellen unerwünschten Wirkungen der Pille.

Es besteht außerdem ein erhöhtes Risiko, an Venenthrombosen, Schlaganfällen oder Herzinfarkten zu erkranken, insbesondere bei Raucherinnen ab einem Alter von 35 Jahren. Das Thromboserisiko liegt je nach Präparat bei ca. bis zu 12 von 10.000 Anwenderinnen.

Hilfe: Pille vergessen - was tun?

Sollte die Pille tatsächlich einmal vergessen werden, gilt es die Einnahme in der Folge wie gewohnt fortzusetzen. Allerdings sollte vorerst durch ein weiteres Verhütungsmittel, etwa ein Kondom, auf Nummer sicher gegangen werden.

Sofern die Pille zu spät eingenommen wird, es sich allerdings um einen Zeitraum von weniger als zwölf Stunden handelt, kann die Pille einfach nachgenommen werden. In aller Regel sollte der Schutz durch ein einmaliges zu spät nehmen nicht verloren gehen.

Ein Wort zur Pillenpause: Manche Patientinnen befürchten, die Pillenpause würde sich nachteilig auf die Empfängnisverhütung auswirken. Allerdings wirkt sich die Pillenpause, welche alle drei Wochen für eine Woche erfolgt, nicht auf den Schutz der Verhütungsmethode aus. Sie ist kein Faktor, um trotz Pille schwanger zu werden.

Fazit: Pille ja oder nein? Die Pille ist allgemein sicher.

Für den Fall, dass Sie nicht schwanger werden wollen und diesbezüglich eine sichere Verhütungsmethode suchen, ist die Pille eine empfehlenswerte Variante der Empfängnisverhütung.Dabei ist nicht nur die Sicherheit der Pille erwähnenswert, sondern ebenso weitere Vorteile, wie etwa die Regelmäßigkeit des Zyklus.

Bedenken sollten Sie jedoch, dass die Pille ausschließlich vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt. Einen Schutz vor Geschlechtskrankheiten und weitere sexuell übertragbare Infektionen bietet dagegen nur das Kondom. Zur ausschließlichen Schwangerschaftsverhütung eignet sich die Pille als einer der Spitzenreiter auf dem Pearl-Index aber definitiv.

Jetzt Fragebogen ausfüllen und das optimale Präparat finden

Wir von Fernarzt bieten Ihnen die Möglichkeit, einen medizinischen Fragebogen online auszufüllen.

Dieser wird an einen zugelassenen Arzt weitergeleitet, welcher prüft, ob das Rezept für das ausgewählte Medikament im Sinne Ihrer Gesundheit für Sie ausgestellt werden kann. Bei erfolgreicher Rezeptausstellung wird die Antibabypille direkt an Sie versendet.

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