Chlamydien in der Schwangerschaft

Chlamydien sind eine der weitestverbreiteten sexuell übertragbaren Krankheiten. Unbehandelt können Infektionen sogar zur Unfruchtbarkeit führen.

Besonders gefährlich ist die Ansteckung, wenn eine Frau schwanger ist. Es kann bei einer unbehandelten Infektion zu Fehl- und Frühgeburten kommen sowie unter der Geburt zu einer Übertragung der Krankheit auf das Baby.

Daher ist ein Chlamydien-Test Teil der Schwangerschaftsvorsorge und sollte unbedingt beim Gynäkologen wahrgenommen werden. Erfolg eine schnelle Diagnose ist die Behandlung in der Regel unproblematisch.

Chlamydien-Medikamente

Was sind Chlamydien?

Bei Chlamydien handelt es sich um Bakterien, die fast ausschließlich über Geschlechtsverkehr übertragen werden. Bei fünf bis zehn Prozent der sexuell aktiven Erwachsenen lässt sich eine Infektion nachweisen.

Chlamydien werden oft als die "stille Krankheit" bezeichnet, da die Symptome nur schwer zu deuten sind und manchmal sogar vollständig fehlen. Das wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Fruchtbarkeit der Frau aus, sondern ist in der Schwangerschaft mit erheblichen Risiken für das ungeborene Kind verbunden.

Bei der akuten Infektion, werden die Erreger unmittelbar am Gebärmutterhals oder Scheideneingang nachgewiesen. Der Test erfolgt mittels eines Abstriches, auch eine Urinprobe ist möglich. 80 Prozent der so diagnostizierten Fälle einer akuten Infektion verursachen keinerlei Beschwerden. Bei den übrigen 20 Prozent kommt es innerhalb von fünf Tagen bis drei Wochen nach der Ansteckung zu Symptomen wie Juckreiz, gelblichem Ausfluss und Schmerzen beim Urinieren.

Ist die Infektion mit Chlamydien chronisch, sind die Erreger durch den Gebärmutterhals aufgestiegen und haben sich von dort auf die Gebärmutter und weitere Organe übertragen. Bei 15 bis 20 Prozent aller Infizierten verläuft die Krankheit chronisch.

Betroffene leiden an leichten Zwischenblutungen, diffusen Schmerzen im Unterbauch und manchmal auch Fieber, da es durch die Bakterien im Gewebe von Gebärmutter und Eileiter zu Entzündungen kommen kann.

Symptome im Überblick - akute Chlamydien-Infektionen schnell erkennen

Bei folgenden Symptomen ist der Gang zum Frauenarzt unbedingt notwendig, um eine entsprechende Behandlung einzuleiten:

  • Juckreiz der Vagina
  • Brennen der Scheide
  • Ungewöhnlicher Ausfluss mit einer gelblichen oder ungewöhnlichen Färbung sowie einem strengen Geruch
  • Übermäßig starke Perioden
  • Zwischenblutungen
  • Schmerzen und Blutungen beim Sex
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Unterleibsschmerzen

Chlamydieninfektion und Fruchtbarkeit

Da eine Chlamydiose meist ohne Symptome verläuft, werden die meisten Infektionen nicht entdeckt. Selbst wenn es zu Entzündungen und Fieber kommt, machen sich die meisten Patientinnen keine Gedanken, da diese nach ein paar Tagen wieder abklingen.

Wenn jedoch Eileiter und Eihäute betroffen sind, vernarbt das betroffene Gewebe nach der Abheilung der Entzündung. Es besteht das Risiko, dass die Fruchtbarkeit der Frau dadurch eingeschränkt wird. Viele sind dadurch sogar komplett unfruchtbar.

Schätzungen zufolge lassen sich in Deutschland rund 100.000 Fälle, in denen Patientinnen nicht schwanger werden, auf eine unbehandelte Chlamydieninfektion zurückführen. Bleibt der Kinderwunsch lange unerfüllt, empfiehlt sich, den Gynäkologen auf einen Test anzusprechen.

Damit Unfruchtbarkeit durch eine Infektion vermieden wird, ist es wichtig, sich mit Kondomen vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Die Fruchtbarkeit wird weiterhin durch einen gesunden Lebenswandel mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung sowie dem Verzicht auf Genussgifte wie Tabak und Alkohol gefördert.

Die Adnexitis (PID - Pelvic Inflammatory Disease) - eine Komplikation der Chlamydieninfektion

Ungefähr 20 Prozent der Patientinnen, die an einer Chlamydieninfektion leiden, entwickeln eine Adnexitis. Diese chronische Krankheit führt zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten. Die Symptome dieser entzündlichen Erkrankung des Beckens stellen sich wie folgt dar:

  • Unterleibsschmerzen
  • starke Schmerzen im unteren Rückenbereich
  • Fieber
  • starke Perioden und abnormale Zwischenblutungen
  • ungewöhnlicher, übel riechender Ausfluss

Während einige Patientinnen sehr schnell die Symptome der PID entwickeln, dauert es bei anderen länger. Die Behandlung der Krankheit durch Medikamente, die rezeptpflichtig sind, sollte so schnell wie möglich erfolgen, um ernsthafte Spätfolgen zu vermeiden.

Chlamydien in der Schwangerschaft

Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge führt der Gynäkologe standardmäßig einen Test auf Chlamydien durch. Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, ist eine Behandlung durch Antibiotika problemlos möglich und hat keine Folgen für das Baby.

Bei einer unbehandelten Infektion steigt das Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten oder eine lebensbedrohliche ektopische Schwangerschaft. Der Frauenarzt wird zunächst den Urin auf Erreger testen. Daneben ist es ratsam, auch einen Abstrich zu verlangen, mit dem die Bakterien am Gebärmutterhals nachgewiesen werden können.

Unter Umständen kann der Arzt auch einen Bluttest veranlassen. Die Gefahr, dass ein Baby unter der Geburt mit Chlamydien infiziert wird, ist groß. In Deutschland kommt es jährlich bei 20.000 Neugeborenen zu einer Infektion. 50 Prozent der Kinder leiden dadurch unter einer Augenentzündung, außerdem kann es bei einer Infektion zu massiven Atemstörungen oder einer Lungenentzündung kommen.

Behandlung von Chlamydien in der Schwangerschaft

Je früher die Krankheit entdeckt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Übertragung auf das Baby stattfindet. Wurden Erreger nachgewiesen und bereits eine Therapie veranlasst, wird der Frauenarzt im Abstand von vier bis sechs Wochen Nachkontrollen durchführen, da sich im Verlauf einer Schwangerschaft die Wirkung der Medikamente verändern kann.

Antibiotika, die rezeptpflichtig sind, stellen dann für den Arzt das Mittel der Wahl dar. Wie Forschungsergebnisse vielfach bestätigt haben, sind Azithromycin, Erythromycin und Amoxicillin besonders geeignete Arzneimittel.

Während die Einnahme von Azithromycin als Einzeldosis erfolgt, werden Erythromycin und Amoxicillin über den Zeitraum von einer Woche hinweg verabreicht. Die Verträglichkeit dieser Antibiotika ist in der Regel gut.

In Einzelfällen kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen sowie einem leichten Unwohlsein.

Chlamydien-Infektionen online Behandeln

Um eine Infektion zu vermeiden, benutzen Sie am besten von Beginn an ausreichenden Schutz bei Geschlechtsverkehr. Kondome schützen recht zuverlässig vor Chlamydien.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie sich angesteckt haben, sollten Sie unbedingt einen Test durchführen lassen. Wenn aktuell ein Kinderwunsch besteht, kann ein Test auf eine unentdecke Infektion generell sinnvoll sein.

Wenn durch einen Test bereits eine Infektion festgestellt wurde, können Sie Chlamydien auch über einen Online-Arzt behandeln lassen.

Anhand eines standardisierten Fragebogens ist der Arzt in der Lage, sicher und diskret, ob die Behandlung die richtige Wahl ist und Ihnen das passende Medikament zu verschreiben. Der Versand erfolgt diskret an eine Adresse Ihrer Wahl. Lassen Sie sich jetzt behandeln, diskret und ohne lange Wartezeiten.

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