Führt häufige Masturbation zu Impotenz?

Sexualität ist heute kein gesellschaftliches Tabuthema mehr, doch noch immer steckt das Vorurteil in den Köpfen, dass durch Masturbation Impotenz gefördert werde. Die moderne Wissenschaft hat dieses Ammenmärchen längst widerlegt. Stattdessen werden die gesundheitsfördernden Aspekte von Sex herausgestellt.

Die Ursachen von Impotenz liegen nicht in häufigen Orgasmen begründet. Das betrifft nicht nur den Höhepunkt beim Geschlechtsverkehr, sondern auch bei der Selbstbefriedigung. So lange die Lust auf sich selbst keine Einschränkungen im Alltag verursacht, kann ein Mann im Grunde schalten und walten wie er möchte.

Kürzertreten ist nur dann angesagt, wenn durch das häufige Masturbieren an Penis und Eichel Verletzungen oder Schmerzen entstehen. Oder aber der Drang zur Selbstbefriedigung sich zu einer Art Sucht entwickelt und Beziehungsprobleme mit sich bringt.

Beliebte Potenzmittel

Masturbation und übermäßiger Pornokonsum können problematisch sein

Die Ursachen für Impotenz sind nicht in regelmäßiger Selbstbefriedigung zu suchen. Positive Effekte der Masturbation zeigen sich in einer verbesserten Schlafqualität und einem entspannteren Umgang mit belastenden Alltagssituationen. Ein negativer Effekt durch Selbstbefriedigung auf die Erektionsfähigkeit ist aber nicht völlig auszuschließen.

Das liegt darin begründet, dass die Erektion durch bestimmte Stimulationen zustande kommt. Fixiert sich ein Mann auf spezielle Anreize, kann es Schwierigkeiten mit der Erektion geben, sobald diese ausbleiben. Diese Problematik trifft häufig im Zusammenhang mit übermäßigem Pornokonsum auf und kann sich auf die reale Beziehung negativ auswirken.

Männer sollten dann daran arbeiten, ihre Technik der Selbstbefriedigung umzustellen. Auf der anderen Seite kann der häufige Konsum der Filme auch ein Abstumpfen gegen diese Reize bewirken, sodass es schwieriger wird, eine Erektion zu bekommen.

Bleibt die Erektionsstörung bestehen, sollte der Gang zum Arzt erfolgen, um eine erektile Dysfunktion auszuschließen. Unter Umständen kann ergänzend eine Therapie bei einem Psychologen durchgeführt werden.

Die Gründe für Impotenz sind vielschichtig

Laut einer Erhebung der Universität Indiana masturbieren 90 Prozent der erwachsenen Männer regelmäßig. Unabhängig davon, ob sie in einer Partnerschaft leben oder nicht. Masturbation ist daher ein ganz normaler Ausdruck der Sexualität.

Geschlechtsverkehr, der erfüllend für beide Seiten praktiziert wird, wirkt sich ebenfalls nicht negativ auf die sexuelle Leistungsfähigkeit aus. Kommt es dann zu Impotenz und organische Ursachen sind ausgeschlossen, können berufliche oder private Dauerbelastung, Depressionen oder Versagensängste der Grund sein.

Stellt ein Arzt dann die Diagnose erektile Dysfunktion bedeutet dies, dass ein Mann zwar ausreichend erregt ist, der Penis jedoch nicht genügend steif wird, um den Geschlechtsverkehr vollziehen zu können. Bei Männern jenseits der 50 sind die Ursachen häufig in Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu verorten.

Doch Impotenz betrifft mittlerweile auch immer mehr junge Männer. Laut einer Studie des Journal of Sexual Medicine leiden 25 Prozent unter 40 Jahren zumindest gelegentlich unter Erektionsproblemen.

Ist die Behandlung von einer Erektionsstörung durch Medikamente auf Rezept möglich?

Männer, deren Erektionsprobleme eine psychische Ursache haben, sollten mit einer entsprechenden psychologischen Therapie nach Lösungen suchen. Liegen jedoch organische Ursachen zugrunde, werden in der Regel rezeptpflichtige Medikamente, sogenannte PDE-5-Hemmer (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil, Avanafil), verschrieben.

Sollten Sie sich für eine medikamentöse Behandlung einer erektilen Dysfunktion interessieren, füllen Sie den Fragebogen zur Online-Behandlung aus! Der Online-Arzt wird Ihre Angaben analysieren und Ihnen eine Verordnung ausstellen.

Erektionsstörung behandeln

OBEN