Vertragen sich Asthma und Sport?

Asthma ist ein Überbegriff für verschiedene chronisch entzündliche Erkrankungen, die zu plötzlicher Atemnot führen.

Wer unter Asthma leidet, scheut nicht selten Sport und Bewegung, da körperlicher Betätigung die anfallsartige Luftnot zu provozieren scheint. Und tatsächlich - physische Belastung gehört neben Tabakrauch, Allergien, Entzündungen der Atemwege und Infektionen zu einer der häufigsten Auslöser von Asthmabeschwerden.

Dennoch gilt: Asthma sollte nicht als Hindernis betrachtet werden, um regelmäßig zu trainieren. Auch als Asthmatiker können Sie trainieren und Ihre körperliche Fitness verbessern, insofern Sie auf ein paar wichtige Dinge Acht geben.

Beliebte Asthma-Medikamente

Asthma und Sport - wieso löst körperliche Anstrengung Asthma aus?

Als Asthmapatient besitzen Sie überempfindliche Atemwege, die bereits auf kleine Reize sensibel reagieren. Reize, die von gesunden Menschen gut toleriert werden, führen in Ihrem Fall zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur.

Desweiteren schwillt die Schleimhaut an und es wird mehr Schleim produziert, was die typischen Asthmabeschwerden auslöst. Auslöser muss jedoch nicht immer eine allergische Reaktion, eine chronische Entzündung der Atemwege, übermäßiger Nikotinkonsum oder eine viral bedingte Infektion sein.

Manche Patienten leiden unter einem reinen Belastungsasthma, das sich ebenfalls durch Symptome wie Reizhusten, Beklemmungen und Atemnot bemerkbar macht.

Was ist Belastungsasthma?

Generell handelt es sich beim Belastungsasthma, auch Anstrengungsasthma genannt, um eine gesonderte, eigenständige Erscheinungsform des Asthma bronchiale. Anders als beim allergisch bedingten, extrinsischen Asthma, werden die Beschwerden nicht durch äußere Faktoren wie Tierhaare, Pollen oder Hausstaub, sondern durch erhöhte körperliche Belastung ausgelöst.

Belastungsasthma kann alleine, aber auch in Kombination mit allergischem Asthma auftreten. Leiden Sie unter einer Form des allergischen Asthmas, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie auch unter Anstrengungsasthma leiden.

Häufig betroffen sind Kinder, bei denen sich die Symptome oft sogar nur unter Anstrengung zeigen. Als Auslöser fungiert nicht nur die körperliche Betätigung an sich, sondern meist auch kalte, trockene Luft, die die Bronchien zusätzlich austrocknen lässt.

Durch das Zusammenspiel beider Faktoren wird das Reinigungssystem der Atemwege massiv beeinträchtigt, so dass auf weitere Reize immer sensibler reagiert wird. Nicht zuletzt aus diesem Grund leiden auch viele Leistungssportler unter Anstrengungsasthma - vor allem dann, wenn sie bevorzugt in kalter Umgebung trainieren.

Weitere Risikofaktoren, die zur Entstehung von belastungsbedingtem Asthma beitragen können, sind bereits bestehende Allergien, beispielsweise Heuschnupfen, Rauchen, häufige Atemwegsinfekte und Übergewicht und Bewegungsmangel.

Symptome von Belastungsasthma

Die Symptome, die mit Belastungsasthma einhergehen, gleichen den Beschwerden, die eine allergische Asthamaerkrankung mit sich bringt:

  • schwere, plötzliche Atemnot
  • Beklemmungsgefühle
  • Reizhusten.

In der Regel beginnen die Symptome leicht verzögert, meist etwa 5 bis 10 Minuten nach Beginn der sportlichen Betätigung.

Nach Belastungsende dauert es wiederum 5 bis 10 Minuten, bis die Beschwerden ihren Höhepunkt erreicht haben. Kommt der Körper im Anschluss zur Ruhe und tritt nach und nach Entspannung ein, dauert es für gewöhnlich etwa 30 Minuten, bis die Symptome von alleine abklingen.

Anstrengungsasthma kann vom Arzt oder Sportmediziner diagnostiziert werden, indem mit einem Peak-Flow-Meter-Test der Ausatemspitzenfluss (Peak-Flow) vor und nach einer körperlichen Belastung bestimmt wird. Ist der Wert bei der zweiten Messung niedriger als bei der ersten, liegt in der Regel eine asthmatische Erkrankung vor.

Wichtig zu wissen: Auch dann, wenn Sie unter Belastungsasthma leiden, sollten Sie nicht auf sportliche Betätigung verzichten.

Ausdauersport - aber langsam bitte

Studien konnten belegen, dass der Verzicht auf körperliche Betätigung das Problem auf Dauer sogar noch verschlimmert. Sinnvoller ist es, sich ausreichend aufzuwärmen und den Körper langsam an die Aktivität zu gewöhnen.

Die empfindlichen Atemwege können so langsam auf die sportliche Betätigung vorbereitet werden, so dass die Bronchien nicht ganz so heftig reagieren. Achten Sie außerdem darauf, eine Sportart zu wählen, die nicht in kalter Umgebung ausgeführt werden muss. Geeignet sind dynamische Sportarten, die die Ausdauer trainieren und in ihrer Intensität langsam gesteigert werden können, beispielsweise Schwimmen und Walken.

Ungünstig sind hingegen Sportarten, die eine plötzliche, maximale Leistung erfordern, beispielsweise Radrennen und intensiver, nicht angeleiteter Kraftsport.

Besonders im Winter sollten Sie auf Outdoorsport verzichten und Ihr Training möglichst nach Innen verlagern. Ist dies nicht möglich oder treten die Beschwerden trotz optimaler Trainingsbedingungen auf, können Sie alternativ auch auf Medikamente zurückgreifen.

Mithilfe von Asthmasprays, den sogenannten Dosieraerosolen, lassen sich die Beschwerden für gewöhnlich gut in den Griff bekommen. Dosieraerosole stellen verengte Atemwege frei und lassen sich somit hervorragend zur Vorbeugung, aber auch zur akuten Behandlung im Notfall einsetzen.

Bewegung trotz Belastungsasthma - darauf sollten Sie achten

Atembeschwerden sollten der sportlichen Betätigung nicht im Wege stehen. Bewegung ist für Asthmatiker äußerst sinnvoll, denn die Sauerstoffaufnahme nimmt zu, die körperlichen Abwehrkräfte werden gestärkt und die bronchiale Muskulatur wird effektiv trainiert.

Achten Sie lediglich darauf, die Aktivitäten mit Ihrem behandelnden Arzt abzusprechen und gegebenenfalls auf geeignete Medikamente zurückzugreifen.

Desweiteren ist es wichtig, ausschließlich in stabilen Phasen aktiv zu werden, in denen Sie Ihre Erkrankung gut unter Kontrolle haben. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie zusätzlich unter Allergien beziehungsweise mehreren Formen der asthmatischen Erkrankung leiden.

Ein Notfallspray (beispielsweise ein Beta-2-Sympathomimetikum), dass Sie sich bequem und sicher online verschreiben lassen können, sollten Sie in jedem Fall stets mitführen.

Asthma-Behandlung beim Online-Arzt

Belastungsbedingte Atembeschwerden lassen sich mittels Arznei gut in den Griff bekommen.  Geeignete Mittel können Sie sich bequem, sicher und zuverlässig online verschreiben lassen.

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