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Inhaltsverzeichnis
  1. Autismus: Wo Diagnose zum Privileg wird
  2. Erklärungsmodelle für den Diagnose Gap bei Autismus
  3. Werden die meisten autistischen Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen?

Autismus wird in Fachkreisen als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung klassifiziert und beginnt in der Regel bereits, sich in der frühen Kindheit zu manifestieren. Von hochfunktionalem Autismus spricht man derzeit, wenn zusätzlich eine normale Intelligenz vorliegt. Das Asperger Syndrom ist eine Unterform des Autismus und geht allgemein nicht mit einer Beeinträchtigung der Intelligenz und teilweise sogar mit überdurchschnittlicher Intelligenz einher.

Bis dato werden folgende Autismus Subtypen noch nach Diagnosekriterien des ICD-10 unterschieden:

  • Frühkindlicher Autismus
  • Atypischer Autismus
  • Asperger-Syndrom
  • Nicht näher bezeichnete tiefgreifende Entwicklungsstörung

Nachdem 2019 das ICD-11 von der WHO verabschiedet wurde, wird Autismus zukünfig unter dem Diagnoseschlüssel 6A02 'Autismus-Spektrum-Störung' geführt mit sechs Subtypen die nach Grad einer eventuellen Einschränkung von intellektueller Entwicklung und funktionaler Sprache unterschieden werden. Zudem wird es eine Kategorie für andere spezifizierte Störungen auf dem autistischen Spektrum sowie eine für einen unspezifischen Autismus 'Autismus-Spektrum-Störung, unspezifisch'.

Die ICD-11 treten vorraussichtlich am ersten Janur 2022 in Kraft.

Erklärungsmodelle für den Diagnose Gap bei Autismus

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Quellen

  • Preißmann, C, 2013: Mädchen und Frauen mit Autismus-Spektrum-Störung. 2013, Wien.
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  • Westwood H, Tchanturia K. Autism Spectrum Disorder in Anorexia Nervosa: An Updated Literature Review. Curr Psychiatry Rep. 2017;19(7):41.
  • Bargiela, S., Steward, R. & Mandy, W. (2016): The Experiences of Late-diagnosed Women with Autism Spectrum Conditions: An Investigation of the Female Autism Phenotype. J Autism Dev Disord 46, 3281–3294
  • Wing L. (1981): Sex ratios in early childhood autism and related conditions, Vol. 5, pp. 129-137
  • Baron-Cohen, Simon; Knickmeyer, Rebecca C.; Belmonte, Matthew K. (2005): Sex differences in the brain: implications for explaining autism. Science. 310 (5749): 819–823. )
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  • Dean M., Harwood R., Kasari C. (2017): The art of camouflage: gender differences in the social behaviors of girls and boys with autism spectrum disorder, Vol. 21(6), pp. 678-689
  • www.gbe-bund.de. Eingabe in das Suchfeld: Verlorene Lebensjahre. Kriterien: 70 Jahre
  • Deutschland; DELTA-Institut; 3. bis 18. Dezember 2018; 2.172 Befragte; ab 16 Jahre; nur Befragte, die in den vergangenen zwölf Monaten selbst von Sexismus betroffen waren
  • ICD-11, https://icd.who.int/browse11/l-m/en