Lippenherpes behandeln

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Medikamente für Lippenherpes

Um den durch einen Virus verursachten Lippenherpes effektiv zu behandeln, können oftmals rezeptpflichtige Medikamente helfen. Fernarzt ermöglicht es Ihnen, sich Ihr Rezept ohne Praxisbesuch online diskret ausstellen zu lassen. Wählen Sie einfach Ihr bevorzugtes Medikament und schließen die Bestellung ab. Im Anschluss füllen Sie einen kurzen Fragebogen zu Ihrem gesundheitlichen Anliegen aus. Ein Online-Arzt stellt auf dieser Grundlage sicher, dass das Arzneimittel für Sie und Ihre Gesundheit geeignet ist und stellt das passende Rezept aus. Im Anschluss wird Ihnen das Medikament unmittelbar von einer Apotheke zugeschickt.

Die Behandlungsgebühr des Arztes schließt die Rezeptausstellung mit ein und beträgt 15 Euro. Die Kosten für das Medikament sind in der Behandlungsgebühr noch nicht enthalten.


Möchten Sie mehr über die Behandlung von Lippenherpes erfahren?

Lippenherpes oder auch Herpes labialis bezeichnet eine Infektion mit Viren aus der Herpes-Familie im Bereich des Mundes und der Nase. Die empfindliche Haut der Lippen ist besonders anfällig für Infektionen. Doch auch die Augen, Fingernägel und das Gesäß können durch die im Volksmund als “Fieberblasen” oder “Fieberbläschen” bekannten Symptomen betroffen sein.

In 90 Prozent der Fälle ist der Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) Auslöser für die Infektion der Schleimhäute im Gesichtsbereich. Der Virus gehört wie alle Herpesviren (HHV) zu den sogenannten DNA-Viren. Diese haben die Eigenschaft, nach einer Erstinfektion lebenslang im menschlichen Organismus zu verbleiben.

Etwa 90 Prozent der Deutschen tragen den Herpes-simplex-Virus Typ 1 in sich. Bei den meisten Menschen befindet sich der Virus im Ruhezustand, es sind also keine Symptome der Infektion zu erkennen.

Lippenherpes kann auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden.

  • Kontakt mit Schleimhäuten (Küssen, Geschlechtsverkehr)
  • Tröpfcheninfektionen (Husten, Niesen, Sprechen)
  • Kontakt mit infizierter Haut (Berührung der Bläschen)
  • Schmierinfektionen (z. B. gemeinsame Benutzung von Besteck, Gläsern)

Doch auch wenn ein Träger des Virus keine Symptome aufweist, besteht ein Übertragungsrisiko. So ist auch eine Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes möglich. Häufig erfolgt die Übertragung der Herpes-Viren bereits vor dem sechsten Lebensjahr.

Die Erstinfektion mit den Herpes-Viren geschieht meist unbemerkt. Die Herpes-Viren dringen über die Haut oder die Schleimhaut in den Organismus ein und wandern an den sensiblen Nervenbahnen entlang zu den Ganglien (Schaltknoten der Nervenzellen). Dort verbleiben sie in der Regel vorerst in einem “Ruhe-Modus”.

Bei vielen Infizierten bricht die Krankheit so das ganze Leben lang nicht aus. Doch etwa ein Drittel der Virusträger leiden in regelmäßigen Abständen unter Ausbrüchen der unangenehmen Bläschen. Die sogenannte Reaktivierung des Virus ist zumeist die Folge einer vorübergehenden Immunschwäche.

Zu möglichen Auslösern einer Immunschwäche zählen zum Beispiel:

  • Infektionskrankheiten
  • Fieber
  • Starker Stress
  • Hormonelle Veränderungen
  • Vermehrte Sonneneinstrahlung
  • Schwächen in folge einer OP

Bevor sich die typischen Bläschen auf den Lippen und um den Mund bilden, kündigt sich der Ausbruch der Krankheit bereits durch ein Kribbeln der betroffenen Hautregion an. Die Infizierten verspüren ein Jucken und Spannen, meistens am Lippenrand oder am Naseneingang. Innerhalb von ein paar Stunden bzw. im Laufe des Tages bilden sich anschließend die ersten schmerzhaften Bläschengruppen.

Diese sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt und zunächst noch klar abgetrennt, bevor sie eintrüben und zusammenfließen. Nach ein paar Tagen platzen die Bläschen auf und es bildet sich eine gelbliche Kruste an der noch empfindlichen Wunde. Diese heilt in der Regel innerhalb von acht bis vierzehn Tagen ab.

Die Ausbreitung des Bläschenbefalls kann zudem mit anderen Krankheitssymptomen einhergehen. Betroffene berichten zum Beispiel auch von einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit. Häufig schwellen die Lymphknoten, die in der Nähe des betroffenen Bereichs liegen, beim ersten Auftreten der Krankheit schmerzhaft an. Darüber hinaus können sich die Bläschen auch auf andere Bereiche wie die Augen, Wangen oder Ohrläppchen ausweiten.

Im Falle einer Ausbreitung im Bereich der Augen sollte ein Arzt die betroffene Stelle unbedingt untersuchen. Auch bei Symptomen wie Fieber oder starken Schmerzen sowie bei vorliegenden Komplikationen oder Erkrankungen wie Neurodermitis, AIDS oder einer Chemotherapie sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

Generell läuft eine Lippenherpes-Erkrankung jedoch ohne größere Probleme ab und führt nur in den seltensten Fällen zu Komplikationen (z. B. einer Herpes-Encephalitits oder Lungenentzündung).

Diagnose einer Herpesinfektion

Oftmals reichen dem behandelnden Arzt bereits eine Blickdiagnose und die Beschreibung der Symptome aus, um eine Lippenherpes-Erkrankung zu bestimmen. Falls dennoch Unklarheiten bestehen sollten, kann der Arzt die Inhalte der Bläschen untersuchen lassen oder aber einen Abstrich von der Haut oder Schleimhaut machen. Besteht der Verdacht auf Komplikationen, ist ein Bluttest sowie die Verschreibung von antiviralen Medikamenten sinnvoll.

Behandlung mit Medikamenten

In der Regel therapiert der Arzt eine Herpesinfektion symptomatisch und mit verschiedenen Virustatika, also Wirkstoffen, die die Vermehrung von Viren hemmen. Beim ersten Kribbeln sollten sofort antivirale Medikamente wie Gels oder Cremes aufgetragen oder sogar eingenommen werden, um dem vollständigen Ausbruch der Krankheit entgegenzuwirken.

Häufig verschreibt der Arzt hierfür Salben mit antiviralen Wirkstoffen wie Aciclovir oder Penciclovir, welche die Betroffenen dann konsequent alle ein bis zwei Stunden auftragen müssen. Auch Gele mit Zinksulfat oder desinfizierenden Zusätzen befördern die Heilung, indem sie die Bläschen schneller austrocknen. Liegt ein schwerer Krankheitsverlauf vor und die Infektion breitet sich weiter aus, können antivirale Mittel in Form von Säften, Tabletten oder Kurzinfusionen helfen.

Eine weitere Alternative zu den weißen und somit auffälligen Salben und Gels sind Pflaster, die den heilungsfördernden und schmerzlindernden Wirkstoff Hydrokolloid-075 enthalten. Diese Pflaster sind kaum auf der Haut zu sehen; die Betroffenen können sie somit einfach überschminken. Zudem bedecken sie die von den Herpesbläschen betroffene Stelle vollständig ab und reduzieren somit die Ansteckungsgefahr.

Behandlung mit natürlichen Mitteln

Neben einer Behandlung mit Medikamenten gibt es natürliche Mittel und Therapiemöglichkeiten, auf die einige Betroffene bei der Behandlung von Lippenherpes zurückgreifen. Darunter fallen u. a. Heilpflanzen, Homöopathie, Hydrotherapie und Akupunktur.

Viele Pflanzen und Naturprodukte verfügen über eine heilende und vorbeugende Wirkung. Beispielsweise beschleunigt Melisse in Form von Melissenöl oder in medizinischen Salben den Heilungsprozess. Auch Honig und Knoblauch sind beliebte Hausmittel zum Behandeln der infizierten Stellen.

Eine weitere Heilpflanze, die sich zur Behandlung eignet, ist Salbeiextrakt. Salbei verfügt über eine zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Betroffene können es direkt auftupfen oder einen Salbei-Tee ansetzen, den sie als Mundspülung verwenden. Darüber hinaus fördern Ringelblumensalbe und Kompressen mit Extrakten der Eichenrinde, Schafgarbe oder Kamillenblüte den Heilungsprozess und verschaffen Erleichterung.

Homöopathische Mittel unterstützen die Betroffenen beim Aufbau der körpereigenen Abwehrkräfte. Je nach Ausbildung der Herpes-Bläschen empfiehlt sich ein anderes Mittel, bei Eiterbildung beispielsweise "Rhus toxicodendron D12" und bei brennenden und stechenden Schmerzen “Apis mellifica”.

Bei Herpes durch Kälteeinwirkung können Betroffene auf “Solanum dulcamara” oder “Causticum” zurückgreifen, bei Herpesbläschen durch Sonneneinstrahlung auf “Natrium chloratum” oder “Arsenicum album”.

Auch Hydrotherapie (beispielsweise Wechselbäder, Packungen aus Heilerde, Eiswürfel) und Akupunktur in Kombination mit Laserbestrahlung helfen, die Beschwerden zu lindern.

Ohne Behandlung verschwinden die Bläschen meistens nach etwa zwei Wochen wieder von selbst.

Sobald sich Betroffene mit dem Virus infiziert haben, können sie diesen weder durch eine Medikamenteneinnahme noch durch eine Impfung loswerden. Bestimmte Maßnahmen können die Gefahr einer Erkrankung jedoch reduzieren. Insbesondere eine Stärkung des menschlichen Abwehrsystems kann den Virus in Schach halten, da ein geschwächtes Immunsystem den Ausbruch der Herpes-Infektion begünstigt.

Als vorbeugende Maßnahmen sind Saunabesuche, Wechselduschen, ausreichender Schlaf, Ausdauersport, eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung sowie der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten sinnvoll.

Wer häufiger in stressigen oder emotional fordernden Phasen unter Lippenherpes leidet, sollte unbedingt psychische Belastungen vermeiden bzw. diese mit professioneller Unterstützung bewältigen.

Da die Übertragung der Krankheit vor allem durch Schmierinfektionen und Kontakt mit den infizierten Stellen erfolgt, sind Handtücher, Servietten, Lippenstifte sowie Gläser und Besteck zu vermeiden, die bereits von Erkranken genutzt worden sind.

Dasselbe gilt für Sportarten wie Ringen und Karate, bei denen es häufig zum direkten Hautkontakt kommt. Zudem sind Küssen und oraler Sex tabu, da der Kontakt mit den Fieberbläschen den Virus auch auf die Genitalien übertragen könnte.

Gerade der Inhalt der Bläschen ist sehr ansteckend. Betroffene sollten sich immer gründlich die Hände waschen, wenn sie die infizierte Stelle berührt oder aufgekratzt haben und zum Auftragen von Cremes und Salben besser ein Wattestäbchen nutzen.

Darüber hinaus sollten sie es vermeiden, während einer Infektion an ihren Fingernägeln zu kauen oder sich die Augen zu reiben, damit sich die Bläschen nicht im Gesicht ausbreiten oder sogar die Hornhaut schädigen.

Es ist daher anzuraten, während der Erkrankung eine Brille zu tragen und auf Kontaktlinsen zu verzichten. Bei vermehrtem Auftreten von Lippenherpes in Zusammenhang mit Sonneneinstrahlung sollten Betroffene Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor nutzen.>


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