Was ist Herpes Zoster (Gürtelrose)?

Herpes Zoster ist vielen Menschen als Gürtelrose bekannt. Zuweilen wird sie auch als Gesichtsrose oder Kopfrose bezeichnet. Es handelt sich dabei jedoch immer um die gleiche Erkrankung, ausgelöst durch einen Virus.

Sie zeigt sich durch einen Hautausschlag, der sowohl Blasen als auch Schmerzen verursacht. Auslöser des Herpes Zoster sind Varizella-Zoster-Viren aus der Familie der Herpesviridae.

Im Allgemeinen sind ältere Menschen weitaus häufiger betroffen als jüngere. Dies liegt einem geschwächtem Immunsystem zugrunde, denn im Alter nimmt die Abwehrkraft ab. So haben rund die Hälfte aller 85-jährigen Menschen bereits mit dem Zoster Bekanntschaft gemacht.

In Verbindung steht Herpes Zoster mit den Windpocken. Dabei wird der Virus als sogenannte Primärinfektion übertragen. Beim Zoster im Alter handelt es sich deshalb meist um eine Reaktivierung der Erreger.

Beliebte Herpes-Medikamente

Weit verbreitet: Herpes Zoster

Die Gürtelrose ist eine in Deutschland sehr verbreitete Krankheit. Jährlich sind es rund 350.000 bis 400.000 Menschen, die mit dem Erreger in Berührung kommen. Der größere Teil erkrankter Personen hat bereits das 50. Lebensjahr erreicht. Ein Risiko besteht jedoch für 98 Prozent der gesamten Bevölkerung.

Auch wenn die Varizella-Zoster-Viren nicht sichtbar ausbrechen, so tragen dennoch viele Menschen den Erreger in sich. Zur Gruppe der Zoster zählen auch die Windpocken im Kindesalter.

Die Abgrenzung von Herpes Zoster und Herpes Simplex

Der Herpes Simplex hingegen unterscheidet sich vom Herpes Zoster. Denn hiermit sind die typischen Herpesbläschen an den Lippen gemeint. Beide Herpesviren betreffen jedoch überwiegend das Gesicht.

Personen, die unter diesen Bläschen leiden, tragen den Herpes Simplex in sich, weshalb diese Viren immer wieder aktiviert werden. Insgesamt gehören der Herpes Simplex und der Herpes Zoster in eine Gruppe der Herpeserreger, verursachen jedoch unterschiedliche Krankheitsbilder.

Betroffene Personen haben den ersten Kontakt meist im Kindesalter, häufig völlig unerkannt und symptomlos. Daraufhin verbleibt der Erreger ein Leben lang im Körper und taucht hin und wieder als Herpesbläschen am Mund auf.

Da sie meist im Zusammenhang mit der Grippe auftreten, werden sie auch als Fieberbläschen bezeichnet, was im Grunde genommen nicht korrekt ist. Fachlich wird hierbei von einer latenten Infektion gesprochen, die zuweilen ausbricht und sich mit dem Symptombild der Bläschen zeigt.

Die Übertragung von Herpes Zoster

Wie bereits angesprochen, verläuft die erste Infektion mit den Windpocken im Kindesalter. Diese typische Kinderkrankheit ist extrem ansteckend und wird per Tröpfcheninfektion übertragen. Dabei reicht das Einatmen kleinster Ausatmungströpfchen bereits aus, um eine Person zu infizieren.

Auch über Schmier- und Kontaktinfektion werden die Viren übertragen. Über die Schleimhäute gelangen sie in den Organismus. Anders als befürchtet, dient Spielzeug oder Kleidung hierbei weniger als möglicher Überträger. Die Erreger können nur ca. zehn Minuten an der Luft überleben.

Weitaus gefährlicher für eine Übertragung ist der Inhalt der Bläschen, der hoch infektiös ist. Gerade bei Kindern, die zusammen spielen, ist eine Übertragung durch betroffene Stellen leicht möglich. Sobald die Bläschen aufplatzen oder aufgekratzt werden, können andere Menschen bei Berührung angesteckt werden. Ebenso infektiös sind Speichel und Tränenflüssigkeit.

Symptome der Gürtelrose

Im Alter sinkt die Abwehrkraft, das Immunsystem wird schwächer. In dieser Lebensphase tauchen die im Körper befindlichen Viren plötzlich wieder auf. Es entsteht ein brennender Schmerz unter den Rippen, zuweilen verspüren Sie ein unerklärliches Jucken oder Kribbeln auf der Haut. Typisch für diese Symptome ist die Einseitigkeit am Körper, das Jucken tritt daher meist nur auf einer Körperseite auf und verbreitet sich im Laufe mehrerer Tage. Der Betroffene fühlt sich schlapp, müde und bekommt eventuell sogar Fieber.

Werden die Krankheitsbilder an der Haut nicht bemerkt, glauben die Betroffenen, sie würden unter einer beginnenden Grippe leiden. Nach ca. drei bis fünf Tagen verstärken sich die Schmerzen. Die Erreger haben die Hautzellen erreicht und entwickeln nun den typischen Ausschlag.

Kleine rote Flecken, die sich langsam wie ein Band um den Körper ziehen. Infolge dessen entsteht nun eine vorerst wässrige Flüssigkeit, ähnlich wie bei den Windpocken. Die Flüssigkeit innerhalb der Bläschen trägt auch wieder den Windpockenerreger in sich. Daher ist Körperkontakt zu vermeiden. Der gesamte Krankheitsverlauf dauert rund zwei bis vier Wochen, dann heilen die Bläschen wieder ab.

Ursachen und Ausbruch von Herpes Zoster

Wissend, dass der Erreger bereits im Organismus vorhanden ist, gilt es, einen sichtbaren Ausbruch zu verhindern. Häufige Ursachen sind allgemeine Schwäche durch Fieber oder Grippe, aber auch anhaltender Stress.

Auch in den ersten Wochen nach einer Operation ist der Ausbruch denkbar. Bei einigen Menschen wird der Erreger sogar durch extremen Ekel ausgelöst. Ebenso möglich sind intensive Sonneneinwirkung wie zum Beispiel am Meer oder in den Bergen.

Die Behandlung von Herpes Zoster

Eine rechtzeitige Behandlungsmaßnahme ist empfohlen, um die Verbreitung der Viren möglichst einzudämmen. Da hier auch Nerven geschädigt werden können, gilt es auch, der sogenannten Postzoster-Neuralgie vorzubeugen. Bei Verdacht sollte zeitnah ein Arzt konsultiert werden.

Mit dem Online-Arzt kann eine sofortige Akut-Maßnahme eingeleitet werden. Dabei geht es vor allem um die Schmerzlinderung und die Einnahme antiviraler Medikamente. Betroffene Stellen mit Bläschen sollten nach Möglichkeit nicht berührt werden.

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