Genitalherpes - Symptome erkennen und früh behandeln

Genitalherpes, medizinisch Herpes genitalis genannt, ist schätzungsweise bei 10 bis 30 Prozent der Weltbevölkerung nachweisbar.

Ursache für die Krankheit ist eine Infektion mit dem Typ 2 des Herpes simplex Virus. Dieser Erreger ist ein Verwandter des Herpesvirus vom Typ 1, der für die ungeliebten Lippenbläschen verantwortlich ist.

Die Übertragung erfolgt fast immer durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Herpes genitalis ist nicht heilbar. Ist die akute Erkrankung überwunden, bleibt das Virus im Körper und kann unter den entsprechenden Gegebenheiten, wie einem geschwächten Immunsystem oder Stress, jederzeit wieder aktiv werden.

Beliebte Herpes-Medikamente

Die Ursachen von Genitalherpes

Die überwiegende Mehrheit der Genitalherpesinfektionen wird von Viren des Typ 2 (HSV 2) ausgelöst. Eine Infektion mit dem Typ 1 (HSV 1) ist hingegen nur in knapp 20 Prozent der Fälle Ursache der Krankheit.

Herpes simplex kann durch die Luft oder Berühren einer Person übertragen werden. Der Ansteckungsweg bei Genitalherpes hingegen verläuft über ungeschützten Geschlechtsverkehr. Frauen haben ein größeres Risiko, sich bei einem infizierten Sexualpartner anzustecken als Männer.

Die Viruslast ist am größten, wenn die Herpesbläschen sich bereits auf der Haut zeigen oder kurz davor sind. In dieser Phase ist auch die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch.

Daneben kann das Herpesvirus während Schwangerschaft und Geburt übertragen werden. Besonders gefährlich ist eine Erstinfektion mit Genitalherpes in der Schwangerschaft. 50 Prozent der Frauen erleiden aufgrund der Erkrankung eine Fehlgeburt.

Die Ansteckung mit Genitalherpes

Menschen mit ständig wechselnden Sexualkontakten haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sich mit Herpes simplex zu infizieren.

Über die Epithelzellen in den Schleimhäuten im Genitalbereich bahnen sich die Viren ihren Weg in den Körper. Dort vermehren sie sich und zerstören im Anschluss daran ihre Wirtszellen.

Das ist auch der Grund, warum es zu einer Entzündung mit der Bildung von schmerzhaften Bläschen und Krusten, sowie den charakteristischen Hautläsionen kommt. In diesen Bläschen herrscht eine hohe Virenlast. Von hier aus wandern die Erreger in die Nervenleitbahnen und verursachen eine Infektion des Nervenknoten.

Symptome von Genitalherpes

Drei bis sieben Tage nach der Übertragung zeigen sich die ersten Symptome der Krankheit. In wenigen Fällen kann die Inkubationszeit auch etwas länger sein.

Es bilden sich dann juckende, leicht schmerzhafte und kribbelnde Bläschen auf der Haut im Genitalbereich, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Schon vor der Bläschenbildung bemerken Betroffene ein unangenehmes Jucken und Brennen in der Region und berichten auch von einem allgemein unwohlen Gefühl im Genitalbereich.

Die Beschwerden können auch am After auftreten. Die Haut um die Bläschen herum zeigt sich gerötet. Es bilden sich eitrige und verkrustete Beläge, die jedoch nach etwa zwei bis drei Wochen spontan abheilen.

Ferner leiden Patienten unter einem allgemeinen Unwohlsein mit grippeähnlichen Symptomen. So werden Fieber, geschwollene Lymphknoten, Wasseransammlungen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Muskelziehen auch im Zusammenhang mit einer Herpesinfektion beobachtet.

Ein Rückfall fällt in der Regel schwächer aus als die Ersterkrankung. Das Virus in der Ruhephase kann durch ein geschwächtes Immunsystem, eine Operation, extremen Stress oder eine HIV-Infektion reaktiviert werden, wodurch es erneut zu einem akuten Ausbruch kommt.

Manchmal sind diese Folgeschübe auch symptomlos, was besonders gefährlich ist, da der Betroffene überhaupt nicht weiß, dass er gerade extrem ansteckend ist.

Die Diagnose eines Genitalherpes

Der Arzt kann schon relativ zuverlässig bei der körperlichen Untersuchung sagen, ob es sich um Genitalherpes handelt oder eine andere Hauterkrankung. Einer eingehenden Prüfung unterzogen wird der gesamte äußere Genitalbereich des Patienten sowie der After.

Herpes genitalis ist für den Diagnostiker sehr sicher an der charakteristischen Bläschenbildung zu erkennen. Daneben wird der Mediziner einen Labortest durchführen. Hierfür entnimmt er für einen Abstrich etwas von der Flüssigkeit, die sich in den Herpesbläschen befindet.

Unter dem Mikroskop im Labor lässt sich zuverlässig sagen, ob es sich bei dem Virus um den Typ HSV 1 oder HSV 2 handelt. Weiterhin ist es möglich, über einen Bluttest Antikörper nachzuweisen, um die Diagnose zusätzlich zu sichern.

Die Behandlung von Genitalherpes

Eine Therapie der Erstinfektion konzentriert sich darauf, die akuten Beschwerden des Patienten zu lindern und die Ausbreitung der Bläschen zu verhindern. Die Viren als Ursache der Erkrankung können nicht aus dem Körper entfernt werden, es geht in der Therapie lediglich darum, den Krankheitsverlauf zu verkürzen und die Beschwerden des Betroffenen abzumildern.

Ist der Krankheitsverlauf nur leicht, sind rezeptpflichtige Medikamente oft nicht nötig. Die Infektion heilt dann von alleine aus. In der Regel verschreibt der behandelnde Arzt jedoch antivirale Arzneimittel. Es handelt sich dabei um rezeptpflichtige Medikamente mit den Wirkstoffen Aciclovir, Famciclovir und Valaciclovir.

Diese Virostatika müssen über einen Zeitraum zwischen fünf und zehn Tagen eingenommen werden. Daneben erhalten Patienten eine Salbe, die sie auf die mit Bläschen befallenen Stellen auftragen. Bei einem sehr schweren Verlauf können die Medikamente auch intravenös oder als Infusion verabreicht werden.

Je eher die Virostatika zum Einsatz kommen, desto besser kann die Ausbreitung der Viren verhindert und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Die Folgen können sehr unterschiedlich sein. Einige Patienten erleiden regelmäßig Rückfälle, andere nur alle paar Jahre. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit der Herpes-Rückfälle ab.

Vorbeugung von Genitalherpes

Um das Risiko einer Ansteckung bei Sexualverkehr zu minimieren, sollten Kondome verwendet werden. Besteht der Verdacht, dass die Haut mit dem Virus in Kontakt gekommen ist, hilft ein gründliches Waschen der Hände und der betroffenen Hautpartien. Um eine erneute Aktivierung des Virus im Körper zu vermeiden, empfiehlt es sich, das Immunsystem zu stärken.

Auslöser für einen erneuten Ausbruch der Krankheit sind: Sonnenbrand, Verbrennungen, Hormonschwankungen, Fieber, Stress, Tumore sowie bakterielle Lungenentzündung.

Betroffene sollten für ausreichend UV-Schutz sorgen, einen gesunden Lebensstil pflegen, auf genügend Schlaf achten und Stress vermeiden. Vorbeugend kann der Arzt eine Langzeittherapie anordnen. Virostatika werden dann über sechs bis zwölf Monate eingenommen, um Rückfälle zu vermeiden.

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