Im Fokus stehen zwei Hände. Es ist zu sehen, wie eine Zigarette zerbrochen wird.
  1. Ablenkung und Unterstützung
  2. Ruhe gönnen und Stress vermeiden
  3. Ziele setzen und sich selbst überzeugen
  4. Schritt für Schritt
  5. Angebote und ärztliche Unterstützung nutzen
Im Fokus stehen zwei Hände. Es ist zu sehen, wie eine Zigarette zerbrochen wird.

In der Altersgruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren wird am meisten geraucht. Hier zeigt sich ein enormer Rückgang. Im Jahr 2001 waren 44,5 Prozent der jungen Erwachsenen Raucher, im Jahr 2018 nur noch 24,8 Prozent. Es gibt immer mehr Nichtraucher. Doch wie kann es gelingen, Nichtraucher zu werden? Wer sich das Rauchen einmal angewöhnt hat, kommt schwer davon los. Sie wollen mit dem Rauchen aufhören? Fernarzt hat Ihnen 5 Tipps zusammengestellt.

Ablenkung und Unterstützung

Wenn Sie rauchen, hat sich Ihr Körper an regelmäßige Nikotin-Zufuhr gewöhnt. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, kommt es daher zu Entzugserscheinungen. Diese können sich äußern in Form von Schlafstörungen, gesteigertem Appetit, Stimmungsschwankungen, Nervosität, Ängstlichkeit oder Aggressivität.

Diese Symptome und das starke Rauchverlangen schwächen in den meisten Fällen nach 7 bis 10 Tagen ab. In den ersten Wochen ist es also besonders schwierig, die Zigaretten beiseitezulassen.

Hier kann es helfen, dass eigene Umfeld um Unterstützung zu bitten. Versuchen Sie sich in den ersten Wochen von Situationen fernzuhalten, in denen Sie üblicherweise rauchen. Das können Besuche in der Bar sein oder die Raucherpause mit den KollegInnen. Schaffen Sie auch Utensilien aus dem Weg, die Sie an das Rauchen erinnern, wie Aschenbecher oder Feuerzeuge. Weisen Sie Ihr Umfeld darauf hin, Ihnen keine Zigaretten anzubieten, da es Ihnen vorerst schwerfallen könnte “Nein” zu sagen.

Lenken Sie sich mit schönen Aktivitäten ab, sodass Sie gar nicht dazu kommen, über das Rauchen nachzudenken. Sind die ersten Wochen rauchfrei überstanden, ist das physische Verlangen nach Nikotin auch nicht mehr so stark und es wird Ihnen leichter fallen, auf Zigaretten zu verzichten.

Um den Entzugserscheinungen entgegenzuwirken, kann es helfen, Entspannungsübungen durchzuführen oder Sport zu treiben. Wenn das Verlangen nach Nikotin aufkommt, könnten Sie einen kleinen Spaziergang machen oder jemanden anrufen und sich mit einem Gespräch ablenken.

Ruhe gönnen und Stress vermeiden

Oft greift man in besonders stressigen Situationen nach einer Zigarette. Versuchen Sie in den ersten Wochen, in denen Sie mit dem Rauchen aufhören, Stress zu vermeiden. Ihr Körper befindet sich in einem kraftraubenden Zustand des Umbruchs und muss mit der Entwöhnung umgehen. Sie sollten sich daher besonders viel Ruhe und Schlaf gönnen. Die meisten RaucherInnen sind außerdem sehr gereizt, wenn Sie auf Zigaretten verzichten. Versuchen Sie sich möglichst Situationen zu entziehen, die emotional belastend sind. Es kann helfen, sich zu schonen, wie man es bei einer anbahnenden Erkältung tut. Ernähren Sie sich gesund, trinken Sie ausreichend und bewegen Sie sich regelmäßig. Gönnen Sie sich vielleicht ein entspannendes Bad. Auch Tees mit Kamille oder Baldrian können das Gemüt beruhigen. Lavendelduft ist ebenfalls für seine entspannende Wirkung bekannt. Tun Sie sich etwas Gutes!

Ziele setzen und sich selbst überzeugen

Warum möchten Sie mit dem Rauchen aufhören? Halten Sie sich Ihre Ziele vor Augen. Das kann helfen, um in Momenten stark zu bleiben, wo das Verlangen nach Zigaretten groß ist. Warum möchten Sie mit dem Rauchen aufhören? Für viele ist die Antwort ganz klar: die eigene Gesundheit.

Im Jahr 2018 starben etwa 127.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens.

Rauchen ist ein gesundheitlicher Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen. Zigaretten schaden dem Herz-Kreislauf-System, den Atemwegen, der Lunge, der Haut, den Arterien und dem Gehirn. Rauchen beschleunigt die physische Alterung und kann verschiedene Krebserkrankungen verursachen. Es schadet der körperlichen Fitness und dem Wohlbefinden.

Männer, die mehr als 10 Zigaretten täglich rauchen sterben durchschnittlich 9,4 Jahre früher, Frauen etwa 7,3 Jahre.

Aber nicht nur die eigene Gesundheit kann motivieren. Machen Sie eine Kostenaufstellung: Wie viel Geld geben Sie für das Rauchen aus? Wie lange reicht bei Ihnen üblicherweise die Zigarettenschachtel oder der Tabakbeutel? Rechnen Sie das Ganze auf das Jahr hoch. Wie viel Geld sparen Sie, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören? Was würden Sie sich stattdessen gern leisten, einen Urlaub vielleicht? Wer mit dem Rauchen aufhört hat durchschnittlich 2.000 bis 3.000 Euro mehr zur Verfügung. Auf nutzedeinechance.de steht ein Rechner zur Verfügung. Mit diesem können Sie ausrechnen, wie viel Sie sparen, wenn Sie aufhören zu rauchen.

Schritt für Schritt

Lassen Sie sich von kleinen Rückfällen nicht entmutigen! Wenn Sie auf Ihrem Weg zum Nichtraucher doch einmal schwach werden und zur Zigarette greifen: Nicht aufgeben! Mehr als 70 Prozent der Raucher versuchen zunächst, allein mit dem Rauchen aufzuhören. Nur 3 bis 7 Prozent davon gelingt es, noch im gleichen Jahr Nichtraucher zu werden. Seien Sie also nicht zu streng mit sich selbst. Es ist ein langer und schwieriger Weg mit dem Rauchen aufzuhören. Halten Sie an Ihren Zielen fest und versuchen Sie es weiter. Jede Zigarette, die Sie auf dem Weg zum Nichtraucher weglassen, ist bereits ein Gewinn.

Angebote und ärztliche Unterstützung nutzen

Die wenigsten RaucherInnen sehen schnelle Erfolge, wenn sie allein versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören. Mit professioneller Hilfe lässt sich die Erfolgsquote bis zu 40 Prozent steigern. Sollten Sie an Ihre Grenzen stoßen, kann es helfen, ein Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen oder den Hausarzt oder die Hausärztin hinzuzuziehen. Rauchen ist eine Sucht. Nehmen Sie diese Suchterkrankung entsprechend ernst und holen Sie sich Unterstützung.

Es sind die Hände eines Arztes zu sehen, der mit der Schere eine Zigaretten zerschneidet.
Sie möchten mit dem Rauchen aufhören?

Holen Sie sich für die Tabakentwöhnung ärztlichen Rat ein.

Häufige Fragen

Das stärkste körperliche Verlangen nach Nikotin zeigt sich innerhalb der ersten Wochen des Verzichts. Nach etwa einem Monat hat sich der Körper umgewöhnt. Das mentale Verlangen kann jedoch deutlich länger bestehen und ist sehr individuell.

Es gibt nicht den einen Weg, der für jeden funktioniert. Die Erfolgsquote mit dem Rauchen aufzuhören, ist jedoch um einiges höher, wenn man ärztliche Hilfe oder Beratungsangebote hinzuzieht.

Nach einer Woche ohne Zigaretten, haben sich Blutdruck und Puls normalisiert. Die Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt. Damit steigt die Leistungsfähigkeit. Viele RaucherInnen verzeichnen schon nach kurzer Zeit eine erhöhte Sensibilisierung der Geschmacksnerven sowie eine Appetitsteigerung.

In den ersten 7 bis 10 Tagen ist das physische Verlangen am intensivsten. Der Körper ist die regelmäßige Nikotinzufuhr gewöhnt und verlangt entsprechend nach Nachschub. Je länger Sie auf Tabak verzichten, desto einfacher wird es.

Es ist recht individuell, ob und wie lange Menschen zunehmen, die mit dem Rauchen aufhören. Viele Menschen neigen dazu zuzunehmen, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Etwa 60 Prozent der frisch gebackenen NichtraucherInnen berichten von einer Gewichtszunahme zwischen 2,5 bis 4 Kilogramm. Dies ist von mehreren Faktoren abhängig. Rauchen kurbelt den Stoffwechsel an. Verzichten wir auf Nikotin, reguliert sich der Stoffwechsel und weniger Kalorien werden verbrannt. Hinzukommt, dass die Geschmacksnerven mit dem Rauchstopp sensibler werden. Das bedeutet, dass das Essen auch wieder besser schmeckt. Bei der Tabakentwöhnung greifen viele Menschen zum Essen statt zur Zigarette, was eine Gewichtszunahme begünstigen kann.

Quellen

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