Frau mit brüchigen Nägeln hält Tasse
  1. Eisenmangel-Symptome
  2. Auswirkungen von Eisenmangel auf den Körper
  3. Eisenmangel – Was tun?
  4. Häufige Fragen zu Auswirkungen von Eisenmangel
Frau mit brüchigen Nägeln hält Tasse

Weltweit ist Eisenmangel die häufigste aller Nährstoff-Mangelerscheinungen.

Sie fühlen sich regelmäßig müde, schlapp und abgeschlagen? Beim Sport können Sie schon lang nicht mehr die gewohnte Leistung bringen? Die Haut ist blass, vielleicht sogar rissig und die Haare waren auch schon einmal voller? Mit diesen Symptomen sind Sie bei weitem nicht allein. Ursache kann ein Eisenmangel sein. Doch was tun gegen Eisenmangel? Wichtiger noch, was hilft schnell gegen Eisenmangel-Symptome? Fernarzt gibt Antworten auf diese und weitere Fragen.

3 Fakten zu Eisenmangel
  • Frauen sind fünf Mal häufiger von Eisenmangel betroffen als Männer
  • Die Anämie (Blutarmut) durch Eisenmangel ist mit 80 Prozent die häufigste aller Anämieformen
  • Schätzungsweise leiden weltweit 20 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter unter Eisenmangel

Eisenmangel-Symptome

Symptome des Eisenmangels sind überwiegend zurückzuführen auf eine Anämie (Blutarmut). Der Körper benötigt Eisen, um rote Blutkörperchen herzustellen. Diese sind unter anderem für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Fehlen rote Blutkörperchen durch Eisenmangel, kommt es zu folgenden Symptomen:

Weitere Symptome, die mit Eisenmangel einhergehen, sind brüchige Nägel und Haare. Auch trockene Haut und Schleimhäute mit Schleimhautrissen und Aphten (schmerzhafte Schleimhautdefekte) sind typisch.

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Ursachen für Eisenmangel
Mangelnde Zufuhr

Eisenmangel – Ernährung spielt hier eine wichtige Rolle. Lebensmittel mit hohem Eisengehalt sind tierische Produkte (vor allem Innereien), Hülsenfrüchte, rote Beete, Vollkornprodukte, getrocknetes Obst. Tipp: In Kombination mit Vitamin C kann Eisen aus der Nahrung besser aufgenommen werden.

Unzureichende Resorption

Die Aufnahme von Eisen im Magen-Darm-Trakt kann bei verschiedenen Erkrankungen vermindert sein. Dazu gehören chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie oder der Zustand nach größeren Operationen.

Erhöhter Bedarf

Ein erhöhter Bedarf an Eisen besteht in der Schwangerschaft, Stillzeit, bei SportlerInnen und im Wachstum.

Eisenverlust

Zum Verlust von Eisen kommt es in erster Linie durch Blutungen. Betroffen sind vor allem Frauen mit starker Regelblutung, aber auch Menschen mit Hämorrhoiden-Blutungen, Darmentzündung oder Tumoren wie Darmkrebs. Häufiges Blutspenden verursacht ebenfalls Eisenverlust.

Auswirkungen von Eisenmangel auf den Körper

Ständige Müdigkeit durch Nährstoffmangel, verminderte Belastbarkeit und schnelle Erschöpfung – all das sind Auswirkungen von Eisenmangel auf den Körper. Doch damit nicht genug: diese direkten Auswirkungen des Eisenmangels können darüber hinaus Folgen für Gewicht, Lebensstil und Geist haben. Ist weniger körperliche Bewegung möglich, sammeln sich schnell unerwünschte Pfunde an und Muskeln bauen sich ab. Mangelnde Bewegung verstärkt darüber hinaus die negativen Auswirkungen von Eisenmangel auf die Psyche. Eisenmangel verursacht Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und nachlassende kognitive Fähigkeiten.

Eisenmangel Selbsttest

Eisenmangel wird normalerweise durch eine Blutentnahme festgestellt. Dafür werden Hämoglobin, Volumen der roten Blutkörperchen (MCV), Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen (MCH) und eisenspezifische Marker im Blut untersucht.

Vermuten Sie, von Eisenmangel betroffen zu sein und möchten sich das Warten auf einen Arzttermin sparen, gibt es die Möglichkeit zum Eisenmangel-Selbsttest. Mithilfe des Selbsttests können Sie einfach von zu Hause einen Mangel feststellen. Sie erhalten außerdem eine Anleitung, wie Sie mit dem Testergebnis umgehen.

Eisenmangel – Was tun?

Ist der Eisenmangel einmal diagnostiziert, muss er behandelt werden. Dabei kann man selbst aktiv werden und dem Eisenmangel mit Ernährung entgegentreten. Zunächst sollte die Ursache des Eisenmangels gefunden und Ernährungsgewohnheiten genau überprüft werden. Liegt dem Eisenmangel eine Erkrankung oder körperliche Ursache zugrunde, ist diese zu therapieren. Bewusste Ernährung mit eisenreichen Zutaten ist bei Mangelernährung eine hilfreiche Maßnahme. Es gibt viele Lebensmittel mit hohem Eisengehalt, diese sollten in die Ernährung eingebaut werden.

Eisenmangel – Was essen?
Lebensmittel mit hohem Eisengehalt
  • Hülsenfrüchte: Sojabohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen, weiße Bohnen
  • Obst: Trockenobst (Rosinen, Aprikosen, Dörrpflaumen), Fruchtsäfte
  • Gemüse: Spinat, Kohlrabi, Schwarzwurzel, Kohl
  • Tierische Produkte: Eigelb, Blutwurst, Leber, Fleisch, andere Innereien, Austern, Ölsardinen
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Wurde ein ausgeprägter Eisenmangel festgestellt, führt kein Weg um eine Eisensubstitution herum. Diese kann mit Eisentabletten, in Ausnahmefällen auch mit Eisenspritzen oder im Krankenhaus über eine Infusion erfolgen.

Eisenmangel – Was hilft schnell?

Geduld ist das Schlüsselwort beim Eisenhaushalt. Eisenspeicher leeren sich in der Regel über einen längeren Zeitraum, der Ausgleich erfolgt somit auch nicht von einem Tag auf den nächsten. Mit ausgewogener Ernährung und Substitution von Eisen steigt der Eisenspiegel langsam an und die Symptome lassen nach.

Tipp: Der Körper nimmt Eisen in Kombination mit Vitamin C besser auf.

Häufige Fragen zu Auswirkungen von Eisenmangel

Die häufigsten Symptome von Eisenmangel sind Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, blasse Haut, brüchige Haare und Nägel sowie Einrisse und Aphten der Schleimhaut.

Bei Eisenmangel sind Geduld und ein langsames Auffüllen der Eisenspeicher gefragt. Ausgewogene Ernährung und die regelmäßige Einnahme von Eisentabletten sind die schnellste Möglichkeit, einen Mangel auszugleichen.

Zum Eisenverlust kommt es vor allem durch Blutungen. Bei Frauen ist der häufigste Grund eine starke Regelblutung. Weitere Blutungsquellen sind Darmentzündungen, Hämorrhoiden oder Tumore.

Die Symptome eines Eisenmangels sind nicht abhängig vom Geschlecht. Frauen sind jedoch aufgrund der Menstruationsblutung häufiger betroffen. Symptome sind Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, brüchige Haare und Nägel, trockene Haut und Schleimhäute sowie Einrisse und Aphten der Schleimhaut.

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Quellen

  • Eisenmangel. AMBOSS. 2022. https://www.amboss.com/de/wissen/Eisenmangel/ (zugegriffen 28. Juli 2022)

  • Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO): S1-Leitlinie “Eisenmangel und Eisenmangelanämie”. Langversion. AWMF-Register-Nr. 025-021. 2021.

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