Sodbrennen in der Schwangerschaft
  1. Wann tritt Sodbrennen in der Schwangerschaft auf?
  2. Sodbrennen in der Schwangerschaft: Typische Beschwerden
  3. Schwangerschaft: Was hilft bei Sodbrennen?
  4. Was ist Sodbrennen in der Schwangerschaft?
  5. Wie äußert sich das Sodbrennen in der Schwangerschaft?
  6. Ernährung umstellen als wichtige Maßnahme
  7. Wie Ihnen der Online-Arzt bei Sodbrennen helfen kann
Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen kommt in einer Schwangerschaft sehr häufig vor, insbesondere im letzten Drittel, da die Organe der Frau durch die Raumforderung der Gebärmutter verschoben werden.

Wann tritt Sodbrennen in der Schwangerschaft auf?

Es gibt Frauen, die schon vor der Schwangerschaft regelmäßig unter Sodbrennen leiden.

Bei anderen tritt das Problem erst während der Schwangerschaft auf. Bei einigen beginnen die Probleme dabei bereits im ersten Drittel. Andere leiden erst dann unter den Symptomen, wenn die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist.

Sodbrennen in der Schwangerschaft: Typische Beschwerden

Nicht nur der Beginn von Sodbrennen, sondern auch die Symptomatik selbst kann sehr unterschiedlich ausfallen.

  • So verspüren einige Frauen ein starkes Brennen in der Brust, das mitunter ein Krankheitsempfinden und Abgeschlagenheit auslösen kann.

  • Husten, Heiserkeit, eine belegte Stimme und Halsschmerzen können ebenfalls darauf hindeuten, dass es sich um Sodbrennen handelt.

  • Schluckbeschwerden und Schlafstörungen gehen mit den Symptomen einher.

  • Bei einer sehr starken Ausprägung fließt Mageninhalt zurück in die Speiseröhre, was nicht nur stark brennt, sondern auch einen sehr unangenehmen Geschmack im Mund auslöst.

  • Betroffene Frauen leiden auch an häufigem Aufstoßen, welches mit einem üblen Geruch aus dem Mund einhergehen kann.

  • Oftmals treten die Beschwerden nachts auf und beeinträchtigen den Schlaf.

Schwangerschaft: Was hilft bei Sodbrennen?

Da Medikamente in der Schwangerschaft nur sehr wohl dosiert eingenommen werden sollten, ist es empfehlenswert, zunächst mit klassischen Hausmitteln gegen das Sodbrennen und einer Ernährungsumstellung versuchen.

Sollten die Beschwerden jedoch deutlich zunehmen, sollte ein Arzt oder Ärztin konsultiert werden. Zwar ist die Symptomatik für das Baby nicht gefährlich, dennoch müssen Schwangere sich nicht einfach mit den Beschwerden abfinden und ertragen. Daher empfiehlt es sich, die Ursachen herauszufinden und die Symptome behandeln zu lassen.

Säurebildende Nahrungsmittel meiden

Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln und Getränken, die das Sodbrennen begünstigen. Dazu gehören:

  • Kaffee

  • sprudelnde Getränke wie Cola oder Limonade

  • sehr fettiges oder sehr süßes Essen

  • Mahlzeiten mit kräftiger Würze

  • Zitrusfrüchte

Schwangere sollten versuchen, diese Getränke und Lebensmittel zu vermeiden. Zitrusfrüchte enthalten zwar einen hohen Anteil an Vitamin C, das Sie in der Schwangerschaft dringend benötigen. Sie können dieses aber auch mit anderen Früchten zu sich nehmen, die weniger Säure enthalten.

Stattdessen: Lebensmittel, die Magensäure binden

Betroffene sollten vorwiegend Lebensmittel zu sich nehmen, die die Magensäure binden. Diese Maßnahmen helfen schnell und gelten als wirksame Behandlung der Symptomatik:

  • Ein Glas Milch trinken

  • Haferflocken oder

  • einen Löffel Senf essen

Weiterhin helfen folgende Lebensmittel die Symptome in den Griff zu bekommen.:

  • Mandeln

  • Bananen

  • Zwieback oder

  • Weißbrot, das nicht frisch aus dem Ofen kommt

  • Stilles Wasser trinken hilft, dass der mit der Magensäure vermischte Speisebrei wieder in den Magen zurückgespült wird

Schlaf- und Essgewohnheiten anpassen

  • etwa drei Stunden vor dem Schlafengehen gehen nichts mehr essen, um zu vermeiden, dass die unangenehmen Symptome den Schlaf stören

  • auf ausreichend Schlaf achten

  • erhöhtes Liegen, um den Rückfluss der Magensäure zu verhindern (ein Kissen unter den Oberkörper legen)

  • auf der linken Seite schlafen kann helfen, da dies den Druck auf den Magen verringert

Weitere Tipps gegen Sodbrennen

  • Weite locker sitzende Kleidung tragen

  • einschnürende Oberteile, Hosen oder Kleider meiden, da dies zusätzlich Druck auf die Organe und den Schließmuskel ausüben kann, der die Speiseröhre verschließt. Die Folge ist, dass der Speisebrei nach oben hin in die Speiseröhre verdrängt wird und die Symptome verstärkt werden.

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Quellen

  • Koop et al.: S2k-Leitlinie Gastroösophageale Refluxkrankkheit. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Stand Mai 2014. Abgerufen am 5.06.2020.

  • Vakil et al.: The Montreal Definition and Classification of Gastroesophageal Reflux Disease: A Global Evidence-Based Consensus. In: The American Journal of Gastroenterology. Band 101, Nummer 8, 2006, S. 1900–1920.

  • Herold: Innere Medizin 2019. Herold 2018.

  • Katz et al.: Guidelines for the Diagnosis and Management of Gastroesophageal Reflux Disease. In: American Journal of Gastroenterology. Band 108, Nummer 3, 2013, S. 308–328.

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