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  1. Welche Nährstoffe beeinflussen die Fruchtbarkeit?
  2. Häufige Fragen zu Kinderwunsch und Ernährung
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Auf einen Blick
  • Fruchtbarkeit und Gesundheit in der Schwangerschaft kann durch verschiedene Nährstoffe gefördert werden
  • Förderliche Nährstoffe beim Kinderwunsch sind: Zink, Folsäure, Selen, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Magnesium und Vitamin B12

Welche Nährstoffe beeinflussen die Fruchtbarkeit?

Lebensmittel, die die Fruchtbarkeit erhöhen sind Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Diese Lebensmittel sind wichtig, denn sie liefern wichtige Vitamine und Mineralien, die der Körper für die Produktion von Hormonen, Eizellen und Sperma sowie alle anderen Prozesse benötigt.

Dabei gibt es bestimmte Nährstoffe, die sich besonders positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Zink

Bei Zink handelt es sich um ein essentielles Mikroelement, das viele wichtige Funktionen im Körper erfüllt. Es ist entscheidend für die Regulierung des Zellwachstums, der Hormonausschüttung, der immunologischen Reaktion und der Fortpflanzung. Bei Männern sorgt eine ausreichende Konzentration an Zink dafür, dass Spermien widerstandsfähiger und ausdauernder werden. Ebenfalls auf das weibliche Fortpflanzungssystem hat Zink Auswirkungen. Studien konnten besonders die positiven Effekte auf Krankheiten wie Dysmenorrhoe, Endometriose und PCOS zeigen.

Zink ist enthalten in:

  • Eiern,

  • Haferflocken,

  • Nüssen,

  • Hülsenfrüchten,

  • Sonnenblumenkernen und

  • Fleisch- und Milchprodukten.

Generell gilt es einen Mangel an Vitaminen zuerst mit den behandelnden Ärzten abzuklären. Diese können am besten beurteilen, ob und welche Nahrungsergänzungsmittel bei einem Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft supplementiert werden sollten.

Folsäure (Folat)

Folsäure ist ein B-Vitamin und maßgeblich an wichtigen Zellteilungsprozessen beteiligt und trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes bei. Während der Frühschwangerschaft ist Folsäure wichtig für die Zellteilung beim Embryo. Ein Mangel an dem B-Vitamin kann ein Risikofaktor für die Entstehung eines Neuralrohrdefekts beim Baby sein. Bei Männern kann sich Folat positiv auf die Spermienanzahl auswirken.

Um den Folsäurespiegel zu optimieren, ist eine längere Aufbauphase notwendig. Daher sollten Frauen bereits in der Kinderwunschphase sowie während der Schwangerschaft ein Folsäure-Präparat zu sich nehmen. Die Einnahme sollte täglich über einen Monat vor und bis zu drei Monate nach einer erfolgreichen Befruchtung erfolgen.

Selen

Bei Selen handelt es sich um ein essenzielles Spurenelement. Es schützt den Körper vor freien Radikalen und spielt eine wichtige Rolle bei der Spermienbildung beim Mann. Ein Selenmangel führt zu weniger beweglichen Spermien. Insgesamt wird vermutet, dass ein Selenmangel vor allem Unfruchtbarkeit beim Mann bedingt.

Diese Lebensmittel enthalten Selen:

  • Paranüsse

  • Weizenkleie

  • Lachs

  • Lammfleisch

  • Ei

Frauenärztin im Gespräch mit einem Patienten bei einer telemedizinischen Video-Sprechstunde.
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Omega-3-Fettsäuren

Bei Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um gesunde Fette, die sich positiv auf das Immunsystem der Zellen auswirken. Das ist besonders wichtig für die Einnistung und den Erhalt der Schwangerschaft. Zudem altern Eizellen durch Omega-3-Fettsäuren langsamer.

Die Qualität und Anzahl der Spermien steigen ebenfalls durch eine ausreichende Versorgung mit ungesättigten Fettsäuren an.

Diese Lebensmittel enthalten Omega-3-Fettsäuren:

  • Makrele

  • Rapsöl

  • Lachs

  • Hering

  • Leinsamen und Leinöl

  • Chiasamen

  • Walnüsse und Walnussöl

  • Rapsöl

Eisen

Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Förderung der Fruchtbarkeit. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen verbessert Eisen die Versorgung der Keimdrüsen mit Sauerstoff. Ein Mangel kann dementsprechend die Fertilität verringern. Insbesondere sind Frauen infolge von Menstruation, Schwangerschaft und durch das Stillen und dem damit verbundenen Eisenverlust stärker gefährdet.

Symptome, die auf einen Eisenmangel hinweisen sind:

Bei Verdacht auf einen Eisenmangel beim Kinderwunsch sollten sich die Betroffenen an den Hausarzt oder die Hausärztin wenden. Diese können den Eisenmangel diagnostizieren und den Mangelzustand ausreichend behandeln.

Magnesium

Magnesium kann die Schwangerschaft begünstigen, indem es beim Mann die Spermienbildung auf die Sprünge hilft. Bei Frauen erhöht sich der Bedarf an Magnesium während der Schwangerschaft. Positive Effekte bei einer Supplementierung konnten in verschiedenen Studien belegt werden. Es traten weniger Spontanaborte, Frühgeburten, vorzeitige Wehen, Hypertonie und weitere Komplikationen.

Vitamin B12

Vitamin B12 ist förderlich für die Empfängnisbereitschaft. Bei einem Mangel kann es zu Problemen beim Kinderwunsch kommen, wie Fehlbildungen des Embryos. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Blutbildung und dem Nervenstoffwechsel. Bei einem Besonders VeganerInnen sollten möglichst angereicherte Lebensmittel zu sich nehmen und B12 supplementieren, da das Vitamin hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommt.

Vitamin B12 ist enthalten in:

  • Fleisch

  • Fisch

  • Eiern

  • Milchprodukten

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Häufige Fragen zu Kinderwunsch und Ernährung

Die Vitamine C und E können helfen die Gebärmutterschleimhaut zu versorgen und so die Einnistung der Eizelle zu fördern. Auch Zink und Eisen helfen bei der Verteilung von Sauerstoff im Blut und tragen zur Fruchtbarkeit bei.

Ein Eisenmangel kann die Fruchtbarkeit bei Frauen reduzieren. Aus diesem Grund empfiehlt es sich bei einem Verdacht auf Eisenmangel dies mit dem Hausarzt oder der Hausärztin abzuklären.

Wie kann Fernarzt helfen?

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Quellen

  • Allouche-Fitoussi D, Breitbart H: The Role of Zinc in Male Fertility. Int J Mol Sci 2020; 21: 7796.

  • Gaskins AJ, Chavarro JE: Diet and fertility: a review. Am J Obstet Gynecol 2018; 218: 379–389.

  • Lerchbaum E, Rabe T: Vitamin D and female fertility. Curr Opin Obstet Gynecol 2014; 26: 145–50.

  • Nasiadek M, Stragierowicz J, Klimczak M, Kilanowicz A: The Role of Zinc in Selected Female Reproductive System Disorders. Nutrients 2020; 12: 2464.

  • Pilz S, Zittermann A, Obeid R, et al.: The Role of Vitamin D in Fertility and during Pregnancy and Lactation: A Review of Clinical Data. Int J Environ Res Public Health 2018; 218: 379–89.

  • Salas-Huetos A, Rosique-Esteban N, Becerra-Tomás N, et al.: The Effect of Nutrients and Dietary Supplements on Sperm Quality Parameters: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials. Adv Nutr 2018; 9: 833–48.

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