Asthma im Alltag - Leben mit Atemnot

Zu Hause, im Beruf oder in der Freizeit machen Ihnen Hustenanfälle, Kurzatmigkeit oder Luftnot zu schaffen. Besonders schlimm ist es nachts oder in den frühen Morgenstunden, wenn die Symptome Sie vom Schlafen abhalten.

Möglicherweise reagieren Ihre Atemwege auf bestimmte Reize mit einer Verengung der Bronchien.

Asthma (griechisch für "Beklemmung") ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Sie tritt anfallsartig auf.

Die Ursache liegt in einer erhöhten Empfindlichkeit der Bronchien gegenüber verschiedenen Reizen. Asthmatiker klagen typischerweise über Husten, ein Engegefühl in der Brust oder Luftnot. Auch Kurzatmigkeit oder eine pfeifende Atmung sind Anzeichen.

Charakteristisch für die Krankheit ist, dass die Beschwerden von selbst oder nach der Einnahme von Medikamenten zurückgehen. Nach beschwerdefreien Zeiten haben Asthmatiker jedoch wieder für eine Zeit mit Kurzatmigkeit, Husten oder akuten Asthmaanfällen zu kämpfen.

Beliebte Asthma-Medikamente

Welche Formen gibt es?

Die Medizin unterscheidet zwei Formen: das allergische und das nicht-allergische Asthma. Darüber hinaus leiden viele Asthmatiker unter einer Mischform.

  • Pflanzenpollen
  • Kot der Hausstaubmilbe
  • Tierhaare
  • Schimmelpilzsporen

All diese Substanzen können die Ursache für Allergien sein. Das Immunsystem reagiert auf diese, eigentlich harmlosen Stoffe, mit einer Abwehrreaktion mit Husten, Atemnot oder Beklemmung in der Brust.

Vielfach treten die Beschwerden nur während der Pollensaison auf, bei Patienten mit Hausstaubmilben- oder Tierhaarallergien aber auch ganzjährig.

Auch manche Berufe sind mit einem erhöhten Asthmarisiko verbunden. So kommen zum Beispiel Bäcker, Frisöre, Tischler oder Drucker in Kontakt mit potenziellen Allergenen in Kontakt. Das kann dazu führen, dass sie ihren Beruf nicht dauerhaft ausüben können.

Die Ursache für intrinsisches Asthma, die nicht allergische Form der Erkrankung, liegt ebenfalls in einer chronischen Entzündung in den Atemwegen. Diese Form tritt verstärkt bei Erwachsenen auf - vielfach nach einer Virusinfektion der Atemwege. Sie zeigt von Anfang an eine schwerere Verlaufsform als die allergische Variante.

Bei erwachsenen Patienten ist eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma am weitesten verbreitet. Die Ursache für einen Asthmaanfall können Allergene wie Pollen oder Hausstaubmilbenkot, aber auch Zigarettenrauch oder kalte Luft sein.

Was in den Atemwegen passiert

Asthmatiker leiden unter einer chronischen Entzündung der unteren Atemwege und damit einhergehend, an einer Überempfindlichkeit der gesamten Atemwege. Als Reaktion auf bestimmte Reize verengen sich die Atemwege, was zu den typischen Symptomen führt, die zum Notfall werden können.

Diverse Zellen des Immunsystems spielen bei einem Asthmaanfall eine Rolle. Über 100 verschiedene Botenstoffe des Körpers nehmen Einfluss. Vor allem die Immunzellen setzen Botenstoffe frei, die in den Atemwegen eine Entzündungsreaktion erzeugen und aufrechterhalten. Neben Mastzellen sind dies eosinophile Granulozyten und T-Helferzellen (TH-Zellen). Auch die Epithelzellen, des Bronchialsystems sind entscheidend.

Bei einem akuten Asthmaanfall verengen sich die Atemwege, da die Muskeln verkrampfen und die Bronchialschleimhaut durch die Entzündungsreaktion anschwillt. Asthmatikern fällt das Ausatmen der Luft schwer. Auch frische, sauerstoffreiche Luft kann nur schlecht eingeatmet werden.

Die Betroffenen leiden unter Kurzatmigkeit, die sich zu akuter Atemnot mit Erstickungsangst entwickeln kann. Die damit verbundene Panikreaktion lernen Patienten durch rechtzeitige Einnahme von Medikamenten oder Atemübungen zu verhindern.

Ein Asthmaanfall kann wenige Minuten, aber auch mehrere Stunden andauern. Er ist immer als akuter medizinischer Notfall einzuordnen, der im Zweifelsfall schnellstmöglich im Krankenhaus behandelt werden muss.

Medikamente zur Asthmatherapie

Eine Asthmaerkrankung muss immer ärztlich behandelt werden.

Der erste Schritt für die Therapie ist die Vermeidung möglicher Auslöser.

In Absprache mit einem Facharzt erhält der Patient geeignete Medikamente und Informationen zur Handhabung und Dosierung. Die Medikamenteneinnahme richtet sich individuell nach dem Schweregrad der Entzündung und wird anhand eines Asthmastufenplans festgelegt.

Dazu stehen dem Mediziner zwei Wirkstoffgruppen zur Verfügung: die bronchienerweiternden (symptomatisch wirkenden) und die entzündungshemmenden (vorbeugend wirkenden) Medikamente.

Bronchienerweiternde Medikamente

Bronchienerweiternde Medikamente wirken bei einem Asthmaanfall der Luftnot entgegen, indem sie die verkrampfte Bronchialmuskulatur entspannen. Sie können kurzwirksam oder, in Verbindung mit Cortison, auch als Dauermedikation bei schwerem Asthma eingesetzt werden.

Kurzwirksame Beta-2-Antagonisten (Beta-2-Sympathomimetika) wirken etwa vier Stunden. Allerdings sollten diese Medikamente nur drei- bis viermal täglich eingesetzt werden. Sollte dies nicht ausreichen, ist das ein Signal dafür, dass sich die Krankheit verschlechtert oder die Therapie nicht anschlägt.

Langwirksame Beta-2-Sympathomimetika wirken etwa zwölf Stunden. Die Präparate öffnen die Bronchien für einen längeren Zeitraum. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Behandlung mit Cortison als Inhalation nicht genügt.

Entzündungshemmende Medikamente

Wichtigster Wirkstoff der entzündungshemmenden Medikamente ist das Cortison. Es wird meist als Aerosol angewendet. Bei einer sehr schweren Form kann der Arzt es auch in Tablettenform verabreichen.

Die Präparate müssen dauerhaft eingenommen werden, da sie der chronischen Entzündung der Bronchien entgegenwirken. Ziel der Medikation mit Cortison ist es, die Krankheit komplett oder zumindest teilweise unter Kontrolle zu bekommen. Komplett Heilbar ist Asthma allerdings bisher nicht.

Weitere Maßnahmen bei Asthma

Mit dem Peak-Flow-Meter kann der Asthmatiker eigenständig die Ausatmungsgeschwindigkeit messen. Mit diesem Test sollte zwei- bis dreimal täglich eine Messung durchgeführt werden und die Resultate in einem Asthmatagebuch protokolliert werden.

Ziel dieser Methode des Asthma-Managements ist es, den Verlauf der Krankheit zu kontrollieren, um rechtzeitig auf Verschlechterungen reagieren zu können. Das sogenannte Ampelschema gibt Aufschluss über den Krankheitszustand. Ein Facharzt erarbeitet dieses gemeinsam mit dem Patienten und legt den persönlichen Bestwert fest.

Die Reduktion des Körpergewichts, Nikotinentwöhnung und körperliches Training sollten auch in die Behandlung integriert werden. Auch Atem- und Entspannungsübungen sowie die Unterstützung durch einen Psychologen können helfen, mit der Krankheit in Beruf und Freizeit souverän umzugehen.

Asthmabehandlung vom Online-Arzt durchführen lassen

Wenn Sie häufiger unter den eingangs beschriebenen Symptomen leiden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie Asthmatiker sind. Je nach Asthmaform können verschiedene Auslöser die Ursachen sein.

Inhalatoren helfen, die Krankheit im Notfall oder im Rahmen einer Langzeittherapie zu behandeln. Für die individuelle Medikation und weitere Maßnahmen zum Asthma-Management ist die Rücksprache mit einem Arzt erforderlich.

Auf Fernarzt.com können Sie noch heute Ihre Online-Behandlung starten und sich Medikamente gegen Asthma verschreiben lassen.

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