Was sind die Symptome bei Asthma?

Bei Asthma bronchiale, kurz Asthma genannt, handelt es sich um eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege. Betroffene leiden unter einer erhöhten Empfindlichkeit der Bronchien. Die Medizin spricht von bronchialer Hyperreagibilität.

Für Gesunde völlig harmlose Reize führen bei Asthmatikern zu einer Verengung der Bronchien. Folgen dieser Atemwegsobstruktion sind:

  • anfallsartige Luftnot
  • Engefühl in der Brust
  • Kurzatmigkeit und Husten

Bleibt der Asthmaanfall unbehandelt, kommt es zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff sowie zu Erstickungsängsten, welche die Situation für den Patienten weiter verschlimmern.

In Deutschland sind, laut Studie des Robert-Koch-Instituts, über sieben Prozent der Erwachsenen betroffen, bei Kindern und Jugendlichen rund zehn Prozent.

Bislang gibt es keine Behandlung, die Bronchialasthma dauerhaft heilt. Allerdings stehen Patienten moderne Medikamente zur Verfügung, mit deren nachhaltiger Wirkung sich die Krankheit kontrollieren und die Symptome eindämmen lassen.

Beliebte Asthma-Medikamente

Symptome für Bronchialasthma

Es gibt eindeutige Symptome, die auf das Vorliegen von Asthma hinweisen:

  1. Plötzliche Atemnot
    • Diese tritt anfallsartig auf, vor allem während der Nacht und am frühen Morgen. Jedes Luftholen bedeutet für den Betroffenen eine enorme Anstrengung. Die Anfälle stehen im Wechsel mit völligem Wohlbefinden.
  2. Atembeschwerden
    • Vor allem das Ausatmen bereitet Asthmatikern Probleme und dauert länger, als bei einem Gesunden. Entsprechend versuchen Betroffene, schneller wieder einzuatmen, um die Sauerstoffversorgung zu sichern. Es kommt zu Kurzatmigkeit und Husten.
  3. Atemgeräusche
    • Beim Ein- und Ausatmen sind pfeifende oder tief brummende Geräusche zu hören. Der Arzt spricht hier von "Giemen".
  4. Körperliche Beschwerden
    • Betroffene klagen über ein Enge in der Brust. Diese kann mit einem Beklemmungsgefühl beginnen und in Erstickungs- und Todesängsten enden.

Kommt es zu einem schweren Anfall, der über Stunden anhält und der nicht durch Medikamente kontrolliert werden kann, ist der Einsatz eines Notarztes erforderlich. Der Patient befindet sich in diesem Fall im "Status asthmaticus" mit andauernder Atemnot. Die Symptome sind bläulich verfärbte Haut und Schleimhäute, Herzrasen, Angst und Unruhe. Es handelt sich um eine lebensbedrohliche Situation.

Anzeichen und Stadien von Asthma

Husten und immer wiederkehrende Luftnot sind die häufigsten Symptome, die Betroffene zum Arzt führen. Auch der geringste Verdacht auf Bronchialasthma sollte medizinisch abgeklärt werden, um die Erkrankung möglichst frühzeitig zu behandeln und es nicht erst zu einem Notfall kommen zu lassen.

Tatsächlich unterliegt Asthma einer Entwicklung und verläuft in verschiedenen Stufen.

Bei der leichteren Form kommt es nach den erstmals auftretenden Symptomen zu einer fast vollständigen Beschwerdefreiheit. Diese kann sich über Stunden bis zu Jahren hinziehen. Nicht jede leichte Verlaufsform mündet automatisch in eine Schwerwiegende.

Ebenso kann ein anfänglich schweres Asthma völlig abklingen, oder zu einer leichteren Verlaufsform übergehen.

Diagnostisches Vorgehen

Die umfassende Diagnose eines Bronchialasthmas umfasst drei Bereiche, aus der schließlich die Therapie entsteht:

  1. Anamnese
    • In dieser steht die Krankengeschichte des Patienten im Mittelpunkt. Der Arzt fragt nach Art der Symptome, Häufigkeit, Zeitpunkt und Ausprägung der Beschwerden. Auch familiäre Erkrankungen, vor allem Allergien, werden abgefragt und fließen in die Beurteilung mit ein.
  2. Körperliche Untersuchung
    • Neben dem Abhören führt der Arzt eine Lungenfunktionsprüfung durch. Hierbei wird festgestellt, welche Luftmenge in die Bronchien gelangt.
  3. Allergietest

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen gehören Allergien zu den hauptsächlichen Ursachen. Das Immunsystem reagiert auf einen harmlosen Stoff mit einer Abwehrreaktion. Zu den Auslösern, den Allergenen, gehören beispielsweise Blüten- und Pflanzenpollen, Tierhaare oder Milbenkot. Bei jungen Asthmatikern werden begleitend häufig ein allergischer Schnupfen oder andere Allergiesymptome, wie brennende Augen und eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, festgestellt.

Von der nicht-allergischen Asthmaform sind fast ausschließlich Erwachsene betroffen. Meist kam es bei den Patienten zuvor zu einer Infektion der Atemwege durch einen Virus. Vor allem zu Beginn zeigen sich bei einem Asthmaanfall schwere Verläufe.

Auch das gemischt-förmige Bronchialasthma tritt im Erwachsenenalter auf, ausgelöst durch Allergene und in der Folge sogenannte unspezifische Reize, wie Kälte, Tabakrauch oder Gerüche.

Behandlung von Asthma

Grundlage einer nachhaltigen Therapie ist die Aufklärung. In Patientenschulungen lernen Betroffene, sich selbst und die Symptome einzuschätzen. Sie erfahren, dass körperliches Training, eine Reduzierung des Gewichts, aber auch eine Physiotherapie der Atemwege inklusive dem Erlernen von Atemtechniken, entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Krankheit haben.

Asthmamedikamente können die Krankheit nicht heilen, aber für Linderung sorgen und einer Verschlimmerung entgegen wirken. Unterschieden wird zwischen "Controllern", die einen Langzeiteffekt haben und regelmäßig eingenommen werden müssen, und "Relievern", die als Bedarfsmedikamente bei akuten Beschwerden zum Einsatz kommen.

Die Präparate halten als antiinflammatorische Medikamente den Entzündungsprozess auf und erweitern als Bronchodilatatoren die Atemwege. Ziel ist es, Spätfolgen zu vermeiden und das Bronchialasthma zu kontrollieren. So kann Betroffenen weitgehende Beschwerdefreiheit im Alltag tortz Asthma gesichert werden.

Die bekanntesten Medikamentenformen sind Sprays oder Pulver, die per Inhalator eingeatmet werden. Sie sind rezeptpflichtig und können, nach entsprechender Diagnose, auch über Online-Ärzte verschrieben werden.

Ein leichtes Bronchialasthma kann durch Bedarfsmedikamente behandelt werden.

Ein schweres Bronchialasthma macht hingegen die regelmäßige Einnahme von Präparaten, beispielsweise Cortison, erforderlich. Cortison wirkt vor allem entzündungshemmend und gehört damit zu den Langzeitmedikamenten. Die Dosierung ist gering, so dass das Risiko von Nebenwirkungen gering ist.

Behandlung beim Online-Arzt

Auf Fernarzt.com können Sie noch heute Ihre Online-Behandlung starten und sich Medikamente gegen Asthma verschreiben lassen. Der Online-Arzt ermittelt auf Basis eines zuverlässigen Verfahrens, sowie einer individuellen Diagnostik die richtige Therapie. Das Medikament wird dann von einer Apotheke an Sie verschickt.

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